Gründerstory Podimo: Startup baut Podcast-Ökosystem

Wie kann man mit Podcasts Geld verdienen? Das will das dänische Startup Podimo mit Sitz in Berlin für alle Podcaster einfacher machen.

Die Mission von Podimo ist es, gemeinsam mit der deutschen Podcaster-Community ein nachhaltiges Ökosystem für Podcasts aufzubauen, das Podcaster dabei unterstützt, für ihre Inhalte auch finanziell honoriert zu werden. Hörern wollen wir das Entdecken von interessanten Podcasts leichter machen.

Name: Podimo Startup aus: Dänemark/Berlin Gegründet: 2019 Webseite: podimo.com/de/

Das ist Podimo:

„Podimo – A world of Podcasts!”

Der Pitch

Podcasts boomen. Immer mehr Menschen entdecken das Ausdrucksmedium für sich, was dazu führt, dass täglich neue Formate produziert werden. Für Hörer bedeutet dies eine große Auswahl an Inhalten und die Herausforderung darunter das den besten Podcast für sich herauszufiltern. Mit Podimo möchten wir es Usern einfach machen spannende Podcasts zu finden, indem wir ihnen auf der Grundlage ihrer persönlichen Interessen und Genre-Präferenzen Podcasts vorschlagen.

Die zweite große Herausforderung liegt auf der Seite der Podcaster. Was die meisten nicht wissen ist, dass die meisten Podcaster kein, bzw., nur sehr wenig Geld mit ihren Podcasts zurückgespielt bekommen. Wenn man Podcasts über herkömmliche Plattformen hört,  fällt dabei nichts an die Podcaster ab. Das möchten wir ändern. Damit Podcasts sich langfristig so stark weiterentwickeln können, braucht es auch ein starkes finanzielles Ökosystem, dass diese tollen Inhalte finanziert. Das möchten wir durch verschiedene Programme für eine Umsatzbeteiligung ändern.

Das ist unsere Zielgruppe und das ist unser Markt …

Wir wollen all denen ein digitales Audio-Zuhause bieten, die auf der Suche nach Geschichten sind, die unterhalten, inspirieren und sie herausfordern. Wir wollen ein Ort sein, an dem lokale und globale Themen erfahrbar werden. Auf Podimo finden Hörer hunderte Podcasts aus jedem Genre. Mit Eigenproduktionen in den Bereichen True Crime, Documentaries & Personal Stories und Personal Growth, möchten wir dieses Jahr einen Fokus setzen. Da wir natürlich auch einen sehr ausgeprägten B2B-Aspekt haben, richten wir uns an Podcaster sowie Verlags- und Medienhäuser. Ihre Herausforderung  ist, dass sie, nach einer neuen Möglichkeit der Monetarisierung ihrer redaktionellen Inhalte suchen.

Das sind unsere Konkurrenten, das sind unsere USPs …

Es gibt viele Apps auf denen Podcasts gehört werden können, aber Podimo ist aktuell die einzige Plattform, die Podcaster an den erzielten Einnahmen beteiligt. Wir glauben, dass wir uns damit wesentlich von der Konkurrenz unterscheiden und einen großen Beitrag leisten können, um Podcasts auch finanziell nachhaltig aufzustellen.

So kam uns die Idee …

Nicolaus Berlin, der deutsche Geschäftsführer von Podimo, ist seit Jahren in der deutschen und österreichischen Podcasts-Szene aktiv. Daher hat er sich entschieden, seine Leidenschaft zum Beruf und zur Berufung zu machen. Er gründete einst selbst das Startup BesserFM. Das „Mutterstartup“ Podimo ist ein dänisches Podcast-Startup, das von erfahrenen Seriengründern aus Dänemark gegründet wurde. Sie haben viele Jahre im Bereich des Audio-Streamings gearbeitet.

