Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

How to“ Mind­map: 7 prak­ti­sche Schrit­te zum Pro­fi Mind Map

Mit Mind­maps kön­nen Sie auch schwie­ri­ge Gedan­ken­gän­ge spie­le­risch aufs Papier brin­gen. Damit das Ihnen krea­tiv und damit erfolg­reich gelingt, haben wir Ihnen 7 Tipps zum Mind­map­ping zusammengetragen.

4.9/5 (10)

Das mensch­li­che Gehirn besitzt eine lin­ke und eine rech­te Hälf­te, und die neh­men jeweils unter­schied­li­che Funk­tio­nen wahr. Mit der lin­ken Gehirn­hälf­te funk­tio­niert das ratio­na­le Den­ken, Logik, Spra­che, Zah­len. Rechts ist für Raum­wahr­neh­mung, Phan­ta­sie, Far­be, Rhyth­mus, Mus­ter ver­ant­wort­lich. Hier setzt die Mind­map­ping-Metho­de von Tony Buzan an: Spricht man gezielt bei­de Gehirn­hälf­ten an, erge­ben sich Syn­er­gi­en: Wir arbei­ten krea­ti­ver, mer­ken uns Din­ge besser.

How to crea­te a Mind Map: Wie Mind­map­ping funk­tio­niert, erklärt Tony Buzan in die­sem Video:

Mind Map Schritt 1: Neh­men Sie das Blatt im Querformat

Begin­nen Sie in der Mit­te eines lee­ren Blat­tes, das Sie quer vor sich hin­le­gen. War­um in der Mit­te? Dadurch erhält Ihr Gehirn die Frei­heit in alle Rich­tun­gen zu expan­die­ren. War­um Quer­for­mat? Weil Sie so viel mehr Begrif­fe nor­mal – also von links nach rechts – schrei­ben kön­nen, was die Mind Map les­ba­rer macht“, schreibt Tony Buzan in sei­nem Buch „Krea­ti­ve Intel­li­genz“. Eine ähn­li­che Argu­men­ta­ti­on: Unli­nier­tes Papier, dass weder in Grö­ße noch Auf­tei­lung Gren­zen setzt, hebt das hier­ar­chi­sche Struk­tur­den­ken „Oben-Unten“ auf, quer ent­steht eher ein Bild denn ein Text.

Mind Map Schritt 2: Set­zen Sie den Grund­ge­dan­ken in die Mit­te des Blattes

Defi­nie­ren Sie ein Wort, dass der Aus­gangs­punkt Ihres Mind­maps wird: Den Namen Ihrer Unter­neh­mung, das Wunsch­bild Ihrer Zukunft oder ein­fach nur die Idee. Nut­zen Sie am bes­ten nur ein Wort oder Begriff. Ein Bei­spiel: Wenn Sie schrei­ben „Mein Blu­men­la­den“, dann gren­zen Sie Ihr Brain­stor­ming schon ein, denn der wich­ti­ge Unter­punkt „Recher­che zu ande­ren erfolg­rei­chen Blu­men­lä­den“ passt da nicht mehr drun­ter. Blei­ben Sie also bei „BLUMENLADEN“. Falls Sie noch kein ein­fa­ches, zen­tra­les Wort wis­sen, arbei­ten Sie visu­ell: Zei­chen Sie in der Mit­te des Blat­tes ein bun­tes Bild­chen oder set­zen Sie ein zen­tra­les Foto: Das kann Ihr Unter­neh­mens­lo­go sein, ein Bild von sich in der Stim­mung, die Sie als Lebens­mot­to bezeich­nen wür­den oder ein­fach nur etwas, was Sie inspi­rie­rend fin­den. Das Bild soll Sie ani­mie­ren, Lust auf die bevor­ste­hen­de Mind­map machen. Im bes­ten Fal­le for­mu­lie­ren Sie damit auch Ihr zen­tra­les Thema.

Mind Map Schritt 3: Den­ken Sie frei – malen Sie Äste – immer im Uhrzeigersinn!

Von dem zen­tra­len Bild oder Begriff aus­ge­hend wer­den betont dicke Lini­en strah­len­för­mig gezo­gen. Die Lini­en sind orga­nisch (also dick gebo­ge­nen und dünn aus­lau­fend). Haupt­li­ni­en sind dicker, Neben­äs­te dün­ner. Auf die Haupt­li­ni­en wer­den in GROSSBUCHSTABEN die Haupt­the­men, ver­gleich­bar mit den Kapi­tel­über­schrif­ten eines Buches, geschrie­ben. Pro Linie wird jeweils ein Schlüs­sel­be­griff ver­wen­det, wobei die Lini­en­län­ge der Wort­län­ge entspricht.
Und wenn Sie nicht gleich grif­fi­ge Wor­te zur Hand haben ver­kramp­fen Sie nicht: Malen Sie lee­re Äste und Lini­en, Fra­ge­zei­chen und Bil­der in die Mind­map. Spä­ter kön­nen Sie die Din­ge, die Ihnen qua­si „auf der Zun­ge lie­gen“ leich­ter ergänzen.

