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Unse­re Top 6: Open source Con­tent-Manage­ment-Sys­te­me (CMS) im Vergleich

Wer viel Infor­ma­ti­on auf sei­ner Web­site publi­zie­ren will, etwa regel­mä­ßi­ge Tex­te zu einem The­ma, Fund­stü­cke aus dem Inter­net oder Ange­bo­te der Woche, der braucht eine Ver­wal­tung: So genann­te Con­tent-Manage­ment-Sys­te­me, auf deutsch Redak­ti­ons­sys­te­me. Hier eine Über­sicht der 6 größ­ten und wich­tigs­ten open-souce CMS.

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Ihre Unter­neh­mens-Web­site ist äußerst sel­ten eine rei­ne Visi­ten­kar­te mit nur Adres­se und Pro­fil – in den meis­ten Fäl­len wol­len sie aktu­el­len Inhalt, etwa regel­mä­ßi­ge Tex­te zu einem The­ma, Fund­stü­cke aus dem Inter­net oder Ange­bo­te der Woche, publi­zie­ren. Dabei hel­fen Ihnen Con­tent-Manage­ment-Sys­te­me, auf deutsch Redak­ti­ons­sys­te­me: Sie bie­ten den Vor­teil, dass ein­mal ein­ge­rich­tet neue Arti­kel und Bil­der recht schnell und unkom­pli­ziert ein­ge­stellt wer­den kön­nen. Eini­ge die­ser CMS gibt es kos­ten­los, eini­ge sind open-source, das heisst jeder kann für die Erwei­te­run­gen pro­gram­mie­ren. Hier eine Über­sichts­lis­te der 6 größ­ten und wich­tigs­ten open-souce CMS.

 

Top 1 – Das Flagg­schiff der open source CMS: TYPO3

typo3-logo

TYPO3 ist wohl das bekann­tes­te Open-Source-CMS. Open Souce meint, dass der Pro­gramm­code offen gelegt ist und jeder für die­ses CMS neue Lay­outs, Plug­ins und so genann­te Wid­gets pro­gram­mie­ren kann. Die Fol­ge: Eine Viel­zahl von Funk­tio­nen, oft kos­ten­los im Netz her­un­ter­zu­la­den, las­sen sich in das Sys­tem ein­bin­den. Doch TYPO3 ist wohl auch das am häu­figs­ten falsch ein­ge­setz­te CMS: Das Sys­tem ist kom­plex und kann mehr, als die meis­ten für ihre Sei­te benötigen.
Offi­zi­el­le Typo3-Web­site: http://​typo3​.org/
Kos­ten­lo­ser Down­load Typo3: http://​typo3​.org/​d​o​w​n​l​o​ad/

Vor­tei­le von TYPO3:

  • Das Sys­tem ist weit­ver­brei­tet, man fin­det also auch immer Hil­fe bei Exper­ten dafür.
  • Alle denk­ba­ren Funk­tio­nen sind auch möglich.
  • Das CMS wird stän­dig wei­ter­ent­wi­ckelt, man ist also immer auf dem neu­es­ten Stand der Technik.
  • Vie­le Ent­wick­ler erwei­tern das CMS mit Tem­pla­tes (den Lay­outs), Plug­ins und Widgets.

Nach­tei­le von TYPO3:

  • Das CMS benö­tigt eine Daten­bank, die Ser­ver­ein­stel­lun­gen sind für den Lai­en nicht so ein­fach zu meistern.
  • Schwie­rig wird es auch im so genann­ten Backend, also dort, wo man die Ver­wal­tung des CMS ein­stellt: Um hier sein Sys­tem auf die eige­nen Wün­sche ein­zu­stel­len, braucht man mehr als nur gro­be Internetkenntnisse.

