Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Grün­der­sto­ry Chim­pi­fy – Die Inbound-Mar­ke­ting-Platt­form für klei­ne Unternehmen

Wir sind Grün­der, weil wir es lie­ben, den Sta­tus quo her­aus­zu­for­dern. Wir sehen die Din­ge viel­leicht ein biss­chen anders. So, wie sie sein könn­ten. So, wie sie sein soll­ten. So, wie sie sein wer­den.“ Das Start­up Chim­pi­fy aus Bre­mer­ha­ven kon­zen­triert sich dabei auf Web­sei­ten für klei­ne Unternehmen. 

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Wie das funk­tio­niert, erfahrt ihr in unse­rem neu­en Por­trait aus unse­rer Rei­he von Grün­der­sto­ries.

Name: Chim­pi­fy Start­up aus: Bre­mer­ha­ven Gegrün­det: 2016 Web­sei­te: www​.chim​pi​fy​.de

Das ist Chimpify:

Die Inbound-Mar­ke­ting-Platt­form für klei­ne Unternehmen.

Der Pitch

Mit Chim­pi­fy kön­nen klei­ne Unter­neh­men ihre kom­plet­te Web­sei­te erstel­len und desi­gnen, ohne pro­gram­mie­ren zu müs­sen. Sie kön­nen ihren Con­tent ein­pfle­gen und ihn für die Such­ma­schi­nen opti­mie­ren, Besu­cher zu Leads kon­ver­tie­ren und manu­el­le sowie auto­ma­ti­sier­te E-Mails ver­sen­den, um aus den Leads Kun­den wer­den zu las­sen. Abschlie­ßend erhal­ten sie alle wich­ti­gen Kenn­zah­len klar ersicht­lich dar­ge­stellt. Und das alles in einer zen­tra­len, ein­fa­chen und kos­ten­güns­ti­gen Plattform.

Das sind unse­re Kunden…

Wir haben die unter­schied­lichs­ten Kun­den aus den unter­schied­lichs­ten Bran­chen. Es gibt kaum eine Bran­che, wo Inbound Mar­ke­ting nicht funk­tio­niert. Hier ein klei­ner Aus­zug unse­rer Kunden:

Das sind unse­ren Konkurrenten …

Es ist gar nicht so leicht, direk­te Kon­kur­ren­ten für Chim­pi­fy zu fin­den. Es gibt welt­weit aktu­ell nur eine Hand­voll Inbound-Mar­ke­ting-Platt­for­men. Die­se fokus­sie­ren sich aber auf Kon­zer­ne und den Mit­tel­stand. Es gibt noch kei­ne platt­form­un­ab­hän­gi­ge SaaS, die sich auf das Seg­ment der klei­nen Unter­neh­men fokus­siert. Da sind wir die ers­ten! ;) Alter­na­tiv wäre hier noch Wor­d­Press, eini­ge Plug­ins sowie exter­ne Tools zu nen­nen. Aber das ist umpro­fes­sio­nel­ler Bastelkram.

Unser USPs / Das unter­schei­det uns von unse­ren Konkurrenten

Wie gera­de erwähnt, unter­schei­den wir uns dadurch, indem wir uns auf die Bedürf­nis­se und den Geld­beu­tel von klei­nen Unter­neh­men fokus­sie­ren. Klei­ne Unter­neh­men brau­chen kein tie­fes Fea­tures Set, ein fla­che­res Set reicht da schon aus. Nur muss das leicht zu bedie­nen sein. Außer­dem sind die Inbound-Mar­ke­ting-Platt­for­men, die es neben Chim­pi­fy gibt, ein­fach viel zu teu­er. Das hat­te sich für klei­ne Unter­neh­men nie gelohnt.

Des­halb sind wir Gründer & Unternehmer …

Wir sind Grün­der, weil wir es lie­ben, den Sta­tus quo her­aus­zu­for­dern. Wir sehen die Din­ge viel­leicht ein biss­chen anders. So, wie sie sein könn­ten. So, wie sie sein soll­ten. So, wie sie sein wer­den. Wir lie­ben es ein­fach, Din­ge zu ver­än­dern. Und möch­ten die Welt so ein klei­nen Stück­chen bes­ser machen. Aber auch die damit ver­bun­de­ne zeit­li­che und gestal­te­ri­sche Frei­heit als Unter­neh­mer ist ein­fach unschlagbar!

