Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Geschäfts­ide­en ent­wi­ckeln (1) – 6 erfolg­rei­che Brain­stor­ming-Metho­den zur Ideenfindung

Die Mut­ter des Erfol­ges ist eine groß­ar­ti­ge Idee. Doch wie fin­det man die? Wer dar­auf war­tet, von der Muse geküsst zu wer­den, ver­passt in den meis­ten Fäl­len den gro­ßen Moment. Man kann aber auch struk­tu­riert und sys­te­misch an die Suche nach einer Idee gehen. Wel­che wich­ti­gen Brain­stor­ming-Metho­den es gibt und wie sie funk­tio­nie­ren, zei­gen wir hier.

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Die Mut­ter des Erfol­ges ist eine groß­ar­ti­ge Idee. Doch wie fin­det man die? Wer dar­auf war­tet, von der Muse geküsst zu wer­den, ver­passt in den meis­ten Fäl­len den gro­ßen Moment. Man kann aber auch struk­tu­riert und sys­te­misch an die Suche nach einer Idee gehen. Wel­che wich­ti­gen Brain­stor­ming-Metho­den es gibt und wie sie funk­tio­nie­ren, zei­gen wir hier.

Der Klas­si­ker beim Brain­stor­ming: die Pinnwandkarten

© joel_420 / fotolia
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Klar, klingt in Zei­ten von IT und Online­tools ein biss­chen fade. Ist es aber nicht, denn phy­si­sche Ergeb­nis­se wie Pinn­wand­kar­ten mit Kar­tei­kar­ten & Steck­na­deln sor­gen für Erfolgs­er­leb­nis­se. Wich­tig: Kri­ti­siert nicht gleich, was ande­re vor­schla­gen. Jede Ide­en des ande­ren ist es wert, erst ein­mal weiterzuverfolgen.

Die Metho­de – so gehts

Mit die­sen Tech­ni­ken könnt ihr das Brain­stor­ming strukturieren:
Die Fra­ge­tech­nik: Es gel­ten die berühm­ten „Ws“: Wer, Wo, Was, Wann, War­um, Wes­we­gen? Wer braucht unser Pro­dukt? Wann braucht man es? Wann wur­de ein ähn­li­ches Pro­dukt auf den Markt gebracht? Wes­halb lief es/lief es nicht? Was ist das Gute an unse­rem Pro­dukt? Wo lie­gen die Schwachstellen?
Die Umkehr­tech­nik: Anstatt zu fra­gen „Wer braucht es“ spielt man das Gegen­teil durch. „Wer braucht unser Pro­dukt nicht und war­um?“ Oder: „Wie schaf­fen wir es, unser Pro­dukt nicht zu ver­kau­fen?“ „Wie bekä­men wir weni­ger Traf­fic auf unse­rer Sei­te?“. Das ist gut zur Auf­lo­cke­rung und bie­tet ers­ten Initi­al­zün­dung, was falsch läuft und was rich­tig wäre.
Die Kon­junk­tiv-Metho­de: Was müss­te pas­sie­ren, damit… So geht ihr hier an die Suche her­an. Setzt euch kei­ne Gren­zen. Alles ist theo­re­tisch möglich.
Die Scribb­le-Metho­de: Der Ober­ham­mer der Visua­li­sie­rung: Eure Idee oder Fra­ge als Bild, Comic oder Info­gra­fik. Je bun­te, je bes­ser. Denn so bekommt man Lust aufs The­ma und die Far­ben und Bil­der sor­gen für Asso­zia­tio­nen Hängt das Bild groß auf und diskutiert.

Das Heming­way-Notiz­buch – Geschäfts­ide­en gezielt sammeln

Auch wenn die Geschich­te mit dem Heming­way-Notiz­buch nur ein PR-Gag von Mole­ski­ne war… Schon die berühm­ten Dich­ter und Den­ker wuß­ten, dass Ide­en nun mal nicht ger­ne auf Bestel­lung am Schreib­tisch kom­men, son­dern einen meist über­ra­schen. Sie ent­ste­hen in der Dusche, beim Spa­zie­ren­ge­hen, im Gespräch. „Es gibt kei­ne Fak­ten im Büro, also gehen Sie nach drau­ßen und spre­chen Sie mit den Kun­den“, schrieb schon Ste­ve Blank in sei­ner Anlei­tung „The Start­up Owners Manu­al“. Nehmt also immer euer Ide­en­buch mit.

