Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Basics: 10 Wege für Start­ups ihre Geschäfts­idee zu finanzieren

Egal, wie gut eure Geschäfts­idee ist – ohne Kapi­tal lässt sich kein eige­nes Unter­neh­men auf die Bei­ne stel­len. Inzwi­schen gibt es für Grün­der einen bun­ten Strauß aus unter­schied­li­chen Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten. Nicht jede passt aller­dings zu jedem Kon­zept und so müs­sen die Chan­cen und Risi­ken jeder Finan­zie­rung berück­sich­tigt wer­den. Eine man­geln­de Finanz­pla­nung zählt noch immer zu den häu­figs­ten Grün­den für eine geschei­ter­te Gründung.

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Wir haben für euch die wich­tigs­ten Finan­zie­rungs­ar­ten für Start­ups zusam­men­ge­stellt – unse­re Top 10:

#1 Boot­strap­ping

Boot­strap­ping nennt man eine eigen­stän­dig finan­zier­te Fir­men­grün­dung, ganz ohne Fremd­ka­pi­tal. Abge­se­hen davon, ob das für Sie mög­lich ist oder nicht – die Selbst­fi­nan­zie­rung hat Vor- und Nach­tei­le. Eigen­ka­pi­tal ver­wen­den, schlank star­ten, fle­xi­bel wachsen.

Vor­tei­le des Bootstrapping

  • Bei einer Finan­zie­rung mit viel Eigen­ka­pi­tal herrscht vor allem eine gestei­ger­te Moti­va­ti­on: Wer viel selbst inves­tiert, möch­te natür­lich das Bes­te her­aus­ho­len und ist anschlie­ßend natür­lich auch stolz dar­auf, es allein mit eige­nen Mit­teln geschafft zu haben.
  • Zudem bleibt so der größ­te Anteil des Unter­neh­mens beim Grün­der selbst und geht nicht in den Besitz von Inves­to­ren über, sodass Jung­un­ter­neh­mern selbst die größt­mög­li­che Ent­schei­dungs­frei­heit obliegt.
  • Wer mit wenig Kapi­tal aus­kommt, stellt meist ein effi­zi­en­tes Unter­neh­men auf die Bei­ne, das klar struk­tu­riert funktioniert.

Nach­tei­le des Bootstrapping

  • Aller­dings ent­steht so häu­fig auch ein gro­ßer Druck, die knap­pen Res­sour­cen auch wirk­lich opti­mal zu nutzen.
  • Die hohe unter­neh­me­ri­sche Frei­heit birgt außer­dem das Risi­ko von Fehl­ent­schei­dun­gen, denn Grün­der sind hier aus­schließ­lich selbst ver­ant­wort­lich und arbei­ten ohne das Know-How von anderen.

Selbst wenn nicht das gesam­te Unter­fan­gen durch Eigen­ka­pi­tal finan­ziert wer­den kann, so bringt es den­noch eine gewis­se Sicher­heit im Fal­le von Liqui­di­täts­schwan­kun­gen und dar­über hin­aus Kreditwürdigkeit.

#2 Spar­sam wirtschaften

Die Liqui­di­täts­pla­nung gehört zu den abso­lu­ten Basics bei der Geschäfts­grün­dung und muss schon bei der Erstel­lung des Busi­ness­plans berück­sich­tigt wer­den. Neben Finanz­quel­len soll­ten Grün­der vor allem auf Effi­zi­enz beim Ein­satz ihres Gel­des ach­ten. Gespart wer­den kann an vie­len Punk­ten, ohne dass die Pro­duk­ti­vi­tät lei­den muss.

  • Gän­gi­ge Office-Pro­duk­te gibt es bei­spiel­wei­se auch kos­ten­los als Open Source Soft­ware und in guter Qualität.
  • Büroequip­ment muss nicht unbe­dingt neu ange­schafft wer­den: Tische, Akten­schrän­ke und ähn­li­ches gibt es auch güns­tig und gebraucht.
  • Eige­ne Büro­räu­me sind für vie­le Grün­der ein wich­ti­ger Bestand­teil, um auch nach außen reprä­sen­ta­bel zu wir­ken. Häu­fig wer­den die lau­fen­den Kos­ten für eine sol­che Inves­ti­ti­on aller­dings unter­schätzt. Prü­fen Sie Ihren Bedarf zu Mieträu­men genau klä­ren Sie, wie Ihre Ein­nah­men die Miet- und Neben­kos­ten abde­cken. Ins­be­son­de­re, wenn das Unter­neh­men sehr schnell wächst, wer­den ent­spre­chen­de Räu­me aller­dings sehr not­wen­dig. Anstatt nun aber gleich eine Immo­bi­lie zu kau­fen, bie­tet sich als Alter­na­ti­ve auch das Lea­sing an. Bei die­ser Art der Finan­zie­rung zahlt der Grün­der monat­li­che Raten und kann nach einem fes­ten Zeit­raum ent­schei­den, ob er die Immo­bi­lie gegen eine Abschluss­zah­lung kau­fen möch­te. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen auch im Hin­blick auf ver­schie­dens­te Vor­ge­hens­wei­sen beim Lea­sing sind hier zu finden.