Das sagt die Agen­tur zu Typo3:

Typo3 ist sehr gut ska­lier­bar und wächst mit dem Unter­neh­men. Soll­ten spä­ter wei­te­re oder höhe­re Anfor­de­run­gen als beim Start hin­zu­kom­men, muss das CMS nicht gewech­selt wer­den. Dar­über hin­aus ist Typo3 sehr fle­xi­bel und für fast alle denk­ba­ren Anwen­dungs­fäl­le einsetzbar.
(Kai -Micha­el Rauch, Rauch Media)

Top 2 – Vom Blog-Sys­tem zum CMS: WordPress

wordpress-logo

Wor­d­Press begann eigent­lich als ein­fa­che Soft­ware, um ein Blog zu erstel­len. Das Sys­tem wur­de aber immer belieb­ter und so wächst es seit Jah­ren: neue Funk­tio­nen, neue Tem­pla­tes (mit denen Sie das Lay­out erstel­len) – inzwi­schen gibt es kaum Funk­tio­nen für eine Web­site, die mit Wor­d­Press nicht mög­lich wären. Doch so hat das CMS auch sei­ne Ein­fach­heit ver­lo­ren: Frü­her war es klein, kom­pakt und schick – heu­te ist es rela­tiv groß, kom­plex und vor allem schwerfällig.
Offi­zi­el­le Wor­d­Press-Sei­te: http://​wpde​.org/
Kos­ten­lo­ser Down­load von Wor­d­Press: http://​wpde​.org/​d​o​w​n​l​o​ad/

Vor­tei­le von WordPress:

  • Der Auf­wand für Instal­la­ti­on und Ein­rich­tung ist überschaubar.
  • Es gibt eine rie­si­ge Anzahl von Designs, also Tem­pla­tes – sowohl kos­ten­los als auch für klei­nes Geld.
  • Erwei­te­run­gen wie Plug­ins und Wid­gets ermög­li­chen jede Men­ge Funktionen.
  • Wor­d­Press eig­net sich gut für Suchmaschinenoptimierung.

Nach­tei­le von WordPress:

  • Größ­tes Pro­blem: Bei vie­len Besu­chern auf Ihrer Sei­te sind die Anfor­de­run­gen an den Daten­bank­ser­ver hoch.
  • Wor­d­Press lie­fert vie­le Updates, lei­der teil­wei­se mit Sicherheitsrisiken.
  • Die Ver­wal­tungs­ebe­ne, Backend genannt, ist nur begrenzt einstellbar.

Das sagt die Agen­tur zu WordPress:

Ganz ehr­lich: in einem Web­pro­jekt lässt sich ein und das sel­be Ziel mit allen gän­gi­gen CMS errei­chen – mit Wor­d­Press aber am schnells­ten. Der größ­te Vor­teil von Wor­d­Press ist die Ein­fach­heit der Anwen­dung mit dem qua­si selbst­er­klä­ren­den Admi­nis­tra­ti­ons­be­reich und die rie­si­ge Anzahl an Plug­ins. Die­se Din­ge machen es nicht umsonst zum welt­weit belieb­tes­ten CMS.“
(Jörg Gebau­er, new­shore Media)

Top 3 –  Das bes­te aus allen: CMS Contao

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Con­tao, vor­mals TYPO­light genannt, ist eine Art Best-of ver­schie­de­ner ande­rer CMS. Das Sys­tem ist ins­zwi­schen sehr beliebt, ent­spre­chend sind Leis­tung und Funk­tio­nen deut­lich ausgebaut.
Offi­zi­el­le Con­tao-Sei­te: https://​con​tao​.org/​de/
Kos­ten­lo­ser Down­load von Con­tao: https://​con​tao​.org/​d​e​/​d​o​w​n​l​o​a​d​.​h​tml

Vor­tei­le von Contao:

  • Die Ver­wal­tung ist auch für Lai­en ein­fach gestaltet.
  • Die Ver­wal­tungs­ebe­ne, also das Backend, lässt sich ein­fach und kom­plett auf die eige­nen Bedürf­nis­se anpassen.
  • Das Sys­tem ist schnell, auch bei vie­len Zugrif­fen auf die Datenbank.