Die Metho­de – so gehts

Prin­zi­pi­ell heisst es nicht ande­res, als sein Notiz­buch immer dabei haben. Mit der Zeit lernt ihr auch, was ihr eigent­lich auf­schrei­ben müsst: Unter­schei­det Pro­ble­me, Lösungs­ide­en, Hypo­the­sen, Geschäfts­mo­del­le… Auch das Wie spielt eine Rol­le: Sor­tie­re ich nach Kate­go­ri­en? Bekommt jede Idee eine neue Sei­te? Las­se ich neben der Idee immer 2–3 Sei­ten Platz, um eine „Schnell­va­li­die­rung“ der Idee durch­zu­spie­len? Sor­tie­re ich nach Datum? Oder The­men? Wich­tig ist es, sich eine Art Rou­ti­ne anzu­ge­wöh­nen, z.B. jeden Abend die Noti­zen noch­mal durch­zu­ge­hen, damit das Unter­be­wußt­sein über Nacht nach Lösun­gen sucht. Wer eine Idee auf­schreibt, kann auch auf der Neben­sei­te immer einen ähn­li­chen Ablauf durch­spie­len: Was ist das gute an die­ser Idee? Was kann man bes­ser machen? Wo lie­gen Feh­ler­quel­len? Wer hat ähn­li­ches schon erfolg­reich aufgesetzt?

In die­ser Pha­se hilft die Metho­de: Immer. Sich Ide­en, Anre­gun­gen auf­zu­schrei­ben und zu sam­meln ist eine Ange­wohn­heit und ist die Grund­la­ge für neue Geschäfts­ide­en, sowie Inno­va­tio­nen & Ver­bes­se­run­gen bei bereits vor­han­de­nen Ideen.

Solo vs. Team: Das ist ein­deu­tig eine Solo-Brain­stor­ming-Metho­de. Aller­dings kann man einen zen­tra­le „Ide­en­sam­mel­stel­le“ anle­gen, die muss dann aber the­ma­tisch klar defi­niert sein, sonst wirds schnell chaotisch.

Tools & Tipps: Wer ger­ne einen Time­pla­ner nutzt, soll­te sich spe­zi­el­le Brain­stor­ming-Papie­re holen. Für Filo­fax gibt es sogar Mind­Map­ping-Papier. Wer schon eine Geschäfts­idee mit sich trägt und nach Anre­gun­gen zur Umset­zung sucht, kann sich auch – wie zum Bei­spiel bei brand­book – sein Notiz­buch bran­den las­sen. Das ist laut NLP gut, um die Idee schon real ins Bewußt­sein zu rufen. Wer eher digi­tal unter­wegs kann das berühm­te Mole­ski­ne-Notiz­buch jetzt auch als App nutzen.

Mind­Map­ping & Busi­ness­Mind­Maps – Geschäfts­mo­del­le visua­li­sie­ren und gezielt entwickeln

© Gooseman - Fotolia.com
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Eine der bekann­tes­ten Brain­stor­ming-Metho­den, um gezielt und struk­tu­riert Ide­en zu sam­meln und über­sicht­lich dar­zu­stel­len, sind Mindmaps.

Die Metho­de – so gehts

Die Idee steht beim Mind­Map im Zen­trum. Dabei kann man unter­schei­den, ob man einen all­ge­mei­nen Begriff in die Mit­te setzt (Geschäfts­ide­en oder Selbst­stän­dig machen), ein Pro­blem (Kon­to­wech­sel bei Ban­ken) oder schon eine bestimm­te Idee (Blu­men­la­den oder Spanisch-Lern-App).

Das Koch­re­zept: Nehmt ein Blatt im Quer­for­mat, schreibt den Haupt­ge­dan­ke in die Mit­te (umkreist ihn oder benutzt ein Bild oder Icon als Zen­trum. Von die­sem zen­tra­len Gedan­ken gehen die Äste ab, die ihr far­big unter­schei­de soll­tet, dar­in: Asso­zia­tio­nen zum zen­tra­len Punkt. Die Haupt­ge­dan­ken schreibt ihr in Groß­buch­sta­ben und wer­det immer klei­ner. Ein Mind­map kann jeder­zeit unter­bro­chen, fort­ge­führt und erwei­tert wer­den. Pri­ma Metho­de, um die beim Brain­stor­ming oder die im Notiz­buch gesam­mel­ten Ide­en zu sortieren/weiterzuführen. Eine aus­führ­li­che Anlei­tung fin­det ihr in unse­rem Fach­ar­ti­kel „How to“ Mind­map: 7 prak­ti­sche Schrit­te zum Pro­fi Mind Map“.