#3 Start­up-Finan­zie­rung mit Fördermitteln

Wer grün­det, kann häu­fig auf staat­li­che För­de­rung zurück­grei­fen, nicht nur für Grün­dung aus der Arbeits­lo­sig­keit her­aus. Oft­mals sind hier aller­dings Fris­ten zu beach­ten, ent­spre­chend soll­ten sich Grün­dungs­wil­li­ge schon vor der Grün­dung über ent­spre­chen­de Ange­bo­te informieren.

Einen guten Über­blick über För­der­pro­gram­me bie­tet das Por­tal des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft und Ener­gie. Die meis­ten die­ser Pro­gram­me beinhal­ten Dar­le­hen mit ent­spre­chend güns­ti­gen Kon­di­tio­nen, sel­te­ner Zuschüs­se, die nicht zurück­ge­zahlt wer­den müssen.

Das EXIST-Grün­dersti­pen­di­um unter­stützt bei­spiels­wei­se Hoch­schul­ab­sol­ven­ten bei der Umset­zung ihrer Grün­dungs­ide­en, indem ein Jahr lang monat­lich bis zu 3.000 Euro zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts und bis zu 30.000 Euro für Sach­aus­ga­ben gestellt wer­den. Dafür müs­sen Grün­der bei­spiels­wei­se Grün­der­se­mi­na­re besu­chen und nach zehn Mona­ten einen Busi­ness­plan vor­le­gen können.

#4 Start­hil­fe durch den Gründungszuschuss

Durch die Reform des Grün­dungs­zu­schus­ses ist es zwar schwie­ri­ger gewor­den, die För­de­rung für Grün­der und Selb­stän­di­ge zu erhal­ten. Doch auch hier hat ein durch­ge­plan­tes Vor­ha­ben mit Erfolgs­aus­sicht gute Chan­cen bewil­ligt und geför­dert zu werden.
Antrags­be­rech­tigt sind aller­dings nur Bezie­her von Arbeits­lo­sen­geld I, unter Umstän­den auch ande­rer Leis­tun­gen nach SGB III, wenn sie noch einen Anspruch auf Arbeits­lo­sen­geld von min­des­tens 150 Tagen haben.
Eine För­de­rung bis zu 18.000 Euro – steu­er­frei, nicht rück­zahl­bar und zusätz­lich zum erziel­ten Gewinn – ist hier möglich.
Wie Sie den Grün­dungs­zu­schuss rich­tig bean­tra­gen, zeigt die­ser Arti­kel Schritt für Schritt.

#5 Teil­nah­me an Gründerwettbewerben

Bild zur Finnzierung von Geschäftsideen durch Förderungen

Klar, kal­ku­lier­ba­res Geld ist das nicht, aber doch einen Ver­such wert: Jung­un­ter­neh­mer kön­nen mit ihrem Pro­jekt auch an einem Grün­der­wett­be­werb teil­neh­men. Für Start­ups aus dem Bereich der Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik bie­tet sich bei­spiels­wei­se die Teil­nah­me am IKT Inno­va­tiv an, der vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie ent­rich­tet wird. Mit einer gelun­ge­nen Ide­en­skiz­ze kön­nen Grün­der bis 30.000 Euro für ihr Unter­neh­men gewinnen.

