Basics: So funktioniert erfolgreiches Newsletter-Marketing | mit 5 Tipps zum schnellen Erfolg

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Newsletter- und Email-Marketing ist eines der am besten funktionierenden Instrumente, um Traffic zu generieren und Kunden zu binden. Worauf ihr achten müsst, damit eure Kampagne im Direktmarketing erfolgreich wird, erfahrt ihr in diesem Fachtext.

Drei PROs fürs Newsletter Marketing

Für den Inhaber eines Ladens in der Innenstadt ist es relativ einfach, Kontakt zu seinen Kunden zu halten und nicht aus deren Gedächtnis zu verschwinden. Für den Inhaber eines Ladens im Internet ist das höllisch schwierig. Das hängt vor allem mit der Aufmerksamkeitsspanne der Menschen zusammen. „Buy and Forget“ ist ein sehr häufiges Phänomen, das man nur aktiv bekämpfen kann.

PRO 1: Positive Kundenbindung spart viel Geld

Die Bindung von Kunden und sogenannte Upsales sind deutlich kosteneffizienter als die Gewinnung von Neukunden – im Schnitt zwischen 20 bis 50 Prozent weniger kostet ein zusätzlicher Verkauf an einen schon bestehenden Kunden im Vergleich zur Gewinnung eines neuen Kunden – abhängig von Branche und Geschäftsfeld, versteht sich.

PRO 2: ROI bei Newslettermarketing erheblich höher als bei Social Media Kampagnen

Auch im Vergleich zu Facebook-Marketing steht Email-Marketing immer noch sehr, sehr gut da: der Return of Invest (ROI) ist bei Email-Marketing immer noch fast 40mal so hoch wie bei Social-Media-Kampagnen. Das ist ein klares Argument für das Email-Marketing.

PRO 3: Direktes Kundenfeedback – Kostengünstig Traffic steigern

Habt ihr schon einen potenziellen Kunden durch einen Blogpost für ein Produkt interessiert, dann stehen eure Chancen gut, dass ihr ihn mit einer Mail auch überzeugen könnt, diesen Artikel genauer anzuschauen und zu kaufen. Ob Schnäppchen oder das neueste Gadget – Neugier funktioniert fast immer. Ein ziemlich großer Anteil von wertvollem Traffic kommt auf diese Art und Weise zustande und lässt sich in bares Geld verwandeln. Dazu bekommt man mit dieser Methode ein sehr gutes Feedback, welche Themen die Leute wirklich hinter dem Ofen hervorlocken – und welche nicht. Das kann manchmal durchaus auch überraschende Erkenntnisse bringen.

PRO 4: Ganz nah am Kunden und seinen Interessen

Ob eine Werbeanzeige in einer Zeitung oder der Flyer im Briefkasten überhaupt seinen Empfänger erreicht – wer weiss das schon so genau? Und warum ein Banner auf einer Website geklickt wird oder nicht oder ob er gar per Adblocker ausgeblendet ist – es gibt so viele Möglichkeiten, in diesen Werbeformen zu scheitern. Abgesehen davon, dass man beim besten Tracking noch einen hohen Streuverlust hat.

Anders mit dem Newsletter: Grundsätzlich hat der Empfänger sein Interesse bereits bekundet. Je nach Opt-In-Verfahren und Interessensabfrage ist das auch schon sehr konkret und einer Person zuzuordnen. Und jedes gute Newsletter-Tool bietet gute Möglichkeiten, das Öffnen und Klicken der Links in einem Newsletter auszuwerten. Wer will, kann sich hier mit jedem User im Einzelnen beschäftigen. Klingt absurd und zeitaufwendig. Aber wer Yachten verkauft, wird sich jeden potenziellen Käufer und sein Verhalten im Detail anschauen. Schließlich lohnt sich hier jeder Einzelverkauf. Und wer ein Massenprodukt vertreibt, kann im Newsletter mit Gruppen arbeiten und auch so sehr spezifisch auf die Interessen eingehen.

Drei Grundsätze fürs erfolgreiche Newsletter-Marketing

Darüber könnte man natürlich ein ganzes Buch schreiben – oder vielleicht sogar zwei. Das wollen wir hier aber nicht, und überdies ist zu dem Thema bereits genug geschrieben worden. Darum hier nur das Wichtigste in aller Kürze, in 3 knappen Punkten:

Grundsatz 1: Individuelle & persönliche Ansprache – Kenne deine Zielgruppe!

