Noch zehn Tage: Countdown für ersten deutschen Digitaltag

Für den virtueller Aktionstag für digitale Teilhabe am 19. Juni 2020 sind bereits mehr als 200 Online-Formate angemeldet. Hier sind sieben Beispiele.

Wie sieht das digitale Dorf der Zukunft aus? Wie kann ehrenamtliches Engagement auf lokaler Ebene vernetzt und abgestimmt werden? Und wie kann die Digitalisierung Ernteerträge steigern? Um diese und andere Fragen dreht sich der erste Digitaltag in Deutschland, der am 19. Juni 2020 stattfindet.

In zehn Kategorien sind bereits mehr als 200 virtuelle Veranstaltungen verschiedenster Formate für digitale Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen angekündigt. Beispielhaft für das Leben in Stadt und Land stellt die Initiative “Digital für alle” sieben Aktionen vor. Das vollständige Veranstaltungsangebot kann hier abgerufen werden.

Online-Diskussionsforum – Digitaler Wandel im Vergleich zwischen Stadt und Land (Hochschule Furtwangen)

Die Hochschule Furtwangen stellt für den Digitaltag ein Online-Diskussionsforum bereit, um sich über Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in Stadt und Land auszutauschen. Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat die Digitalisierung des öffentlichen und privaten Lebens an Bedeutung gewonnen. Sie wurde in kürzester Zeit in vielen Bereichen von einer Möglichkeit zur alternativlosen Notwendigkeit. Der digitale Wandel ist jedoch kein Naturereignis, sondern wird immer noch von uns allen gemacht! Deshalb soll zum Digitaltag ein breites Stimmungsbild bei den Bürger*innen eingeholt werden. Ihre Meinungen und Ideen sollen in Handlungsempfehlungen an Politik und Kommunalverwaltung übersetzt werden. Das Diskussionsforum wird am Digitaltag freigeschaltet und findet anhand von Leitfragen, -themen und Impulsen statt. Mehr erfahren.

Digitalisierung findet (in Bayern) Stadt (Bayerischer Städtetag)

Wie digital sind Bayerns Kommunen? Dieser Frage gehen die Mitglieder des Bayerischen Städtetags nach und stellen in kurzen Videobotschaften ihre digitalen Projekte und Pläne vor. Auf staedtetag.blog werden die gesammelten Videobotschaften am Digitaltag bereitgestellt. Das Projekt wird zusätzlich bei Twitter begleitet. Die bayerischen Städte und Gemeinden wollen zeigen, dass sie für die Bürgerinnen und Bürgern auch in der digitalen Welt ein fester Anker sind und die Daseinsvorsorge digital wie analog erbringen. Mehr erfahren.

Online-Ausstellung “Das digitale Dorf der Zukunft” (VHS-Zweckverband Diemel-Egge-Weser):

Im Landkreis Höxter nutzen 30 Dörfer die Chance der Digitalisierung, um ihre Daseinsvorsorge, Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit zu sichern. Sie alle beteiligen sich am Projekt Dorf.Zukunft.Digital, bei dem ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger bedarfsgerecht digitale Anwendungen erproben und ihre digitale Kompetenz schulen. Sie wurden befragt, welche digitalen Dienste sie sich von Gemeinde und Kreis wünschen, wie die Digitalisierung in Corona-Zeiten die Menschen vor Ort unterstützen kann, und um eine Vision gebeten, wie ihr digitales Dorf im Jahr 2025 aussieht. Die Ergebnisse werden am Digitaltag vorgestellt. Alle Interessierten können online die Ausstellung “Das digitale Dorf der Zukunft” besuchen und dabei erfahren, wie kreativ und engagiert Dorfgemeinschaften die digitale Transformation anpacken wollen, um ihre Heimat zukunftsfit zu gestalten. Mehr erfahren.

Smart Village im Hohen Fläming, Innovation im ländlichen Raum gestalten – Diskussionsrunde zum Projekt Smart Village (Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) & Smart Village e.V. & DigitalAgentur Brandenburg)

Der Verein Smart Village versteht sich als Reallabor zur Erprobung digitaler Werkzeuge im ländlichen Raum. Das regionale Smart Village-Netzwerk im brandenburgischen Hohen Fläming zielt darauf ab, die Chancen der Digitalisierung für den ländlichen Raum nutzbar zu machen. Der Wirkungskreis von Smart Village erstreckt sich über die Fokusgemeinden Bad Belzig und Wiesenburg (Mark) hinaus in die gesamte Region des Hohen Flämings.