Mind Map Schritt 4: Strah­len­för­mig sprin­gen – geben Sie jedem Gedan­ken EINE Linie

Dar­an schlie­ßen sich in dün­ner wer­den­den Zwei­gen die zwei­te und drit­te sowie wei­te­re Gedan­ken­ebe­nen (Unter­ka­pi­tel), geschrie­ben in Klein­buch­sta­ben, an. Von die­sen kön­nen wie­der­um Lini­en aus­ge­hen, auf denen die Gedan­ken wei­ter unter­glie­dert wer­den. Tony Buzan spricht von „aus­strah­len“ der Gedan­ken. Jeder Ast und jede Ver­äs­te­lung wird vom Mit­tel­punkt aus gele­sen. Der Sinn dahin­ter: Aus Haupt­punk­ten wer­den Neben­ge­dan­ken, und noch wei­te­re genaue­re Begrif­fe – das führt zu den Ein­zel­hei­ten, aus denen sich dann gan­ze Sät­ze und Absät­ze for­mu­lie­ren las­sen. Die­ses Ver­fah­ren ent­spricht unse­rem Ler­nen, wenn wir auf neue Gegen­stän­de tref­fen: Zunächst neh­men wir nur äußer­li­che und gro­be Struk­tur­merk­ma­le wie Namen, Begrif­fe und Bil­der wahr, erst danach dif­fe­ren­zie­ren wir.
GANZ WICHTIG BEIM MINDMAPPING: 1 WORT PRO LINIE! Das Gute am Mind­map­ping ist laut Buzan, dass Sie sich dar­an gewöh­nen, Gedan­ken zu kom­pri­mie­ren, und die­se auf den Punkt zu brin­gen. Das ver­schafft Klarheit.

Mind Map Schritt 5: Nut­zen Sie Farb­codes beim Mindmapping!

Benut­zen Sie unter­schlied­li­che Far­ben, um die Über­sicht­lich­keit zu erhö­hen. Gleich­zei­tig kön­nen bei­spiels­wei­se auch zusam­men­ge­hö­ren­de Gedan­ken und Ide­en leicht durch Ver­wen­dung der glei­chen Far­be ver­deut­licht wer­den. Gera­de die Far­ben unter­stüt­zen die Erinnerung. 

Und es macht mehr Spass, bei der Gestal­tung: Das soll­ten Sie nicht gering schät­zen. Denn wenn Sie Spaß haben, ler­nen und mer­ken Sie sich die Din­ge besser.

Farb­codes kön­nen Sie ganz unter­schied­lich ein­set­zen: Geben Sie jedem Aste eine ande­re Far­be, um The­men bes­ser zu unter­schei­den. Oder: geben Sie jeder Unter­ka­te­go­rie eine Far­be (z.B. Blau für Auf­ga­ben, Grün für Zuständigkeiten/Personen, Rot für Ide­en, Lila für kri­ti­sche Punkte).

Mind Map Schritt 6: Nut­zen Sie Bil­der und Symbole!

Pfei­le, geo­me­tri­sche Figu­ren, klei­ne Bil­der, gemal­te Aus­ruf- oder Fra­ge­zei­chen oder selbst defi­nier­te Icons und Sinn­bil­der: Hier kön­nen Sie nicht nur krea­tiv sein, Sie soll­ten es auch. Denn zum einen gilt, was schon bei den Far­ben gesagt wur­de, Bil­der las­sen sich bes­ser mer­ken und Sie haben Spass bei der Gestal­tung – auch das sorgt für Lern­er­fol­ge. Den­ken Sie bei bei der Bil­der­wahl dar­an: ein Bild sagt mehr als 1000 Wor­te! Das macht ihren Mind Map erst zum Denk- und Lerninstrument!

Step 7: Star­ten Sie durch mit Ihrem Mind­map: Los­schrei­ben, Aus­strei­chen, Krit­zeln, Springen

Sie wis­sen ein­fach nicht, wo Sie anfan­gen sol­len, was Sie auf das weis­se Papier schrei­ben sol­len? Genau hier kommt doch die Stär­ke des Mind Map­ping zum Tra­gen. Malen Sie Krin­gel, Sym­bo­le, Lini­en, Zah­len – was auch immer. Las­sen Sie die Gedan­ken schwei­fen und beschäf­ti­gen Sie dabei Ihre Hand auf dem Papier. Wer­ten Sie nicht. Las­sen Sie Ihren Asso­zia­tio­nen frei­en Lauf! Manch­mal ergibt sich allein aus dem, was da ent­steht, ein Gedan­ke, der wich­tig ist!

Grün­der­rat zum Mind Mapping

Ein Mind­map ist kein Kunst­werk, son­dern eine Arbeits­tech­nik, um Ide­en zu sam­meln, aus­zu­wer­ten und zu orga­ni­sie­ren. Nut­zen Sie das! Machen Sie meh­re­re Mind­maps zum glei­chen The­ma, tes­ten Sie immer ande­re Worte/Bilder in der Mit­te. Strei­chen Sie durch, kle­ben Sie ein Blatt dran, ver­än­dern Sie! Erst dann haben Sie in Mind­map­ping auch ein (Denk-)Werkzueg geschaf­fen. Und: hän­gen Sie den fer­ti­gen Mind Map gut sicht­bar auf – es hilft Ihnen dabei, Ihr Pro­jekt immer wie­der zu durch­den­ken, und unbe­wußt nach Lösun­gen zu suchen!

 
Sie wol­len Ihren Mind­map gleich digi­tal erstel­len? Dann infor­mie­ren Sie sich über unse­re Top 10 der kos­ten­lo­sen Online-Mindmapping-Tools.

 

 

Bit­te bewer­te die­sen Artikel:

Kommentare
X