Wei­te­re Grün­der­wett­be­wer­be sind zum Bespiel:

KfW-AWARD „Grün­der­cham­pi­ons“ Bun­des­weit, Bewer­bung jedes Jahr von Anfang Mai bis 1. August mög­lich. Preis­geld ins­ge­samt ca 30.000 Euro mehr Infos

Start2grow Der Grün­der­wett­be­werb der Wirt­schaft­för­de­rung Dort­mund. Mit­ma­chen kön­nen somit nicht nur Grün­de­rin­nen und Grün­der aus Dort­mund, son­dern aus ganz Deutsch­land (Preis­geld ins­ge­samt ca 60.000 Euro – teil­wei­se wird ein Teil ein bei Ansie­de­lung in Dort­mund aus­ge­zahlt)mehr Infos

Bay­Start­UP Bay­Start­UP ver­an­stal­tet meh­re­re Busi­ness­plan Wett­be­wer­be, auf­ge­teilt in die baye­ri­schen Regio­nen. Dadurch kann Unter­stüt­zung direkt vor Ort in ganz Bay­ern und Ver­net­zung mit der ansäs­si­gen Unter­neh­mer­land­schaft ange­bo­ten wer­den. Preis­geld inge­samt (alle zusam­men­ge­fasst) 100.000 Euro. mehr Infos

code_n Award Welt­wei­ter Wett­be­werb für inno­va­ti­ve Grün­dungs­ide­en für Digi­tal Pioneers.mehr Infos

Science4Life Ven­ture Cup Haben Sie eine Geschäfts­idee im Bereich Life Sci­en­ces oder Che­mie? – Der Busi­ness­plan-Wett­be­werb „Science4Life Ven­ture Cup“ hilft Ihnen bei der Umset­zung! Preis­geld ins­ge­samt ca 60.000 Euro. mehr Infos

FutureS­AX-Ide­en­wett­be­werb – Wett­be­werb für inno­va­ti­ve Geschäfts­ide­en in Sach­sen (Preis­geld ins­ge­samt ca 30.000 Euro), pro­mo­ti­on Nord­hes­sen (Bun­des­wei­ter Busi­ness­plan­wett­be­werb für Start­ups aus allen Bran­chen), uvm.

Wei­te­re aktu­el­le Grün­der­wett­be­wer­be fin­den Sie hier in der Event­lis­te.

#6 Start­up-Finan­zie­rung durch Dar­le­hen und Kredite

Für grö­ße­re Anschaf­fun­gen ist der Kre­dit bei der Haus­bank eine Metho­de, um das nöti­ge Kapi­tal für die Unter­neh­mens­grün­dung zu beschaffen.

Die Bank überzeugen

Ein pro­fes­sio­nel­ler Busi­ness­plan und eine gute Vor­be­rei­tung auf das Bank­ge­spräch sind hier­bei unbe­dingt nötig. Sofern das Vor­ha­ben gut aus­ge­ar­bei­tet, im Busi­ness­plan ent­spre­chend dar­ge­stellt wird und Erfolg ver­spricht, bestehen für die Bewil­li­gung eines Kre­di­tes gute Chan­cen. Grund­sätz­lich wird die Haus­bank aber auf pri­va­te Sicher­hei­ten und eine ent­spre­chen­de Boni­tät nicht verzichten.

För­der­mög­lich­kei­ten für Gründerdarlehen

In vie­len Fäl­len emp­fiehlt es sich, För­der­mög­lich­kei­ten für Exis­tenz­grün­der in Anspruch zu neh­men. Die KfW (Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau) bie­tet z.B. ein Start­geld für Grün­dungs­vor­ha­ben an.

Auch der Bund, die Län­der, Kom­mu­nen und die Euro­päi­sche Uni­on bie­ten För­der­mög­lich­kei­ten oder Bürg­schaf­ten für Dar­le­hen an. Eine Bürg­schaft bedeu­tet, dass der Kre­dit von der Bank gewährt wird und die För­der­stel­le zusi­chert, im Ver­lust­fall für das Dar­le­hen voll oder teil­wei­se zu bür­gen. Die­se Art des Dar­le­hens wird geför­der­ter Kre­dit genannt. Die Ban­ken bevor­zu­gen die­se Art der Kre­dit­ver­ga­be, da das Risi­ko für sie abge­mil­dert wird. Für die­ses Haus­bank­prin­zip gibt es eine gro­ße Anzahl an För­der­stel­len. Die ver­schie­de­nen För­de­run­gen kön­nen in man­chen Fäl­len mit­ein­an­der kom­bi­niert werden.
Aller­dings muss dann nicht nur die Haus­bank vom Unter­neh­mens­kon­zept über­zeugt wer­den, son­dern auch die jewei­li­gen Förderstellen…

Es ist aber auch mög­lich, sich einen Kapi­tal­ge­ber zu suchen, der dem eige­nen Vor­ha­ben finan­zi­ell unter die Arme greift. Klas­si­scher­wei­se sind das Busi­ness-Angels oder Ven­ture Capital.

