1000 neue Startups: Paris wird das französische Silicon Valley

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Ende September 2013 startete die Stadt Paris ein Projekt für ein gigantisches Gründerzentrum: Bis 2016 soll Platz für bis zu 1000 innovative IT-Startups auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern entstehen.

Dieses Projekt ist Teil des Programms „Paris – die digitale Stadt“, das von Fleur Pellerin, Staatsministerin für KMU, Innovation und digitale Wirtschaft, im Oktober 2012 angekündigt wurde. Es wird hauptsächlich vom Unternehmer Xavier Niel, Gründer des Telekommunikationsanbieters Free, finanziert. Weitere Investoren sind die Stadt Paris und die Caisse des dépôts et consignations (CDC). „Paris ist eine magische Stadt, eine Stadt, die viele Menschen aus der ganzen Welt anzieht und in der die digitalen Medien immer mehr an Bedeutung gewinnen. Doch für junge Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen, mangelt es an preiswerten und funktionalen Standorten, die mit Breitband oder Shared-Services ausgestattet sind“, erklärt Xavier Niel.

Das französische Silicon Valley

Auch wenn einige der heute größten Internetportale, wie Deezer oder Dailymotion, französischen Ursprungs sind, haben diese Unternehmen doch häufig zur Konkurrenz gewechselt, da dort oft bessere finanzielle Bedingungen herrschen. Aus diesem Grund hat Paris beschlossen, der Hauptstadt zu einer größeren Sichtbarkeit zu verhelfen und neue finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. „Ein physischer Standort, der das Ökosystem verkörpert, ist ein gutes Instrument“, erklärt Jean-David Chamboredon, Leiter des Venture-Capital-Fonds Isai, Investor des Projekts. „Hinsichtlich der Kommunikation ist dies ein Werkzeug, das sich gegenüber internationalen Investoren als sehr nützlich erweisen könnte.“

Zentrum für Startups und Coworker

Die „Halle Freyssinet“ im 13. Arrondissement ist ein ehemaliges historisches Denkmal der SNCF (französische Bahngesellschaft). Neben dem Gründerzentrum wird es in der neuen Halle auch Coworking-Bereiche, ein FabLab, ein geräumiges Auditorium, eine große Bar und ein Restaurant geben, das 24 Stunden geöffnet hat. Mit diesem Konzept soll der Austausch zwischen Unternehmern gefördert werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Projekts „1000 Start-ups“ (auf Englisch).

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23. Oktober 2013

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