Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Zeitungen – wie geht es mit ihnen weiter

Der Spiegel-Journalist Cordt Schnibben spricht am 20. Januar im Kupferbau der Universität Tübingen über alte und neue Aufgaben der Zeitung – und geht der Frage nach, wie die digitale Revolution den Qualitätsjournalismus verändert und unsere Mediennutzung insgesamt transformiert.

5/5 (4)

Auf Twitter gehen Nachrichten blitzschnell um die Welt, Online-Medien liefern Echtzeit-Berichterstattung, die Öffentlichkeit ist in den Zeiten des Web 2.0 und der Sozialen Netzwerke für jedermann zugänglich. Welche Aufgabe haben in dieser Situation eines dramatischen Medienumbruchs die Printmedien? Welche Rolle kommt ihnen zu, wenn doch die aktuellsten Nachrichten stets schon im Netz zu lesen waren? Welche Zukunft hat ein Medium, das manche bereits leichtfertig verloren geben und als „sinnlose, egoistische Obsession mit toten Bäumen“ (so der Medieninvestor David Montgomery) verspotten? Welche Möglichkeiten gibt es, Auflagenverluste zu stoppen und einbrechende Anzeigenerlöse auszugleichen?

Der Spiegel-Journalist Cordt Schnibben spricht am 20. Januar im Kupferbau der Universität Tübingen über alte und neue Aufgaben der Zeitung – und geht der Frage nach, wie die digitale Revolution den Qualitätsjournalismus verändert und unsere Mediennutzung insgesamt transformiert. Schnibben selbst ist ein Experte für die alte und die neue Medienwelt: Er hat mit Langzeit-Reportagen alle wichtigen Preise des Print-Journalismus gewonnen (Egon-Erwin-Kisch-Preis, Henri-Nannen-Preis, Theodor-Wolff-Preis), Dokumentarfilme fürs Fernsehen gedreht (Adolf-Grimme-Preis), gemeinsam mit anderen Autoren das Reporter-Forum gegründet (eine Initiative zur Ausbildung und Qualitätssicherung im Journalismus), eine eigene News-App entwickelt und mit verschiedenen Essays eine breite öffentliche Debatte über die Zukunft der Zeitung ausgelöst. Schnibben: „Wir haben uns zu lange darauf verlassen, dass Verlage und Verleger die Konzepte entwickeln, die uns und unseren Journalismus sichern. Wenn wir zukünftig diese Konzepte für neue Medien und neue Formen nicht entwickeln, dann dürfen wir uns nicht beklagen, wenn der Journalismus langsam zugrunde gespart wird.“

„Die digitale Revolution – Wie sich der Journalismus verändern muss“
Am Montag, 20. Januar 2014, um 16.15 Uhr
im Kupferbau, Hörsaal 22 (Hölderlinstraße 5) der Universität Tübingen.

Zum Vortrag sind Studierende aller Fakultäten sowie die interessierte Öffentlichkeit eingeladen. Die Veranstaltung wird von dem Tübinger Medienwissenschaftler Professor Bernhard Pörksen moderiert.

Weitere interessante Artikel

Darmstadt oder Nairobi: Merck sucht neue Startups für das Accelerator-Programm 2017 Merck startet die Bewerbungsphase für Accelerator-Programme in Darmstadt und Nairobi mit erhöhter Förderungssumme und neuem Standort. Zu den Bereichen...
E-Mail Marketing besonders erfolgreich E-Mails sind direkter und wirken langfristiger: In einer aktuellen Studie zeigt sich das Marketing mit der digitalen Post als besonders effizient.

Bitte bewerte diesen Artikel:

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

X