#7 Start­up-Finan­zie­rung mit Ven­ture Capital

Beim Ven­ture Capi­tal stat­ten Inves­to­ren Grün­der je nach Ent­wick­lungs­pha­se ihres Pro­dukts oder ihrer Dienst­leis­tung mit ent­spre­chen­dem Kapi­tal aus. Dafür ste­hen die Inves­to­ren häu­fig auch als Bera­ter für Jung­un­ter­neh­mer bereit und erwer­ben auch Fir­men­an­tei­le. Der finan­zi­el­le Spiel­raum steigt also an, dafür tra­gen Grün­der die Ver­ant­wor­tung nicht nur für sich selbst, son­dern auch für die Inves­to­ren, die nun auf dem Lau­fen­den gehal­ten wer­den wol­len über den Ent­wick­lungs­stand und meist auch kon­stan­te Bericht­erstat­tung erwar­ten. Immer­hin gehen Inves­to­ren gera­de im frü­hen Ent­wick­lungs­sta­di­um einer Geschäfts­grün­dung das Risi­ko ein, dass das Unter­neh­men schei­tert und möch­ten sich ent­spre­chend absi­chern. In der Regel stei­gen Inves­to­ren erst in spä­te­ren Pha­sen der Grün­dung ein, wenn das Risi­ko gesun­ken ist. Je risi­ko­rei­cher der aktu­el­le Stand des Start­ups, des­to höher die Zin­sen der bereit­ge­stell­ten Geldmittel.

Die­se Finan­zie­rungs­form funk­tio­niert am bes­ten für Start­ups aus den Berei­chen Com­pu­ter, Phar­ma oder Bio­lo­gie, die ein viel­ver­spre­chen­des Pro­dukt an den Markt brin­gen möch­ten, das gro­ße Aus­sich­ten auf Erfolg und Wachs­tum hat.

#8 Start­up-Finan­zie­rung mit Busi­ness Angel

Busi­ness Angels las­sen sich meist deut­lich frü­her für das eige­ne Unter­neh­men gewin­nen. Sie ste­hen Grün­dern mit ihrem Know-How zur Sei­te, inves­tie­ren in der Regel aller­dings nicht so viel Kapi­tal wie Ven­ture Capi­tal-Geber. Dafür wer­den sie bera­tend tätig: Jung­un­ter­neh­mer kön­nen am Erfah­rungs­schatz der Busi­ness Angels teil­ha­ben, deren Netz­wer­ke und Kon­tak­te nut­zen, was sich oft in der frü­hen Grün­der­pha­se als deut­lich wert­vol­ler erwei­sen kann als pures Kapi­tal. Und: Busi­ness Angels ris­kie­ren deut­lich mehr als Ven­ture-Capi­tal-Geber, da sie wäh­rend oder kurz nach der Grün­dung inves­tie­ren – zu einem Zeit­punkt also, wo der Erfolg noch kei­nes­wegs als gesi­chert anzu­neh­men ist.

Einen sol­chen belieb­ten Engel zu fin­den, ist nicht ganz so ein­fach. Eine net­te Anlei­tung „Best prac­tise: How to get an Busi­ness Angel“ bie­tet das Busi­ness Angel Netz­werk Deutsch­land eV.

#9 Start­up-Finan­zie­rung durch die Crowd

Bild Finanzierung durch die Crowd

Eine immer belieb­ter wer­den­de Form der Finan­zie­rung ist das Crowd­fun­ding. Da die finan­zi­el­le Last hier auf sehr vie­len Schul­tern ver­teilt wird, wird hier auch von Schwarm­fi­nan­zie­rung gespro­chen. Beim Crowd­fun­ding wird zwi­schen meh­re­ren Arten unterschieden.

Reward-based Crowd­fun­ding („Crowd­fun­ding“)

Die­se Form des Crowd­fun­dings ist die belieb­tes­te, ins­be­son­de­re in der Krea­tiv­wirt­schaft. Geld­ge­ber erhal­ten für ihre finan­zi­el­le Unter­stüt­zung ein Dan­ke­schön, das je nach Höhe der ver­ge­be­nen Sum­me umfang­rei­cher aus­fällt. Die „Beloh­nung“ kann alles mög­lich sein, was zum Unter­neh­men passt, von einer klei­nen Dan­ke­schön-Kar­te bis hin zu einer Ver­si­on des fer­ti­gen Produkts.