Nach­tei­le von Contao:

  • Die Imple­men­tie­rung der Tem­pla­tes fürs Design erfor­dert Erfahrung.
  • Haben Sie vie­le Inhal­te ein­zu­ge­ben, kann es umständ­lich werden.

Das sagt die Agen­tur zu Contao:

Con­tao ist das CMS, das uns als Agen­tur alle Frei­hei­ten in den Berei­chen Design und Erwei­te­rungs­ent­wick­lung läßt und trotz­dem für den Kun­den leicht zu bedie­nen ist.“
(Axel Schaak, fruit­ME­DIA Inter­net­agen­tur)

Top 4 – Bau­kas­ten­sys­tem mit CMS-Struk­tur: Drupal

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Dru­pal ist eigent­lich nur ein Bau­kas­ten­sys­tem mit vie­len Funk­tio­nen und Mög­lich­kei­ten. Doch der Bau­kas­ten ist rie­sig. Dru­pal unter­schei­det sich von ande­ren Con­tent Manage­ment Sys­te­men vor allem durch ein dif­fe­ren­zier­tes Rol­len- und Rech­te­sys­tem. Damit unter­stützt es ins­be­son­de­re den Auf­bau von Com­mu­ni­tys, die gemein­sam an Inhal­ten arbei­ten und sich über The­men aus­tau­schen und infor­mie­ren wollen.
Offi­zi­el­le Dru­pal-Sei­te: https://​www​.dru​pal​.org
Kos­ten­lo­ser Down­load von Dru­pal: https://​dru​pal​.org/​d​o​w​n​l​oad

Vor­tei­le von Drupal:

  • Jede Men­ge Funk­tio­nen, die als Bau­stein ins Sys­tem inte­griert wer­den, ermög­li­chen Ihre indi­vi­du­el­le Website.
  • Das Backend ist indi­vi­du­ell gestaltbar.

Nach­tei­le von Drupal:

  • Aller­dings ist es nicht so ein­fach, das Backend anzupassen.
  • Inte­grie­ren Sie neue Funk­tio­nen, bedeu­tet das umfang­rei­chen Ein­griff im Backend.
  • Auch die Ser­ver­ein­stel­lun­gen und Lade­zei­ten müs­sen Sie ste­tig kontrollieren.

Das sagt die Agen­tur zu Drupal:

Wir schät­zen an Dru­pal die welt­wei­te, akti­ve, sym­pa­thi­sche Com­mu­ni­ty und die enor­me Fle­xi­bi­li­tät bei der Umset­zung indi­vi­du­el­ler Ide­en. Das CMS setzt da an, wo ande­re an ihre Gren­zen stoßen.
(Ste­phan Luc­kow, Rein­blau CMS Frame­wor­kers)

Top 5 – Das Con­tent Manage­ment Sys­tem für Fans: Joomla

joomla-logo

Joom­la gibt es schon eine gan­ze Wei­le und es hat sich eine fes­te Fan­ge­mein­de erar­bei­tet. Aller­dings blieb die Ent­wick­lung eini­ge Zeit ste­cken, erst mit den letz­ten Ent­wick­lungs­stu­fen mach­te es wie­der enor­me Fort­schrit­te, etwa bei der Suchmaschinentauglichkeit.
Offi­zi­el­le Joomla!-Seite: http://​www​.joom​la​.de/
Kos­ten­lo­ser Down­load von Joom­la!: http://​www​.joom​la​.org/​d​o​w​n​l​o​a​d​.​h​tml

Vor­tei­le von Joomla:

  • Die Instal­la­ti­on und Ein­rich­tung des CMS sind ein­fach und gut dokumentiert.
  • Es gibt jede Men­ge Erwei­te­run­gen und vor­ge­fer­tig­te Designs.