In wel­cher Pha­se: In jeder Pha­se – als Vor­be­rei­tung zum Busi­ness­plan, oder Busi­ness Can­vas Modell (hier: jeder für sich, danach im Team), in spä­te­ren Pha­sen zur Zeit und Pro­jekt­pla­nung, ist das Mind­map­ping geeignet.

Tools & Tipps für Mindmaps

IMind­Map ist das Tool von Tony Buzan, dem Erfin­der, Es gibt aller­dings auch eine Men­ge Online-Tools. In unse­rem Fach­ar­ti­kel „Unse­re Top 10: Coo­le Tools um Mind­maps online zu erstel­len“ fin­det ihr eine gute Übersicht.

Die 6−3−5 Metho­de: In 30 Minu­ten 108 Geschäfts­ide­en am lau­fen­den Band produzieren

Ide­en auf Knopf­druck – Brain­stor­ming orga­ni­siert und nach Zeit­plan: Bei die­ser Metho­de wer­den im Team (im Start­up, oder in der Fami­lie, mit Freun­den etc) jeweils mit 6 Teil­neh­mern 3 Ide­en in 5 Minu­ten ent­wi­ckelt. Ihr wer­det stau­nen, wie viel­fäl­tig das wird.

Die Metho­de – so gehts

Schritt 1: Ihr wollt ein Pro­blem lösen, sucht eine Geschäfts­idee oder wol­len eine Idee wei­ter­ent­wi­ckeln. 6 Team­mit­glie­der set­zen sich zusam­men. Die The­ma wird zen­tral auf einem Flip­chart auf­ge­schrie­ben, jeder Teil­neh­mer erhält 1 Notiz­blatt, auf das er eben­falls die Idee schreibt. Das Blatt wird in 6 Zei­len für die 6 Teil­neh­mer unter­teilt. In die ers­te Zei­le schreibt jeder nun inner­halb von 5 Minu­ten 3 Ide­en. Nehmt die Stopp­uhr und mogelt nicht. Es lohnt sich.
Schritt 2: Nach 5 Minu­ten wird abge­setzt und das Blatt wei­ter­ge­ge­ben. Nun erhält Teil­neh­mer 2 also die 3 Ide­en von Teil­neh­mer 1. In den nächs­ten 5 Minu­ten schreibt Teil­neh­mer 2 wie­der­um 3 Ide­en auf, aller­dings sind die­se die Fort­füh­rung der Ide­en von Teil­neh­mer 1. Nach 5 Minu­ten wird das Blatt wie­der wei­ter­ge­reicht. Dies erfolgt so lan­ge bis alle auf jeden Zet­tel geschrie­ben haben.

In wel­cher Pha­se: Die­se Metho­de ist nicht immer geeig­net. Sie funk­tio­niert gut für ein ers­tes Brain­stor­ming zu nicht all­zu kom­ple­xen oder spe­zia­li­sier­ten Fra­ge­stel­lun­gen. Bei­spiel­wei­se für Event­or­ga­ni­sa­ti­on, Mar­ke­ting­ide­en, Link­buil­ding, Traf­fic­ge­ne­rie­rung, Gewinn­spie­le etc.

Solo vs. Team: Die Metho­de funk­tio­niert nur im Team, am bes­ten mit 6 Teilnehmern.

Tools & Tipps für die 6−3−5 Metho­de: Auch in bunt gemisch­ten Team lässt sich die Metho­de tes­ten (etwa für Mes­se-Mar­ke­ting-Ide­en mit einem Team aus ITler, Prak­ti­kant, Gra­fi­ker, Tex­ter, CFO, Hausmeister

De Bono 6 Hüte Denken

Die 6-Hüte-Metho­de ist weni­ger eine Brain­stor­ming-Metho­de, sie hilft euch, eine Geschäfts­idee fort­zu­füh­ren, wei­ter­zu­den­ken und in ihrer Gesamt­heit zu betrach­ten. De Bono, einer der bekann­tes­ten Krea­ti­vi­täts­trai­nern, hat die­se Metho­de ent­wi­ckelt, um die Ide­en­fin­dung gezielt in ver­schie­de­ne Rich­tun­gen zu len­ken, die nach Far­ben und Geis­tes­hal­tun­gen sor­tiert sind.

