Basics: 8 Regeln für den richtigen Namen (Domain) einer Website

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Jede Internetseite hat ihre eigene und einmalige Adresse. Nein, nicht Domain sondern URL nennt man die zum Teil kryptische Adresszeile oben im Browser www.xyz.de/xxy/zzz.html. Die Domain hingegen ist nur der Teil xyz.de. Sie besteht aus mehreren Zeichen, Ziffern und Sonderzeichen und einer Domainendung, in dem Fall .de für Deutschland.

Und genau solch eine Domain benötigen Sie für Ihre Unternehmenswebsite – die Frage ist nur, wie wollen Sie die Adresse nennen? Worauf Sie achten sollte, zeigen unsere 8 Regeln für den richtigen Website-Namen.

Regel 1: Mein Name oder einen Kunstbegriff?

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Hat Ihre Unternehmung schon eine Firmierung, also einen Namen, dann sollten Sie den nehmen. Es sei denn er ist so allgemein wie „Frisör Berlin“ oder so kryptisch wie „Frisör Berlin Else Mustermann GbR“. Im ersten Fall werden Sie kaum eine Chance haben, die Domain noch zu reservieren – die lange Variante kann sich dagegen keiner merken. Ihren persönlichen Namen sollten Sie vor allem verwenden, wenn Sie selbst die Marke sind, wenn Sie als Berater oder Coach arbeiten. (Siehe dazu Regel 6.) Wenn Sie indes einen Kunstbegriff für Ihre Unternehmung suchen, dann achten Sie darauf, dass man sich darunter als unbedarfter Internetuser auch etwas vorstellen kann: Die Domain www.eierlegendewollmichsau.de mag auf Ihre Unternehmensidee zutreffen, doch jeder User wird sich etwas anderes darunter vorstellen.

Regel 2: Mit Bindestrich oder lieber ohne?

Bleiben wir bei der Domain www.eierlegendewollmichsau.de – ganz ehrlich, es strengt Sie doch an, die zu lesen. Grundsätzlich gilt: Bei mehr als zwei Worten trennen Sie diese in jedem Fall mit einem Bindestrich. Und auch bei Zweiwort-Domains sollten Sie am besten zum Bindestrich greifen, um Fehler im Verständnis zu vermeiden.

Regel 3: Kurz, leicht zu merken und unverwechselbar

Sie kennen das von Ihrer eigenen Internetsuche: Die Namen von Webseiten können Sie sich dann am besten merken, wenn sie kurz sind. Webseiten-Adressen, also ihre Domains, werden sehr häufig durch Mund-zu-Mund-Propaganda weitergegeben. Dafür müssen sie gut zu verstehen sein und im Gedächtnis hängen bleiben. Außerdem: Je komplizierter ein Domainname ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, beim Eintippen Fehler zu machen – insbesondere beim Browsen auf Mobilfunkgeräten nerven zu lange Domains, das Tippen ist einfach komplizierter.

Übrigens: Die längste und komplizierteste Domain

ist laut dem Guinnessbuch der Rekorde die Einwort-Domain  www.llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogochuchaf.org.uk Hinter den registrieren 63 (+8) Buchstaben steckt die Internetadresse eine Gemeinde im Süden der Insel Anglesey in der gleichnamigen Grafschaft im Nordwesten von Wales. Merken kann die sich aber wohl keiner.

Regel 4: Vermeiden Sie Zahlen und Umlaute

Das Internet ist der globalste aller Orte, entsprechend sind Domainnamen mit Sonderzeichen, wie unsere Umlaute, international schlecht verständlich. Deshalb gab es lange auch keine Umlaute in den Webadressen – das hat sich geändert. Die Probleme mit dem Verstehen indes nicht: Wenn Sie Ihre Domain jemanden sagen, können Umlaute oder gar Zahlen falsch verstanden werden.

Umlaute in Emailadressen funktionieren nicht

Auch das spricht gegen Umlaute in Ihrer Domain, später wollen Sie sicher Emailadressen wie info@meinedomain.de verwenden. Doch das funktioniert mit Umlauten nicht. Also nehmen Sie lieber gleich eine Domain ohne Umlaute.

Regel 5: Wecken Sie Erwartungen – und erfüllen Sie diese auch!

Wenn Sie auf auf einem Flyer die Internetseite www.schoener-einkaufen.de lesen, was erwarten Sie da? Sicher keine Discounterwerbung, dann müsste es doch www.billger-einkaufen.de heißen. Tatsächlich ist ein einprägsamer Name dann gut, wenn er beim Lesenden eine Idee, eine Erwartung weckt. Die Kunst eines guten Namen besteht darin, diese Erwartungen auf Ihr Angebot hin abzustimmen. Dabei müssen Sie kreativ sein, denn zum einen stehen Ihnen die perfekten Bezeichnungen und Namen als Domain vielleicht gar nicht mehr zur Verfügung (jemand hat sie längst vor Ihnen reserviert) und es ist gar nicht so einfach, den Inhalt Ihrer Internetseite und Ihres Unternehmens in zwei bis maximal drei Worten (am besten wäre eines!) zusammenzufassen.

