Geldregen für Gründer: Neue Wachstumsfonds fördern Startups

© CeBit / Rainer Jensen

„Unsere Startups erhalten international viel Aufmerksamkeit, doch der deutsche Wagniskapitalmarkt ist im Verhältnis zu unserer Wirtschaftskraft immer noch zu klein“, weiß Sigmar Gabriel. Der Erkenntnis folgen nun Taten: Der Bundeswirtschaftsminister, der erst kürzlich auf der Digitalmesse CeBit den verbesserten „Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“ vorstellte, gab nun den Startschuss für zwei neue großvolumige Instrumente für mehr Risikokapital in Deutschland.

 

Der Fond „Coparion“ hat ein Volumen von 225 Millionen Euro und richtet sich an Unternehmen in der Startup- und frühen Wachstumsphase. Die ERP/EIF-Wachstumsfazilität hat ist 500 Millionen Euro schwer und soll großvolumiges Wachstum ermöglichen. „Das ist ein gutes Zeichen für die Startup-Szene in Deutschland“, begrüßte Niklas Veltkamp, Bitkom-Geschäftsleiter für Startups, diese neuen Fonds.

Insbesondere die Wachstumsfazilität, die Wagniskapitalbeteiligungen von 30 bis 40 Millionen Euro pro Jungunternehmen ermöglichen soll, sei sehr hilfreich, um die Probleme im Bereich der Wachstumsfinanzierung zu verringern. „Viel zu wenigen deutschen Startups gelingt es, rasch international zu expandieren. Um zum Global Player oder gar zum Global Leader zu werden, fehlt in Deutschland zu oft Wachstumskapital“ so Veltkamp.

Aktuell wird in den USA 40-mal mehr Venture Capital investiert als hierzulande. Auch im europäischen Vergleich rangiert Deutschland nur im Mittelfeld. „Unser Ziel muss sein, in Deutschland den besten Wachstumskapitalmarkt in Europa zu schaffen – und den Standort für Fonds attraktiv und wettbewerbsfähig zu machen“, so Veltkamp. Das zusätzliche Engagement des Bundes mit der KfW als Ankerinvestor sei ein wichtiger Schritt und wecke die Hoffnung, dass weitere private Investoren ermutigt werden.

Darüber hinaus hat der Bundeswirtschaftsministerium neben der Wachstumsfinanzierung auch für die frühere Phase der Startup-Finanzierung Maßnahmen ankündigt. So ist ein dritter High-Tech Gründerfonds mit einem Volumen von etwa 300 Millionen Euro geplant, und die Fördergrenze beim INVEST-Programm soll von 250.000 auf 500.000 Euro verdoppelt werden. „In der Vergangenheit haben sich bereits die finanziellen Möglichkeiten in der frühen Gründungsphase von Startups stark verbessert, nicht zuletzt dank staatlichen Engagements in Fördermaßnahmen und den High-Tech-Gründerfonds“, sagte Veltkamp.

Nähere Erläuterungen zur Funktionsweise der neuen Förderinstrumente stellt das BMWi als PDF zum Download bereit.

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