Executive Summary für Investoren-Pitch – Aufbau, Inhalte & Formulierungen

Investoren lieben Executive Summaries – Idee, Umsetzungspläne, Marktrecherche, alle Kennzahlen in der Übersicht und doch kurz und prägnant – mit diesem Paper können sie arbeiten. Wie ihr ein Killer-Executive Summary schreibt, erklären wir euch hier.

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Das Executive Summary ist die Zusammenfassung eures Businessplans, also dürfen Leser vermuten, dass ihr bereits euren ausführlichen Businessplan aufgestellt und geschrieben habt. Doch was nehmt ihr aus dem Businessplan in die Zusammenfassung?

  • Überlegt euch eine eigene Struktur – was unbedingt im ES drin stehen muss, zeigen wir euch hier.
  • Auch die Formatierung zeigen wir euch.
  • Und am Ende des Artikels findet ihr auch Beispiele und Templates für Executive Summaries.

Executive Summary – das ist es, und dafür braucht ihr es

Wichtig ist es vor allem, um in einem fachlichen Erstkontakt auch auf Papier nachweisen zu können, dass eure Geschäftsidee gut durchdacht, mit Recherche von Markt, Kundschaft und Potenzial untermauert und eure ersten Schritte zum Erfolg bereits getan sind.

Vor allem Investoren, die ihr zu einem Gespräch treffen wollt, lesen das Executive Summary entweder vorher, wenn dazu Gelegenheit war oder aber im Nachklang eures Gespräches. Denn dort stehen alle die Argumente und Zahlen, die ihr im Pitch bereits erzählt habt, noch einmal schwarz auf weiss und damit überprüfbar.

Das Executive Summary ist damit auch eine tolle Vorlage für eben auch jenes Investorengespräch: Ihr könnt euch an dem Inhalt entlang hangeln und vergesst so wichtige Dinge nicht. Allerdings macht nicht den Fehler, das ES einzueins erzählen oder gar vorlesen zu wollen. Das gesprochene Wort funktioniert ganz anders als ein geschriebener Text. Auswendig solltet ihr höchstens die wichtigsten Keywords und Zahlen wissen.

Das Executive Summary für ein Investorengespräch – der Aufbau

Der Businessplan gibt euch die Struktur eures Executive Summary vor – schließlich ist es dessen Zusammenfassung. Trotzdem dürft ihr frei gestalten – wenn im Businessplan die Marktanalyse nicht auf der ersten Seite erscheint, ihr aber sicher seid, dass dies der beste Start für euer Executive Summary ist – dann macht das so. Stellt das heraus, was euch besonders macht. Denkt immer aus Sicht des Lesers: Was will er wissen, was könnte ihn überraschen, wo hätte er sofort eine Nachfrage…. Folgender beispielhafte Aufbau ist sinnvoll.

Produkt oder Dienstleistung: Benennt das Problem

Der Grund beinahe jeder Gründung ist ein Problem. Ihr habt ein Problem erkannt, einen Mangel, einen Bedarf. Fangt damit an, das Problem zu benennen. Was ist der Grundzweck eures Startups bzw. eures Produktes bzw. eurer Dienstleistung?

Kunden und Nutzen: Erklärt eure Lösung

Aus dem Problem erfolgt die Lösung, die ihr gefunden habt. Beschreibt, wie euer Produkt das Problem aus Sicht eurer Kunden löst, wo genau der Kundennutzen liegt.

Chancen und Skalierung: Das ist euer Markt

Der wohl wichtigste Absatz für einen Investoren kommt hier. Wie groß ist der Markt? Gibt es verschiedene Skalierungen wie regional, national, global? Oder könnt ihr mit eurem Unternehmen durch weitere Produkte einer Produktfamilie wachsen? Wie sieht die Konkurrenzsituation aus?

First & Next Steps: Eure Ziele und Strategien

Ein bisschen Beweihräucherung muss sein: Feiert eure bisherigen Erfolge, übertreibt sie aber nicht. Und zeigt die wichtigen Perspektiven, eure nächsten Schritte und wie ihr das erreichen wollt. Unterscheidet kurz- und mittelfristige Ziele.