Die Metho­de – so gehts

Es gibt 6 gedach­te Hüte, jeder die­ser Hüte hat eine ande­re Far­be und ande­re Eigen­schaf­ten. Die­se Hüte stellt ihr euch nur vor, manch­mal ist es gut, eine far­bi­ge Kar­tei­kar­te oder als Papp­hut zu visua­li­sie­ren. Ihr schreibt eure Auf­ga­be wie­der groß auf ein Flip­chart. Alle sit­zen im Kreis (klar: 6 Hüte also 6 Per­so­nen) und jeder bekommt einen Hut (also eine Far­be & eine Hal­tung) zugeordnet.
Hut Weiss = objek­ti­ve Hal­tung, bewer­tet nach Zah­len, Bewei­sen, Sta­tis­ti­ken & Berech­nun­gen. Die Per­son muss sich neu­tral ver­hal­ten! Alle Ent­schei­dun­gen müs­sen beweis­bar sein! Ver­wen­de­te Zah­len müs­sen ein­ge­for­dert werden.
Hut Rot = genau das Gegen­teil – darf emo­tio­nal sein, sub­jek­tiv, eine per­sön­li­che Mei­nung, darf nach eige­nem Geschmack, Emp­fin­den reagieren.
Hut Gelb = der Opti­mist. Im Grun­de der „Best Case der Pro­blem­lö­sung“. Gilt für alle Berei­che (Zeit­plan, Markt, Kundenakquise).
Hut Schwarz = der Kri­ti­ker, muss alle nega­ti­ven Aspek­te nen­nen, darf Kri­tik üben, soll­te die Schwach­stel­len auf­zei­gen, und das Worst Case Sze­na­rio vertreten.
Hut Grün = darf Ide­en wei­ter­spin­nen, neue Ide­en ein­brin­gen, Alter­na­ti­ven, Mög­lich­kei­ten etc. fin­den. Darf „in die Brei­te“ denken.
Hut Blau = der Mode­ra­tor, der immer wie­der das Gesag­te der ande­ren Hüte zusam­men­fasst, Punk­te auf­nimmt und zusam­men­bringt. Und der am bes­ten als Schrift­füh­rer die Infos zusammenfasst.

In wel­cher Pha­se: Die Metho­de ist weni­ger für ein ers­tes Brain­strom­ing geeig­net son­dern schon eher zur Vali­die­rung einer Idee und zur Entscheidungsfindung.

Solo vs. Team: Bei­des ist mög­lich, aller­dings wer­den im Team meist wirk­lich neue Aspek­te mit ein­ge­bracht, wäh­rend man allein auf­pas­sen muss, nicht doch das ein oder ande­re Pro­blem schönzureden.

Tools & Tipps: Die Metho­de soll­te immer mal wie­der auch in ein­fa­chen Pro­blem­stel­lun­gen geübt wer­den. Super ist sie zur Über­prü­fung des Businessplanes.

Dis­ney Metho­de – Bun­te Visionen

Die­se Metho­de wur­de von Walt-Dis­ney ger­ne als Brain­stor­ming-Metho­de und zur Ent­schei­dungs­fin­dung genutzt. Prin­zi­pi­ell nimmt man beim Brain­stor­ming-Rol­len­spiel 3 Posi­tio­nen ein: den Träu­mer, den Visio­när und den Kritiker.

Die Metho­de – so gehts

Drei bis vier Teil­neh­mer (es geht auch allei­ne, dabei nimmt man dann ent­spre­chend unter­schied­li­che Posi­tio­nen ein) neh­men im Kreis Platz. Die Stüh­le sind ent­spre­chend mit einem gro­ßen Schild gekennzeichnet.
Stuhl & Posi­ti­on 1: Der Träu­mer, der Visio­när ent­wi­ckelt die Ide­en, denkt in die Brei­te und vor allem groß, ohne jeg­li­chen Gedan­ken, was tat­säch­lich mög­lich ist! Er ist begeis­tungs­fä­hig, lei­den­schaft­lich, denkt in keins­ter Wei­se an Umsetzbarkeit.
Stuhl & Posi­ti­on 2: Der Rea­list und Macher über­legt, wie er die Ide­en umset­zen könn­te, wel­che Tools es gibt, was man dafür bräuch­te, bedenkt die Kos­ten, die Zeit, das Team. Er ist neu­tral und (wich­tig!) spielt jede Idee ohne Wer­tung in ihrer Umset­zung durch!
Stuhl & Posi­ti­on 3: Der Kri­ti­ker stellt die Fra­gen, die weh tun. Er sucht die Schwach­stel­len, malt die Worst-Case Sze­na­ri­os aus, ist zurück­hal­tend, abwä­gend und sehr zahlenorientiert.
Im Team emp­fiehlt es sich, eine wei­te­re Posi­ti­on zu beset­zen: die des neu­tra­len Mode­ra­tors, der dann auch die Gedan­ken und Punk­te notiert. Sinn­voll ist es auch, nach der ers­ten Run­de die Posi­tio­nen, also auch die Stüh­le zu wechseln.