Wer ist der Empfänger des Newsletters, woran genau ist er interessiert, welche Merkmale (Alter, Geschlecht, berufliche Situation, etc.) kennzeichnen ihn? Womit kann man ihn am besten ansprechen? Was könnte der Empfänger suchen? Diese Fragen möglichst konkret beantworten zu können, ist der Kernpunkt von erfolgreichem Newsletter-Marketing.

Grundsatz 2: Aufmerksamkeit & Neugierde – Sei so konkret wie möglich!

Das beginnt bereits beim Betreff. Was ist der Inhalt, worum geht es – und wo liegt der Vorteil für den Empfänger? Was könnte für euren Kunden unwiderstehlich sein, damit er den Newsletter öffnet? Das sind nicht nur Rabatt-Aktionen – ewig mit Sonderangeboten bombardiert zu werden, ist den meisten Usern eher lästig, und lässt sie den Newsletter eher als Spam klassifizieren – zeigt lieber etwas mehr Profil und Persönlichkeit und lockt mit interessanten Themen, nicht allein nur mit Angeboten.

Grundsatz 3: Tracking & Auswertung – Lerne, was deine Kunden lesen (und haben) wollen!

Im Offline-Geschäft ist es doch so eingängig: Je persönlicher der Kontakt zum Kunden ist, umso besser könnt ihr im Angebote machen, die er nicht ausschlagen kann. So ist es auch im Newsletter-Marketing: Fragt nach Interessen, wertet das Verhalten aus, versucht eure Kunden zu kennen. Wie viele Newsletter werden geöffnet und gelesen? Welche Newsletter werden bevorzugt geöffnet und gelesen? Welche werden am schnellsten geöffnet? Welche User lesen aktiv, welche sind nur „Karteileichen“? Gibt es Versandzeitpunkte, die besser funktionieren? Welche Links werden geklickt (Weiterleitung)? Wann, wo im Newsletter, wie viele und von wem? Und: Könnt ihr auch herausfinden, was die Kunden nach dem Lesen des Newsletters tun? Suchen sie vielleicht ein ähnliches Produkt wie euer beworbenes?

Viele dieser Fragen kann man – insbesondere beim Tracking – auch nur dann beantworten, wenn das verwendete Tool entsprechende Funktionen bietet. Auf gute Tracking-Funktionen sollte man deshalb bei der Auswahl eines Tools auf jeden Fall Wert legen. Welche Newsletter-Onlinetools euch welche Funktionen zur Verfügung stellen, lest ihr in unserem Fachtext „Die besten Newsletter-Tools für Gründer und Startups„.

5 praktische Tipps für erfolgreiches Newsletter-Marketing

Bevor ihr jetzt den steinigen Weg der Selbsterkenntnis beschreitet: Ihr könnt auch von anderen und deren Erfahrungen mit Newslettern lernen. Das englischsprachige Portal HubSpots hat eine Studie zur Newsletter Nutzung durchgeführt und liefert ein paar spannende Erkenntnisse.

Tipps 1: Verwende keinen großen Bilder

Scheint ein Widerspruch zum sonstigen Internettrend, aber Newsletter mit vielen und großen Bildern performen erheblich schlechter als solche mit wenig Bildmaterial. Zwei Drittel der Befragten in der Studie wünschen sich zwar mehr Bilder im Newsletter – gleichzeitig nehmen die Klickraten beinahe mit jedem Bild ab. Und auch je größer die Bilder, desto schlechter die Klickrate.

Tipp 2: Wähle je nach Zielgruppe Html- oder Nur-Text Format des Newsletters

Während mehr als 75 Prozent der Nutzer im Alter von 18 bis 44 das HTML-Format bevorzugen, ist das Verhältnis bei den über 45 Jahre alten Nutzern ausgeglichen. Ab 60 Jahren ist die Nur-Text-Variante sogar die bevorzugte Methode. Die Studienbetreiber vermuten, dass das auch an den benutzten Email-Clients liegt.

Tipp 3: Nicht langweilen! E-Mails sollten kurz und präzise sein

Auch ein zu langer Text wirkt sich negativ auf die Klickrate aus. Laut der Studie sind Email mit Inhalten zwischen 300 und 500 Zeichen am erfolgreichsten.

Tipp 4: Betreffzeile kurz und spannend – und ohne „Newsletter“

Ebenso ein Ergebnis der Studie: Lange Betreffzeilen sorgen für schlechtere Klickzahlen und auch das Wort „Newsletter“ im Betreff sorgt für Unmut beim Leser.

Tipp 5: Absendername aus zwei Worten

Scheint ein typischer Fall von WTF – ist aber laut Studie so: Newsletter mit einem Absender, der aus zwei Worten besteht, wird besser geklickt als einer mit nur einem Wort.

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