Money rules: Definiert eure Finanzen

Vergesst nicht, ihr plant vor einem Investor zu sitzen, einem Kapitalgeber. Was der ganz genau wissen will, ist, wie es um eure Finanzen bestellt ist. Ein- und Ausgaben, Anteile und Kredite – alle Zahlen sollten auf den Tisch. Richtig eingeordnet und sauber aufgestellt. Zeigt am besten die finanzielle Entwicklung, die ihr für die kommenden drei bis fünf Jahre erwartet. Entwickelt daraus eine logische Aufstellung, wieviel Kapital ihr aktuell, mittel- und langfristig benötigt und auch genau, wofür. Also auch die erwarteten Ergebnisse sind wichtige Kennzahlen.

Unternehmen bestehen aus Menschen: Zeigt euer Team & eure Skills

Gründerteams sind – so sagen beinahe alle Investoren – das wesentliche Potenzial, in das man investiert. Stimmt die Zusammensetzung an Know-how, Engagement und Soft Skills – dann hat jede Gründung eine gute Chance. Präsentiert euer Team und schlüsselt in fachliche, kaufmännische und operatives Erfahrungen und Fähigkeiten auf.

Executive Summary Form & Formatierung

Wirklich reglementiert ist das Format des Executive Summary nicht – aber Form follows Function und insofern gibt es ein paar wesentliche Vorgaben, die ihr einhalten solltet:

Zusammenfassung heisst kurz – Nicht mehr als 2 Seiten

Das Executive Summary ist meist das erste Papier, das Investoren von Gründern auf den Schreibtisch bekommen. Sie müssen also viele lesen. Deshalb solltet ihr versuchen, das Interesse bei einem möglichen Kapitalgeber schnell zu wecken und nicht mehr als zwei Seiten zu nutzen.

Investoren sind keine Fachleute in eurem Business – Schreibt verständlich

Investoren sind selten in eurem Business zuhause – sie sind Finanzexperten. Eure Zusammenfassung sollte also auch von Fachfremden verstanden werden. Verzichtet auf Fachausdrücke, die nicht unbedingt nötig sind, ebenso auf langatmige Formulierungen.

Zahlen rocken – wenn ihr die richtigen KPI´s für euer Executive Summary wählt

Investoren sind Zahlenmenschen. Und euer Businessplan muss eine Menge Zahlen enthalten: Wenn ihr euren Markt definiert, dann gibt es dafür Zahlen. Wieviel die Produktion bei euch kostet, will der Investor in einer Klarzahl lesen. Welches Marketingbudget ihr plant, was euch Human Ressources kostet und und und. Platziert eure Zahlen clever, das heisst: positiv. Alles, was beeindruckt, solltet ihr auch zeigen und belegen. Und weil Zahlen so mager aussehen, macht eine schöne Grafik dazu.

Finde den richtigen Ton – Humorvoll oder bierernst & positiv

Eine lockere Schreibe hat noch keinem Text geschadet – aber falls ihr überlegt, wie ihr euren Text ausrichtet, dann fragt euch zuerst, wer diesen Text lesen soll. Recherchiert über die Empfänger, findet heraus, ob sie aus Banken und Finanzinstituten stammen und lieber einen Sachtext bevorzugen. Richtet euch danach.
Haltet eure Sprache stark und positiv.

Kurzfassung first – Die Position im Businessplan

Das Executive Summary schreibt ihr zum Schluss, nach Erstellung des Businessplans und als seine Zusammenfassung. Trotzdem wird es dem Businessplan vorangestellt.

Besonderheit: FactSheet – OnePage Pitch

Alles auf einen Blick – am besten in einer Infografik mit tollem Design. Das FactSheet ist sozusagen die (visuell aufbereitete) Zusammenfassung der Zusammenfassung. Sucht euch die wesentlichen Fakten heraus, die euer Unternehmen erklären. Bereitet sie leserfreundlich auf und macht daraus ein spannendes Blatt.

Executive Summary Beispiele, Vorlagen und Templates

Am besten lernt man durch Beispiele, deshalb haben wir euch hier ein paar Möglichkeiten, euer Executive Summary aufzuziehen, zusammengestellt…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Executive Summary Template für Startups

Ihr wollt direkt in einem vorgefertigen Design arbeiten – kein Problem: Templates findet ihr hier, wenn ihr aufs Bild klickt…

 

 

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