In wel­cher Pha­se: Die Metho­de eig­net sich her­vor­ra­gend bei einer kon­kre­te­ren Idee, die im Team wei­ter­ent­wicklt und über­prüft wer­den soll. Sie ist also auch gut als Vor­be­rei­tung des Businessplans.

Solo vs. Team: Bei­des ist mög­lich, im Team wird es sicher ein­fa­cher und ver­hin­dert, zur gespal­te­nen Per­sön­lich­keit zu werden.

Tools & Tipps: Oft nimmt der Rea­list auto­ma­tisch auch die Rol­le des Kri­ti­kers ein – das ist aber ein Kern­punkt des Modells: Der Rea­list denkt alles kon­kret zu Ende, ohne Wer­tung, ohne Ide­en abzu­leh­nen. Sein Mot­to: ich set­ze alles um! Sei­ne Auf­ga­be ist es, auch die ver­rück­tes­te Idee gedank­lich zuzu­las­sen. Dadurch ent­ste­hen dann auch erst neue Ideen.

Eva­lua­ti­on einer Geschäfts­idee: Busi­ness Model Canvas

Der Busi­ness Model Can­vas (BMC) eig­net sich her­vor­ra­gend, um das Geschäfts­mo­dell oder eine Start­up Idee zu visua­li­sie­ren und zu tes­ten, ob da auch unter­neh­me­risch was dran ist. Ent­wi­ckelt wur­de es von Alex­an­der Oster­wal­der. Sein Buch gilt als Hand­buch für Visio­nä­re und Impuls­ge­ber, die ver­al­te­te Geschäfts­mo­del­le auf den Kopf stel­len und Inno­va­ti­on vor­an­trei­ben wollen.

Die Metho­de – so gehts

Das Modell lie­fert euch eine kla­re Vor­la­ge an Punk­ten, die es bei eurer Idee zu über­den­ken gibt. Ihr müsst nun die­ses Model gross aus­dru­cken und es fül­len. Das sind die Segmente:

Custo­mer Seg­ments: Ziel­grup­pe, Markt­seg­ment – hier steht die Ant­wort auf die Fra­ge: Wer sind eure Zielgruppen?
Value Pro­po­si­tons: Was ist der Nut­zen eures gedach­ten Busi­ness oder eures Produktes?
Chan­nels: Hier beschreibt ihr wie ihr mit euren Kun­den interagiert.
Custo­mer Rela­ti­ons­hips: Hier erklärt ihr, wel­chen Ser­vice ihr euren Kun­den lie­fern wollt.
Reve­nue Streams: Wich­ti­ge Ant­wort auf die Fra­ge: Womit wollt ihr das Geld verdienen?
Key Resour­ces: Wel­che Res­sour­cen braucht ihr zur Umset­zung (Per­so­nal, Infra­struk­tur, Bezie­hun­gen etc)?
Key Activi­ties: Wel­che Schrit­te müsst ihr gehen, um euer Geschäfts­mo­dell am Lau­fen zu halten?
Key Part­nerships: Wer sind eure unver­zicht­ba­ren Partner?
Cost Struc­tu­re: Hier benennt ihr die unver­zicht­ba­ren Kos­ten, um euer Geschäfts­mo­dell umzusetzen.

In wel­cher Pha­se: Ganz klar, zum Brain­stor­men hilft euch das Modell nicht, hier geht es dar­um, aus einer Geschäfts­idee eine Geschäfts­mo­dell zu machen.

Solo vs. Team: Das geht natür­lich auch allei­ne, vor­aus­ge­setzt, ihr könnt auch alle die­se Fra­gen beantworten.

Um eine Geschäfts­idee zu eva­lu­ie­ren und zu einem Busi­ness­mo­del zu kom­men, gibt es noch ein paar ande­re Metho­den, etwa die SWOT-Ana­ly­se oder die ANSOFF-Ana­ly­se. Wie ihr damit zu einem trag­fä­hi­gen Kon­zept kommt, zei­gen wir euch im zwei­ten Teil die­ses Artikels.

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