Unsere Top 5: Onlinetools um Infografiken zu erstellen

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Sie kennen das: Wenn Sie in einem Vortrag mit Ihren wichtigen Unternehmenszahlen arbeiten, dann schaut Sie das Publikum meist völlig überfordert an. Menschen haben zwar gelernt, Zahlen zu verstehen – das ist aber eine intellektuelle Arbeit. Wollen Sie dagegen Ihre Zuhörer emotional erreichen – und genau das wollen Sie! – dann brauchen Sie mindestens einen Vergleich: „In die Wohnung, die ich Ihnen verkaufen will, passen mindestens 10 Elefanten“, zum Beispiel. Doch was machen Sie, wenn gleich mehrere Zahlen und Variablen in Ihren Vortrag wichtig sind? Sie malen ein Chart: So können Sie visualisieren, was Sie meinen.

Auf diesem Prinzip basieren Infografiken: Wichtige Daten, Aussagen und Verknüpfungen von beidem zeigen Sie in einem Bild, in einer Grafik. Doch bevor Sie jetzt eierförmige Tortendiagramme und schräge Balken mit der Hand zeichnen, sollten Sie sich vielleicht mal diese fünf kostenlosen und online bedienbaren Infografik-Generatoren ansehen. Die helfen Ihnen, moderne und stilvolle Infografiken mit ein paar Klicks zusammenzustellen.

1. Infografiken erstellen mit: easel.ly

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Ein solches Online-Tool ist easel.ly, mit dem Sie ganze Infografiken erstellen können. Die Design-Möglichkeiten sind riesig und das Angebot ist bisher gratis. Allerdings kann man hier keine Zahlendateien importieren: Sie können also nicht aus Ihrer Exeldatei exportieren und diese dann direkt in eine Grafik verarbeiten sondern müssen die Daten einzeln mit der Hand eingeben. Dafür bietet der Service andere Freiheiten: Die vorgefertigten Templates enthalten viele Grafiken, die Sie stufenlos vergrößern und verkleinern sowie verschieben können.

Tipp: Mit Easel.ly gestalten Sie am besten Schaubilder, die Sie schnell benötigen, gut aussehen sollen und wenig Zahlenmaterial beinhalten. Vor allem die große Auswahl an Designs hilft Ihnen dabei.

2. Infografiken erstellen mit: piktochart

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Auch der Infografik-Generator piktochart liefert fertige Themes, das heißt Templates und Vorlagen.
Grundsätztlich können Sie den Online-Editor gratis nutzen – allerdings gibt es einen Premiumservice. Bei dem haben Sie eine wesentlich größere Auswahl an Vorlagen und können mehr Bilder hochladen und in Ihre Infografik integrieren. und erstellen. Die Premiumversion ist für monatliche 29 US-Dollar zu haben.
Die fertige Grafik können Sie als .png-Datei herunterladen – dies ist das meistverwendete verlustfreie Grafikformat im Internet.

Tipp: Piktochart ist sehr beliebt, passen Sie auf, dass Ihre Infografiken noch individuell sind. Überlegen Sie also sehr genau, welches Template Sie nutzen und suchen Sie lieber etwas länger in der Datenbank.

3. Infografiken erstellen mit: infogr.am

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Auch bei infogr.am können Sie Templates und Designelemente für eine Infografik online bearbeiten. Allerdings ist die Auswahl der Themes und einfügbaren Elemente deutlich geringer und weniger variabel als etwa bei Piktochart. Ein Vorteil hier: Sie können Ihre Daten aus einem Tabellenprogrammen wie zum Beispiel Microsoft Excel exportieren und dann bei infogram importieren. Die Daten werden dann Ihren Wünschen als Tabellen und Grafiken visualisiert. Ein wesentliches Problem: Ihre Infografik können Sie nur in der Pro-Version herunterladen. Wollen Sie beim kostenlosen Service bleiben, müssen Sie das Bild auf der Infogr.am-Website veröffentlichen und dann auf Ihrer Internetseite einbetten.

Tipp: Ok, wenn Sie einen Vortrag halten und dort Ihre toll entworfene Infografik präsentieren wollen, dann brauchen Sie diese als Download. Doch soll die Grafik vor allem im Internet eingebunden werden, dann ist die Einbettungsoption von infogram gar nicht so schlecht. Im Gegenteil: Wenn Sie anderen die Chance geben, Ihre Grafik auf deren Seiten ebenfalls einzubetten, dann haben Sie gleich einen Marketingeffekt. Vorausgesetzt, Sie haben die Grafik deutlich genug mit Ihrem Brand versehen.

4. Infografik und Social Reports: Venngage

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Auch venngage bietet einen Infografiken-Generator, den Sie kostenlos nutzen und online bearbeiten können. Auch hier gibt es eine Gratisversion, die erheblich weniger Designs und Themes liefert. Außerdem können Sie Ihre Infografik nicht als png-Datei exportieren. Das geht dann mit der Premiumversion, die monatlich 19 US-Dollar kostet. Als besonderen Service bietet Venngage ein so genanntes Social Analytics Tool: Mit dem verbinden Sie Ihre Accounts auf Facebook, Twitter, Google Analytics, Adwords oder Pinterest und überprüfen durch Tracking-Codes, welche Ihrer Kampagnen erfolgreich sind.

Tipp: Infografiken sind kein Selbstzweck, sie ersetzen nicht etwa das bunte Bildchen auf Ihrer Website sondern sie liefern wichtige Inhalte. Informationen, die Ihnen so wichtig sind, dass Sie sich die Mühe machen, diese grafisch aufzubereiten. Deswegen bauen Sie nicht wahllos Infografiken sondern nutzen Sie dieses Tool bewusst. Zum Beispiel als Kampagne für ein Ihnen wichtiges Thema. Und dann sollten Sie deren Erfolg auch auswerten.

5. Statistiken und Charts für Ihre Website: Google Databoard

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In den letzten Jahren ist Infografik als Suchbegriff förmlich explodiert, man spricht von 800 Prozent Steigerung. Logisch, dass sich der Google-Konzern dieses wichtige Thema nicht wegschnappen lässt und selbst einen Infografik-Generator anbietet: Google Databoard. Auch dieser ist kostenlos nutzbar. Und Google schöpft natürlich aus dem Vollen und liefert die Datenbasis gleich mit. Eine ganze Reihe von Studien sind integriert – aus denen können Sie passende Zahlen ganz einfach mit wenigen Klicks übernehmen und zu Ihren Infografiken hinzufügen.
Ihre fertigen Infografiken können Sie per E-Mail verschicken und über Google+, Facebook und Twitter teilen oder die URL weiterreichen. Der lokale Export als Datei ist noch nicht möglich.

Tipp: Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe. Sagte Winston Churchill. Doch noch viel schlimmer sind solche Datenerhebungen, die offensichtlich Grundregeln der Datenanalyse verletzen oder einfach nur absurd sind. Wenn Sie mit Zahlenmaterial arbeiten, dann nehmen Sie diese Zahlen ernst. 90 Prozent Zufriedenheit unter 8 Kunden ist kein Verkaufsargument. Besser ist es, nach aktuellen und fundierten Befragungen zu suchen und diese dann in Ihre Argumentation zu integrieren. Und vergessen Sie dabei nicht: Geben Sie die Quelle Ihrer Zahlen an.

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