Die ursprüngliche Idee kam von Morten Strunge der die skandinavische Hörbuch Plattform Mofibo gegründet hat. Von dort hat er die Entwicklung im Podcast Markt genau beobachtet und sich gewundert, dass immer mehr Menschen Podcasts hören, Podcasts machen, aber keiner wirklich Geld damit verdient. Damit sich ein Medium auch langfristig behauptet braucht es auch eine wirtschaftliche Berechtigung. Aus diesem Hintergrund ist die Vision geboren ein Ökosystem zu entwickeln, dass Podcaster dabei unterstützt mit ihrer Arbeit auch etwas zu verdienen.

Die Geschichte hinter dem Namen unseres Startups …

Podimo kommt von „PODcast” und war der erste Arbeitstitel der Morten zugeflogen ist. Somit wurde in allen ersten Gesprächen rund um die Idee immer von Podimo gesprochen und das Team hat sich schnell in den Namen verliebt und sich entschieden ihn zu behalten.

Stichwort Lean Startup: So haben wir unsere Idee vorab getestet …

Das Gründerteam hat schon viel Erfahrung im Audio-Streaming gesammelt, sowie einige Unternehmen gegründet. Als das Team anfing war klar, dass es schnell gehen muss und somit wurde gleich losgelegt. Um den Start beschleunigen zu können wurden gleich zwei Firmen in Podimo integriert und ihre Teams mitgebracht. Die eine steuerte das gesamte Tech Team bei und die andere das Deutsche Team. 

Bevor es wirklich los ging, konnten wir schon einiges an Kapital einsammeln, um uns so stark wie möglich auf dem Markt aufzustellen. Somit konnten wir in Dänemark nach nur einigen Monaten mit über 100 exklusiven Podcasts starten, waren schon an Tag eins die Nummer 1 App im dänischen App Store und haben nach nur wenigen Monaten schon über 1% der dänischen Bevölkerung als Hörer gewonnen.

Das hat natürlich sehr geholfen, um in den Markt zu starten. Gleichzeitig ist das Team sehr entschlossen alles als Test zu strukturieren und datengetrieben so schnell und so viel wie möglich zu lernen. Trotz unseres beschleunigten Starts haben wir dementsprechend die Grundprinzipien eines „Lean Startups” verinnerlicht und versuchen Podimo so eng wie möglich am Markt zu entwickeln.

So haben wir uns finanziert …

Wir haben von zwei größeren Fonds aus Dänemark und Deutschland ein Risiko-Kapital-Funding erhalten. Allein im vergangenen Jahr belief sich dies auf sechs Millionen Euro.

Namhafte Investoren …

Wir sind von Heartcore Capital aus Dänemark und e.Ventures aus Deutschland, sowie von einigen namhaften Angel Investoren mit viel Erfahrung in der Audio Streaming-Industrie finanziert. Das ist wahnsinnig hilfreich, denn hier bekommen wir viel Unterstützung und können auf einen riesigen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Das sind unsere bisher erreichten Meilensteine …

Innerhalb der letzten fünf Monate sind wir in Dänemark und in Deutschland gestartet, haben schnell wachsende Nutzerzahlen und mehrere Tausend Podcasts, die eng mit uns arbeiten. Mit der Entwicklung sind wir bisher sehr zufrieden, haben aber noch eine ganze Menge Arbeit vor uns, um für Hörer und Podcaster das beste Podcast Erlebnis zu schaffen.

Das ist unsere Vision …

Unser Ziel ist ebenso wie auch in Dänemark, wo schon 1% der gesamten Bevölkerung Podimo nutzen, eine führende App für Podcasts zu werden. In fünf Jahren möchten wir europaweit vertreten sein. In Deutschland ist es unser klares Ziel, der bevorzugte Partner von Podcastern zu werden und ihnen eine Infrastruktur zu bieten, die sie dabei unterstützt, ihre Podcasts zu verbreiten. Wir wollen auch stark im Bereich der Eigenproduktionen werden – hier werden wir in den kommenden Monaten noch mehr Formate launchen.