So kam uns die Idee, das haben wir vor­her gemacht …

Vla­dis­lav Mel­nik betrieb vor­her den affen­blog und hat die­sen zum größ­ten Blog über pro­fes­sio­nel­les Blog­gen im deutsch­spra­chi­gen Raum mit 10.000 Abon­nen­ten auf­ge­baut. So wie im affen­blog das The­ma „Blog­gen“ bear­bei­tet wur­de, han­del­te es sich in wirk­lich um „Inbound Mar­ke­ting“. Er betrieb ein klei­nes Unter­neh­men und selbst Inbound Mar­ke­ting. Des­halb such­te er nach einer Platt­form, um den ner­vi­gen Tech­nik­kram abzu­ge­ben. Lei­der gab es kei­ne brauch­ba­re Lösung. Also ent­wi­ckel­te er ein Kon­zept, lies es aber ruhen, weil er nicht pro­gram­mie­ren konn­te. Wie der Zufall es so woll­te, kam Nico Puhl­mann (über Inbound Mar­ke­ting) auf ihn zu, der damals Stetic, eine Ana­ly­tics-Soft­ware betrieb und selbst ent­wi­ckelt hat. So kamen sie ins Gespräch und schnell war die Sache gere­gelt: Zusam­men grün­den sie ein neu­es Unter­neh­men und erschaf­fen eine Inbound-Mar­ke­ting-Platt­form spe­zi­ell für klei­ne Unternehmen.

Stich­wort Lean Start­up: So haben wir unse­re Ziel­grup­pe vor­ab getestet …

Zu aller erst haben wir Kol­le­gen von unse­rer Idee erzählt und sobald die ers­ten Pro­to­ty­pen fer­tig waren ihnen auch gezeigt. Par­al­lel dazu haben wir eine schlich­te Com­ing Soon Page erstellt, um das Inter­es­se zu wecken und die Gerüch­te­kü­che zum bro­deln zu brin­gen (wir hat­ten dank des affen­blogs zum Glück ein rela­tiv gro­ßes Publi­kum). Als das Feed­back gut war, habe wir wei­ter gemacht und eine Beta gelauncht, die wir mit einer span­nen­den Mar­ke­ting­ak­ti­on ver­bun­den haben (hier mehr dazu). Dadurch haben wir in nur 9 Tagen über 1.000 Anmel­dun­gen bekom­men. Das war für uns ein posi­ti­ver Grund, um weiterzumachen.

So wur­de aus der Geschäfts­idee ein ech­tes Unternehmen …

Nach der Beta sind wir dann mit der ers­ten Ver­si­on am 13. Dezem­ber 2016 an den Markt gegan­gen und haben die ers­ten Kun­den gewon­nen. Eini­ge Mona­te spä­ter haben wir ca. im April die zwei­te Ver­si­on gelauncht und sind so lang­sam, aber ste­tig am wachsen.

Jede Fir­ma braucht einen Namen – unse­ren fan­den wir so …

Uns war klar, dass es die Wei­ter­ent­wick­lung der Mar­ke „affen­blog“ sein soll­te und das auch das Affen­lo­go blei­ben soll­te. Das Sym­bol haben wir in den letz­ten Jah­ren mit Mühe auf­ge­baut und mit Leben befüllt. Der Affe ist sym­pa­thisch, macht neu­gie­rig und ist auf sei­ne Art und Wei­se ein­zig­ar­tig. Aber „affen­blog“ ist inter­na­tio­nal nicht zu gebrau­chen und passt auch nicht für ein Soft­ware­un­ter­neh­men. Des­halb lag „Chimp“ nahe. Aber es gab eini­ge Pro­ble­me damit (hier mehr dazu), also haben wir uns für „Chim­pi­fy“ entschieden.

Hier unser Busi­ness Model Canvas …

Ein Busi­ness Model Can­vas ist eine fei­ne Sache. Aber wir haben keins gemacht. Wir sind ganz lean und ghet­to­mä­ßig an die Sache her­an­ge­gan­gen. Wir sind gro­ße Fans die­ser ein­fa­cher, aber dafür mäch­ti­gen Her­an­ge­hens­wei­se. Es gibt eben nichts über Tri­al and Error! ;)

Das Start­ka­pi­tal haben wir ein­ge­wor­ben, indem wir …

Chim­pi­fy ist kom­plett geboot­strap­ped. Vor Chim­pi­fy hat­ten wir bei­de Unter­neh­men, die ganz gut lie­fen. Par­al­lel dazu haben wir uns hin­ge­setzt und Chim­pi­fy ent­wi­ckelt und dann ver­mark­tet. Durch Inbound Mar­ke­ting ist auch schon ein renom­mier­tes VC-Unter­neh­men auf uns Auf­merk­sam gewor­den und hat an unse­re Tür geklopft. Auch die ers­ten Gesprä­che lie­fen schon. Ob wir aber eine Finan­zie­rung anneh­men wol­len, das ist noch unklar. Bei­de Finan­zie­rungs­me­tho­den haben ihre Vor- und Nachteile.