Tipps zum Namens-Brainstorming

Gehen Sie praktisch vor: Denken Sie sich Namen aus, fragen Sie Ihre Freunde, Familienangehörigen, Partner nach Ideen oder leisten Sie sich gar eine Textagentur. Dann prüfen Sie, ob es die Adresse noch gibt: Dazu tippen Sie einfach den Begriff oben in die Adresszeile Ihres Browsers: Entweder erscheint sofort eine Internetseite oder Sie bekommen die Meldung, dass die Seite sich noch „im Bau“ befindet. Dann hat zwar schon jemand die Domain gesichert, hat aber noch nichts damit angefangen. Vielleicht lohnt es sich, die Domain zu kaufen. Den Kontakt zum Besitzer der Domain bekommen Sie für alle Websites mit „de“-Endungen bei der denic.

Regel 6: Ihr Name, Ihre Marke, Ihr Keyword

Es ist sicher das Ziel jedes Unternehmers: Aus seinem Betrieb wird eine Marke. Doch auch Selbstständige, die sich keinen kunstvollen Namen erdacht haben, wünschen sich die starke Wirkung einer Marke: Es ist dann ihr persönlicher Name, der zum Markennamen wird. Wie Sie jetzt aus Ihrem Firmennamen (Ihrer Firmierung) eine Marke machen, dass ist ein anderes Thema. Aber fest steht, dass Sie das Dreigestirn Name/Marke/Keyword berücksichtigen sollten. Denn heißt Ihre Firma „Schuhe von Heinrich“, dann ist auch Ihre Marke am besten etwas ähnliches oder genau das gleiche. Aber Vorsicht: Das Keyword „Schuhe“ wird Ihnen im Internet nicht weiterhelfen – dafür ist die Konkurrenz zu groß. Mit „Heinrichschuh“ haben Sie vielleicht eine Chance.

Finger weg von Keyword-Domains?

Wer sich schon mal mit dem Google-Ranking geschäftigt hat (dahinter steckt der komplizierte Algorithmus, mit dem die Suchmaschine ihre Treffer definiert), der hat vielleicht davon gehört, dass Domains, die vor allem ein Keyword bedienen, schlecht fürs Google-Ranking sind. Das ist Unsinn, es ist nur nicht mehr so vorteilhaft wie früher. Google hat die Bedeutung eines Keywords in der Domain herabgestuft und sucht viel stärker nach den Inhalten einer Seite. Trotzdem hat man mit einem Keyword in der Domain noch Vorteile: In den Suchergebnissen erscheint die Domain und wird sogar farblich markiert.

Regel 7: de, com, net – Welche Endung ist die richtige?

.de, .com, .info, .net – Lange war die Auswahl an Endungen Ihrer Wunschdomain, die so genannten Top Level Domains, begrenzt. Das hatte einen Vorteil: So viele Möglichkeiten hatte man nicht, um Ihre Seite zu finden. Der Nachteil: Die Adressen waren begrenzt, www.cafe.de gab es genau einmal. Nun, das ändert sich: Gerade werden jede Menge neue Endungen zugelassen, zum Beispiel .cafe. Doch damit treten neue Probleme auf: Ihre Kunden müssen sich nun auch merken, welche Endung Sie verwendet haben. Das heißt, Sie müssen genau überlegen, ob eine der neuen Endungen wirklich auf den Inhalt Ihrer Internetseite passt.

Neue Domain-Endungen jetzt reservieren

Über 1500 neue Endungen sollen weltweit bald zugelassen werden. Doch bisher kann man diese nur reservieren, nicht aber nutzen. Trotzdem sind bereits Millionen Reservierungen eingegangen und Sie sollten schon jetzt prüfen, ob Ihre Wunschdomain noch frei ist und diese im Zweifel auch reservieren. Das geht zum Beispiel auf der Internetseite des Domainhosters united-domains. Eine schöne Übersicht sehen Sie beim Hoster 1und1.

Regel 8: Vorsicht mit Copyright-Verletzungen

Wie im übrigen Leben sollten Sie sich auch im digitalen nicht mit anderen anlegen, zumal wenn die größer sind. Zu vermeiden sind fremden Marken und Unternehmensnamen für Ihre Domain, dies gilt auch für Namen von Prominenten.

  • Der private Vor- und Nachname genießt namensrechtlichen Schutz  nach § 12 BGB.
  • Ebenso dürfen Sie keine Marken und Namen von Unternehmen und Personen nutzen.
  • Auch Werktitel, also Titel von Büchern, Zeitschriften, Filmen, TV-Sendungen und Software sind tabu.
  • Städtenamen, Kfz-Kennzeichen und Bezeichnungen von staatlichen Einrichtungen ebenfalls.

Auch mit so genannten Tippfehler-Domains (also etwa mikrosoft.de statt microsoft.de) können Sie sich viel Ärger machen: Die Rechtsprechung spricht den betroffenen Unternehmen entsprechende Unterlassungsansprüche zu Sie riskieren hohe Schadensersatzforderungen.

Wichtige Links

 

Wie ein Domainname zur Kunst wird, können Sie sich in diesem Video anschauen:

 

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