Das waren die bisher erfolgreichsten Marketing- & PR-Maßnahmen für uns …

Was uns am meisten weiterbringt, das sind strukturierte Tests in jeglicher Hinsicht. Alles was wir machen, sei es neue Marketingkampagnen oder Content-Entwicklung, wird mit KPIs versehen und gemessen. Unser gesamtes Team hat dieses “Learning Mindset” verinnerlicht und scheut sich daher nicht davor jeder noch so verrückten Idee nachzugehen. Wenn wir irgendwo ein Anzeichen sehen, dass etwas funktioniert, dann gehen wir der Sache mit noch mehr Ressourcen nach. Sollte sich etwas nicht behaupten, dann stellen wir es auch schnell wieder ein. Wir versuchen nicht in Fehlern zu denken, sondern in Chancen so schnell wie möglich zu lernen. Dazu gehört auch herauszufinden was nicht funktioniert. Daher würde ich sagen war es nicht eine bestimmte Maßnahme, die uns bis jetzt am meisten geholfen hat, sondern unsere neugierige und passionierte Team Kultur. Wir wollen unseren Usern und den Podcastern, die perfekte Umgebung bieten.

Diese Fehler würden wir beim nächsten Mal vermeiden…

Wir sind im November 2019 mit Podimo gestartet und mussten feststellen, dass wir eine Sache unterschätzt haben: Einige Podcaster hatten Sorge, dass ihre bei anderen Plattformen frei verfügbaren Podcasts bei Podimo erst nach der Registrierung zugänglich sind. Das haben wir im Dialog rasch angepasst. In Zukunft kann jeder die App für die abo-freien, nicht-exklusiven Inhalte verwenden, ohne dass sie sich als Nutzer registrieren müssen. Daraus haben wir auch gelernt einen besseren Überblick über die verschiedenen Gruppen an und Interessen von Podcastern zu gewinnen und den Dialog zu vertiefen, um alle Bedürfnisse besser zu verstehen.

Webseiten, Apps oder Tools, die wir nutzen …

Wir arbeiten zum größten Teil mit der ganzen Google Suite. Ansonsten hilft uns Asana sehr dabei unsere Projekte zu strukturieren und einen Überblick zu bewahren woran das ganze Team arbeitet. Das können wir nur wärmstens empfehlen, denn es hilft sehr mit klar definierten Verantwortungen und Deadlines zu arbeiten. Zusätzlich hat es den Vorteil, dass das ganze Team bescheid weiß woran alle arbeiten.

Podimo im Google Play Store / und im Apple App Store

Eure Tipps für andere Gründer …

Das wichtigste ist das Team. Das ist eine „Binsenweisheit“, aber es bestätigt sich jeden Tag, dass man nur mit denen vorankommst, die wirklich hinter der Idee stehen. Ansonsten hilft der persönliche Austausch mit Menschen die an ähnlichen Themen arbeiten immer sehr weiter. Es bringt einen immer auf neue Ideen und erweitert den Horizont.

Überblick Unternehmensdaten Podimo:

Name: Podimo ApS
Logo:

Gründungsdatum:
November 2019
Gesellschaftsform (heute/angestrebt): ApS (dänisches Äquivalent der GmbH)
Gründer: Podimo wurde ursprünglich von Morten Strunge, Nikolaj Koppel, Sverre Dueholm, Andreas Sachse und Eva Lægdsgaard gegründet. Das deutsche Team in Berlin wird von Nicolaus Berlin geleitet, der ein versierter Podcast-Experte ist und selbst bis zum Exit ein eigenes, von ihm gegründetes Podcast-Startup geleitet hat.
Hier findet ihr uns: Gammel Strand 26, 1202 Kopenhagen, Dänemark
Website: podimo.com/de
Social Media: Facebook
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