Equi­ty-based Crowd­fun­ding („Crowd­in­ves­ting“)

Beim equi­ty-based Crowd­fun­ding wer­den Geld­ge­ber zu Inves­to­ren und erhal­ten einen Anteil am Unter­neh­men, mit dem sie auch beim Umsatz betei­ligt wer­den. Ziel der Inves­to­ren ist in der Regel ein spä­te­rer Exit.

Len­ding-based Crowd­fun­ding („Crowd­len­ding“)

Geld­ge­ber bie­ten beim len­ding-based Crowd­fun­ding einen Kre­dit mit einem fes­ten Zins­satz und einer fes­ten Lauf­zeit an. Für Unter­neh­mer besteht hier der gro­ße Vor­teil vor allem dar­in, dass kei­ne Ban­ken für eine Kre­dit­ver­ga­be über­zeugt wer­den müssen.

Dona­ti­on-based Crowd­fun­ding („Crowd­do­na­ti­on“)

Die­ses Crowd­fun­ding beruht auf Spen­den, sodass Geld­ge­ber kei­ne direk­te Gegen­leis­tung erwar­ten kön­nen. Die­se Form eig­net sich am ehes­ten für wohl­tä­ti­ge Projekte.

Die­se Finan­zie­rungs­form bie­tet sich beson­ders für Grün­dungs­mo­del­le mit sehr inno­va­ti­ven Ide­en an, die es ansons­ten schwer haben, auf den tra­di­tio­nel­len Wegen Geld­ge­ber für sich zu gewin­nen. Wel­che Vor­aus­set­zun­gen ein Start­up für Crowd­fun­ding oder Crowd­in­ves­ting mit­brin­gen muss, wird in die­sem Fach­ar­ti­kel erläutert.

#10 Inku­ba­to­ren & Acceleratoren

Mög­lich ist es auch, sich von einem Inku­ba­tor oder einem Acce­le­ra­tor unter die Arme grei­fen zu las­sen. Bei­de wer­den häu­fig syn­onym ver­wen­det, unter­schei­den sich aber voneinander.

Ein Inku­ba­tor unter­stützt ein Start­up mit Ven­ture Capi­tal, stellt aber in der Regel vor allem eine Büro­in­fra­struk­tur und Räum­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung. Außer­dem ste­hen Inku­ba­to­ren auch bera­tend zur Sei­te und hel­fen bei der Ana­ly­se und Ent­wick­lung der Geschäftsidee.

Acce­le­ra­tor-Pro­gram­me wer­den von ver­schie­dens­ten Stel­len ange­bo­ten wie Uni­ver­si­tä­ten, Ven­ture Capi­tal-Gesell­schaf­ten oder der Indus­trie. Hier wird dem Start­up ein Men­tor zur Ver­fü­gung gestellt und das kapi­tal­ge­ben­de Unter­neh­men erwirbt im Gegen­zug Antei­le am Start­up. Ins­be­son­de­re Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len legen sol­che Pro­gram­me immer häu­fi­ger auf: So wol­len sie das Markt­po­ten­zi­al wis­sen­schaft­lich erar­bei­te­ter Ide­en wirt­schaft­lich trag­bar machen.

Bei­spie­le gro­ßer Accelerator-Programme:

Bei­spie­le uni­ver­si­tä­rer Programme:

  • Ihr ent­schei­det über Eure Zie­le – wir unter­stüt­zen Euch über unser Netz­werk und unse­re Men­to­ren bei der Umset­zung. Dies reicht von Grün­dung über Finan­zie­rung bis hin zur Inter­na­tio­na­li­sie­rung.“ Soweit das Ver­spre­chen des gera­de neu gegrün­de­ten Spin­Lab der HHL Leip­zig Gra­dua­te School of Manage­ment.
  • Unse­re Gesell­schaft braucht unter­neh­me­ri­sche Initia­ti­ven, die nicht stän­dig nur neue Bedürf­nis­se her­aus­kit­zeln, son­dern auf vor­han­de­ne Pro­ble­me mit öko­no­mi­scher, sozia­ler aber auch künst­le­ri­scher Phan­ta­sie ant­wor­ten: Entre­pre­neurship als offe­ne, schöp­fe­ri­sches Han­deln ein­la­den­de Ange­le­gen­heit.“ Die Stif­tung Entrepe­neurship von Prof. Dr. Gün­ter Fal­tin ist kein Acce­le­ra­tor-Pro­gramm im klas­si­schen Sin­ne. Die Arbeit ist aber ähnlich.

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