Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Geld­re­gen für Grün­der: Neue Wachs­tums­fonds för­dern Startups

Sig­mar Gabri­el macht meh­re­re hun­dert Mil­lio­nen Euro locker, um Deutsch­land als Stand­ort für Wag­nis­ka­pi­tal attrak­ti­ver zu machen. Pro­fi­tie­ren sol­len Start­ups mit inno­va­ti­ven Tech­no­lo­gi­en und Grün­der mit Expansionsplänen.

Unse­re Start­ups erhal­ten inter­na­tio­nal viel Auf­merk­sam­keit, doch der deut­sche Wag­nis­ka­pi­tal­markt ist im Ver­hält­nis zu unse­rer Wirt­schafts­kraft immer noch zu klein“, weiß Sig­mar Gabri­el. Der Erkennt­nis fol­gen nun Taten: Der Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter, der erst kürz­lich auf der Digi­tal­mes­se CeBit den ver­bes­ser­ten „Grün­der­wett­be­werb – Digi­ta­le Inno­va­tio­nen“ vor­stell­te, gab nun den Start­schuss für zwei neue groß­vo­lu­mi­ge Instru­men­te für mehr Risi­ko­ka­pi­tal in Deutschland. 

 

Der Fond „Copa­ri­on“ hat ein Volu­men von 225 Mil­lio­nen Euro und rich­tet sich an Unter­neh­men in der Start­up- und frü­hen Wachs­tums­pha­se. Die ERP/EIF-Wachs­tums­fa­zi­li­tät hat ist 500 Mil­lio­nen Euro schwer und soll groß­vo­lu­mi­ges Wachs­tum ermög­li­chen. „Das ist ein gutes Zei­chen für die Start­up-Sze­ne in Deutsch­land“, begrüß­te Niklas Velt­kamp, Bit­kom-Geschäfts­lei­ter für Start­ups, die­se neu­en Fonds. 

Ins­be­son­de­re die Wachs­tums­fa­zi­li­tät, die Wag­nis­ka­pi­tal­be­tei­li­gun­gen von 30 bis 40 Mil­lio­nen Euro pro Jung­un­ter­neh­men ermög­li­chen soll, sei sehr hilf­reich, um die Pro­ble­me im Bereich der Wachs­tums­fi­nan­zie­rung zu ver­rin­gern. „Viel zu weni­gen deut­schen Start­ups gelingt es, rasch inter­na­tio­nal zu expan­die­ren. Um zum Glo­bal Play­er oder gar zum Glo­bal Lea­der zu wer­den, fehlt in Deutsch­land zu oft Wachs­tums­ka­pi­tal“ so Veltkamp. 

Aktu­ell wird in den USA 40-mal mehr Ven­ture Capi­tal inves­tiert als hier­zu­lan­de. Auch im euro­päi­schen Ver­gleich ran­giert Deutsch­land nur im Mit­tel­feld. „Unser Ziel muss sein, in Deutsch­land den bes­ten Wachs­tums­ka­pi­tal­markt in Euro­pa zu schaf­fen – und den Stand­ort für Fonds attrak­tiv und wett­be­werbs­fä­hig zu machen“, so Velt­kamp. Das zusätz­li­che Enga­ge­ment des Bun­des mit der KfW als Anker­in­ves­tor sei ein wich­ti­ger Schritt und wecke die Hoff­nung, dass wei­te­re pri­va­te Inves­to­ren ermu­tigt werden. 

Dar­über hin­aus hat der Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um neben der Wachs­tums­fi­nan­zie­rung auch für die frü­he­re Pha­se der Start­up-Finan­zie­rung Maß­nah­men ankün­digt. So ist ein drit­ter High-Tech Grün­der­fonds mit einem Volu­men von etwa 300 Mil­lio­nen Euro geplant, und die För­der­gren­ze beim INVEST-Pro­gramm soll von 250.000 auf 500.000 Euro ver­dop­pelt wer­den. „In der Ver­gan­gen­heit haben sich bereits die finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten in der frü­hen Grün­dungs­pha­se von Start­ups stark ver­bes­sert, nicht zuletzt dank staat­li­chen Enga­ge­ments in För­der­maß­nah­men und den High-Tech-Grün­der­fonds“, sag­te Veltkamp.

Nähe­re Erläu­te­run­gen zur Funk­ti­ons­wei­se der neu­en För­der­instru­men­te stellt das BMWi als PDF zum Down­load bereit.

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