Die besten Startups des Goethe-Unibator 2016: Goethe-Innovations-Preisträger auf dem INNOVATIONSFORUM 2016

© Joppen

Es ging um nicht weniger als die Zukunft: Im diesjährigen Live-Talk auf dem INNOVATIONSFORUM, moderiert von Gabor Steingart (Herausgeber des Handelsblatt), diskutierten Frank Strauß (Vorstandsvorsitzender Deutsche Postbank AG), Olaf Koch (Vorstandsvorsitzender Metro AG) , Petra Justenhoven (Vorstand Pricewaterhouse-Coopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) und Klaus Rosenfeld (Vorstandsvorsitzender Schaeffler AG) die „Breaking Views: Die Welt von morgen“. „Das Goethe INNOVATIONSFORUM ist eine ungewöhnliche Veranstaltung in zweierlei Hinsicht: Spitzenvertreter der Wirtschaft diskutieren in der Goethe-Universität, um den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Und sie treffen junge Startups aus der universitären Szene, die hier einen Innovationspreis gewinnen können. Das Konzept, die jungen Kreativen mit hochkarätigen CEOs zusammenzubringen, hat sich auch dieses Mal wieder voll und ganz bewährt und die Frankfurter Goethe-Universität einen Abend lang zum Mittelpunkt von spannenden Gesprächen über Trends und Kreativität in der Wirtschaft gemacht“, sagt Dr. Friederike Lohse, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität.

Mit dem Innovationspreis, gestiftet von der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität, wurden drei Startups ausgezeichnet. Dr. Friederike Lohse, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität und Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff gratulierten den Gründern der drei Gewinner-Startups, deren Unternehmen aus dem Goethe-Unibator – der Startup-Brutstätte der Goethe-Uni – hervorgegangen sind:

Den mit 10.000 € dotierten 1. Preis erhielt RhabdoTec.

RhabdoTec-innovationsforum-praemiert-die-besten-startups-des-goethe-unibatorDas Team RhabdoTec besteht aus den drei Wissenschaftlern: Diplom-Bioinformatiker Kenan Bozhüyük, M. Sc. Mol. Biotech. Florian Fleischhacker und Dr. Darko Kresovic, die seit mehr als drei Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiter an der Goethe- Universität Frankfurt beim Institut für Molekulare Biowissenschaften in der Abteilung von Prof. Dr. Helge B. Bode beschäftigt sind und diese Tätigkeit im Sommer des Jahres 2016 mit der Promotion im Fach Biologie abschließen werden oder bereits abgeschlossen haben. Das Team wird komplettiert durch Dipl.-Ing. Felix Wersich.
Begründung der Jury: „Diese herausragende naturwissenschaftliche Innovation zur Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen wie Antibiotika beeindruckte die Juroren. Hier sind hochqualifizierte Wissenschaftler, die außerdem Unternehmergeist haben, mit einem vielversprechenden Ansatz, der viel disruptives Potential hat. Das beweist das Interesse von großen Pharmaunternehmen. Wir wissen, wie langwierig und schwierig Gründungen im Bereich Biotech sind. Aber das Team um Prof. Bode zeigt, dass Forscher nicht nur publizieren, sondern auch patentieren und hoffentlich dann in 2018 ausgründen können.“

Der mit 5000 € dotierten 2. Preis ging an Legalhead

legalhead-innovationsforum-praemiert-die-besten-startups-des-goethe-unibatormit den Gründern Samuel Ju, Clemens Reichel und Fabian Schebanek. Legalhead ist die erste mobile juristische Jobsuche- und Jobwechsel-App für Berufseinsteiger und berufserfahrene Anwälte. Durch den klaren Fokus auf den juristischen Bereich und die innovative Technologie ermöglicht Legalhead ein effektives Matching von Bewerberinnen und Bewerbern mit Unternehmen und ist eine mobile, interaktive und kostengünstige Alternative zum klassischen Stellenmarkt und zu Personalberatern und Headhuntern. Unter dem Dach der Muttergesellschaft, der Mobilehead Holding GmbH, ist im 4. Quartal dieses Jahres der Launch von weiteren Plattform für Ärzte (Medihead), Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (Taxhead) und Consultants (Consulthead) geplant.
Begründung der Jury: „Im War for Talents um Juristen können sich Arbeitgeber und Kandidaten einer Job-Matching-App bedienen, die interessant ist und durch einen speziellen Pairing-Algorithmus die Stellenbesetzung optimiert. Dieses Team hat uns letztes Jahr in einem frühen Stadium schon begeistert und hat heute, mit über 30 Anwaltskanzleien als Kunden und als GmbH ausgegründet, ein durch einige Markterfahrung bestätigtes Geschäftsmodell.“
Mehr zum Startup: www.legalhead.de

Der 3. Preis mit 2.000 Euro geht an LIME medical

lime-medical-innovationsforum-praemiert-die-besten-startups-des-goethe-unibatormit den Gründern Pascal Lindemann (19 Jahre), Christian Schorr (18 Jahre) und Dominic Libanio (20 Jahre). LIME medical entwickelt, produziert und vertreibt innovative Rehabilitationsrobotik zur Nachbehandlung der Finger. Aktuell ist die Nachbehandlung der Hand nach einem Arbeitsunfall oder einem Schlaganfall durch einen Mangel der Fachkräfte und Mittel sehr unzureichend. Mit dem Therapiegerät HERAX erweitert das Startup das bereits für Knie und Schulter etablierte Konzept der Roboter-Physiotherapie auf die Therapie der Finger. Der Patient erhält nicht nur eine intensivere Bewegungstherapie, sondern kann diese auch bequem zu Hause auf dem Sofa durchführen. Angesteuert wird HERAX mit einer übersichtlichen Smartphone-App, die die Behandlungen automatisch an den Patienten anpasst.
Begründung der Jury: „Eine durchaus innovative Idee löst ein wichtiges Problem im Gesundheitswesen durch den Einsatz von Roboter-Physiotherapie. Auch wenn die Umsetzung noch in den Anfängen steckt, haben uns die drei selbstbewussten jungen Gründer beeindruckt, die bereits als Schüler ihre Idee so zielstrebig verfolgt haben. Wir machen deshalb eine Ausnahme, denn keiner der drei ist bisher Student, aber Pascal Lindemann wird sich zum Sommersemester an der Goethe-Universität einschreiben.“

Mehr zum Startup: www.lime-medical.de

Auch der Leiter des Goethe-Unibators ist nicht nur stolz auf seine Gründerteams und die Gewinner, er sieht auch das INNOVATIONSFORUM als wichtiges Event des Jahres: „Für die Startups aus dem Unibator war das INNOVATIONSFORUM 2016 erneut eine optimale Plattform, um sich mit den Größen aus Industrie und Wirtschaft zu vernetzen und sich einem breiten Publikum zu präsentieren“, sagt Dr. Sebastian Schäfer.

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Die Finalisten des Goethe-Innovation-Preis zusammen mit Uni-Präsidentin Prof. Birgitta Wolff und  Dr. Friederike Lohse sowie Prof. Andreas Hackethal und Dr. Sebastian Schäfer vom Goethe-Unibator (3. und 1. v.r.).

7. September 2016

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