Vorgestellt werden das Projekt “Alles auf offen – Das Fläming-Labor für Transparenz und Beteiligung” zur Förderung von Teilhabe und Innovationen im ländlichen Raum, die Bad Belzig App zur Bündelung digitaler Dienste und Angebote für Bevölkerung und Gäste der Stadt und der Medienstammtisch im Hohen Fläming, um Medienschaffende einer dünn besiedelten Region zusammenzubringen, Kräfte zu bündeln und gemeinsame Stärken aufzubauen. Zielgruppen sind Bürgerinnen und Bürger, Gemeinden, Landkreise und Startups. Mehr erfahren.

How to Communi – WÜRTTEMBERG special (Pädagogisch-Theologisches Zentrum der Evangelischen Landeskirche in Württemberg)

Wie vernetzt man sich mit lokalen Akteuren einer Kommune, damit nicht jedes Jahr die Sommerfeste der Kirchengemeinde, des Sportvereins, des Kindergartens oder der Grundschule an ein und demselben Wochenende stattfinden? Vernetzte Zusammenarbeit und Kommunikation sind Schlüsselelemente einer digitalen kommunalen Kultur. Die Evangelische Landeskirche in Württemberg stellt dafür eine App (Communi) zur Verfügung. Ein Online-Seminar am Digitaltag bildet den Kick-off dieser Vernetzungs- und Kommunikations-App. Den Teilnehmenden werden die Funktionen der App sowie praktische Anwendungsbeispiele vorgestellt. Anschließend gibt es eine Frage-und-Antwort-Runde, um über das Thema vernetzte Zusammenarbeit anhand der App ins Gespräch zu kommen. Mehr erfahren.

Onlineumfrage zum Angebot an digitalen Dienstleistungen (Kreisverwaltung Wesel)

Für die Kreisverwaltung Wesel ist Digitalisierung nichts grundlegend Neues. Seit einiger Zeit werden bereits verschiedene Dienstleistungen online angeboten. Im Jahr 2019 wurde eine Digitalisierungsstrategie entwickelt. Neben den rechtlichen Anforderungen verfolgt diese vor allem das Ziel, die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden der Verwaltung bei der Entwicklung von digitalen Angeboten in den Mittelpunkt zu stellen. In einem ersten Schritt soll per Online-Abfrage die Diskussion eröffnet werden, wie das bestehende Angebot bewertet und was darüber hinaus gewünscht wird. An der Umfrage kann am Digitaltag hier teilgenommen werden.

Digitale Landwirtschaft live erleben: Kirschen optimieren und Hanffasern nutzen (Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V.)

Mit einem Livestream vom Feld öffnet das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB) die Pforten seines Fieldlabs for Digital Agriculture in Potsdam. Interessierte können den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern live bei Messungen an Hanf und Kirschen über die Schulter schauen. Sensoren kontrollieren, Daten interpretieren, Wachstum vorhersagen, Erntezeiten berechnen – es gibt viel zu tun im Fieldlab for Digital Agriculture.

Aktuell arbeiten etwa 30 Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Präzisionslandwirtschaft, Fernerkundung und Geowissenschaften auf der 27 ha großen Fläche, die unter anderem Apfel- und Kirschanlagen, Weizen-, Kartoffel- und Hanffelder umfasst. Im Livestream wird unter anderem gezeigt, wie sich die Erträge der Kirschen steigern lassen und welche Bedingungen die Faserpflanzen Hanf, Öllein und Nessel benötigen und welche Potenziale diese für Landwirtschaft und Industrie haben. Mehr erfahren.

Digitale Teilhabe nachhaltig fördern

Der Digitaltag ist ein bundesweiter Aktionstag und findet am 19. Juni 2020 erstmals statt. Trägerin ist die Initiative “Digital für alle”, in der 28 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand versammelt sind. Ziel ist die Förderung der digitalen Teilhabe. Unter dem Hashtag #digitalmiteinander soll der Aktionstag Menschen in ganz Deutschland miteinander verbinden und bietet eine Plattform, um verschiedenste Aspekte der Digitalisierung zu beleuchten, Chancen und Herausforderungen zu diskutieren und einen breiten gesellschaftlichen Dialog anzustoßen.

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