Nach­tei­le von Joomla:

  • Das Sys­tem bie­tet Hackern eini­ge Angriffs­mög­lich­kei­ten, da das Sys­tem erst mit vie­len Erwei­te­run­gen wirk­lich nutz­bar ist.
  • Auch das Manage­ment der Rech­te, also wer in dem Sys­tem was darf, ist nicht wirk­lich gut.

Das sagt die Agen­tur zu Joomla:

Joom­la! ist mit sei­nem schlan­ken Funk­ti­ons­um­fang und den modu­la­ren Aus­bau­mög­lich­kei­ten das für uns bes­te Sys­tem, wenn es um ska­lier­ba­re und ein­fach zu ver­wal­ten­de Web­site geht. Joom­la! ist für klei­ne, mitt­le­re aber auch gro­ße und besu­cher­star­ke Prä­sen­zen eine pro­fes­sio­nel­le Lösung, die mit den Ansprü­chen unse­rer Kun­den mit wach­sen kann.“ (Thors­ten Bas­ti­an von basta!media)

Top 6 – Klein aber fein: Das CMS Redaxo

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Reda­xo ist ein weni­ger ver­brei­te­tes CMS und funk­tio­niert ähn­lich dem TYPO3 oder TYPO­light. Es hat vor allem im deutsch­spra­chi­gen Raum sei­ne Fan­ge­mein­de. Auch Reda­xo bie­tet frei ver­füg­ba­re Erwei­te­run­gen und Modu­le und lie­fert selbst zahl­rei­che Objek­te mit, die für nahe­zu alle Anfor­de­run­gen Lösungs­an­sät­ze bereitstellen.
Offi­zi­el­le Reda­xo-Sei­te: http://​www​.reda​xo​.org/
Kos­ten­lo­ser Down­load von Reda­xo: http://​www​.reda​xo​.org/​d​e​/​d​o​w​n​l​o​ad/

Vor­tei­le von Redaxo:

  • Das CMS ist ein­fach und übersichtlich.
  • Weni­ger ist manch­mal mehr: Reda­xo belas­tet Ihre Daten­bank nicht so stark wie ande­re Con­tent Manage­ment Systeme.

Nach­tei­le von Redaxo:

  • Die Anpas­sung der Tem­pla­tes für das Design ist umständlich.
  • Das Sys­tem taugt ab Werk nur begrenzt für die Suchmaschinen.

Das sagt die Agen­tur zu Redaxo:

Ein flex­bi­les Sys­tem mit dem man schnell anspruchs­vol­le, wie auch ein­fa­che Web­sei­ten, such­ma­schi­nen­op­ti­miert und indi­vi­du­ell erstel­len und pfle­gen kann. Ein­fach, fle­xi­bel, sinn­voll” (Jan Kris­ti­nus von Yaka­ma­ra Media GmbH)

Grün­der­rat zu Open Source Con­tent Manage­ment Systemen:

Open-Source CMS haben ein Sicher­heits­pro­blem: In den meis­ten Fäl­len nut­zen Home­page-Besit­zer nicht das rei­ne Sys­tem des Her­stel­lers son­dern erwei­tern es durch Tem­pla­tes, Plug­ins und Wid­gets. Und hier ent­ste­hen dann unter Umstän­den Sicher­heits­lü­cken. Hel­fen kann hier natür­lich ein erfah­re­ner Pro­gram­mie­rer, der Ihr CMS kennt.

Einen wis­sen­schaft­li­chen Über­blick kön­nen Sie sich aber auch mit der 2013 erschie­ne­nen „Sicher­heits­stu­die Con­tent Manage­ment Sys­te­me (CMS)“ des Bun­des­am­tes für Sicher­heit in der Infor­ma­ti­ons­tech­nik ver­schaf­fen. Hier geht es zum kos­ten­lo­sen Down­load der Studie.
    

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