Das sind bis­her unse­re wich­tigs­ten Meilensteine …

Der ers­te erfolg­rei­che Mei­len­stein war der Beta-Launch, der für eine gewis­se Wahr­neh­mung gesorgt hat. Danach war der Launch von Chim­pi­fy 1 im Dezem­ber 2016 und danach eini­ge Mona­te spä­ter der Launch von Chim­pi­fy 2 ein wich­ti­ger Mei­len­stein. Aktu­ell arbei­ten wir mit Hoch­druck an Chim­pi­fy 3 und möch­ten die kom­plett neue Ver­si­on schon in die­sem Jahr launchen.

Das ist unse­re Visi­on… und das die nächs­ten wich­ti­gen Meilensteine …

Wir möch­ten ein­fach noch wei­ter wach­sen. Da ist noch sehr viel Spiel­raum nach oben. Wir möch­ten wei­ter­hin in unse­ren Start­up und Mar­ke­ting Blog inves­tie­ren und noch mehr kos­ten­lo­sen hoch­wer­ti­gen Con­tent in den unter­schied­lichs­ten For­ma­ten anbie­ten. Wir möch­ten ein noch grö­ße­res Publi­kum auf­bau­en und noch mehr Kun­den gewin­nen. Das heißt also, erst­mal den DACH-Raum erobern und dann auf den inter­na­tio­na­len Markt ausweiten.

Wie groß war das Team beim Start? Und jetzt?

Wir waren beim Start zu 2. und sind es aktu­ell immer noch. Hof­fent­lich nicht mehr lange!

Von wich­tigs­ten Mar­ke­ting- & PR-Aktio­nen bisher …

Ganz klar: Inbound Mar­ke­ting. Das muss auch so sein, schließ­lich bie­ten wir eine Inbound-Mar­ke­ting-Platt­form an (und Vla­dis­lav schreibt aktu­ell ein Buch dar­über). Inbound Mar­ke­ting ist zwar ein lang­fris­ti­ges Spiel, macht sich aber bezahlt. Bei uns war die Kom­bi­na­ti­on mit einem Launch-Modell, wie Apple das z. B. macht, auch noch sehr gut. Gera­de das hat es im End­ef­fekt ausgemacht.

Kun­den­ser­vice: So bau­en wir an unse­rer Kundenzufriedenheit …

Unse­re Stra­te­gie hier ist ganz ein­fach: Lie­fe­re ein­fach einen guten Ser­vice und hal­te dei­ne Ver­spre­chen. Wir haben über­all einen Chat und ant­wor­ten inner­halb weni­ger Stun­den, manch­mal auch sofort auf die Nach­rich­ten dort. Tech­nisch lösen wir das alles mit Inter­com, davon sind wir echt begeis­tert. Intere­com macht eben das für die Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on, was Chim­pi­fy mit dem Mar­ke­ting macht.

Das wür­den wir nicht wie­der tun, bzw. die­sen Feh­ler wür­den wir beim nächs­ten Mal vermeiden …

Unser größ­ter Feh­ler war, dass wir nicht lean genug waren. Jeder kennt das Lean-Start­up-Prin­zip. Aber han­delt auch jeder wirk­lich danach? Wir sind halt ech­te Per­fek­tio­nis­ten (was ja grund­sätz­lich etwas Gutes ist). Aber selbst auf­grund unse­rer jah­re­lan­gen Erfah­rung ist es schwer, etwas umper­fek­tes auf den markt zu brin­gen. Damit kämp­fen wir tag­täg­lich und haben wir ehr­lich gesagt immer noch nicht gemeis­tert. Aber wir sind schon viel bes­ser dar­in geworden.

Kri­sen? Wir haben sie gemeis­tert durch …

Wir bereits erwähnt, sind wir am Boot­strap­pen. Das allei­ne ist schon eine Kri­se genug! ;) Bei uns kommt die Beson­der­heit hin­zu, dass Chim­pi­fy die Wei­ter­ent­wick­lung des affen­blogs ist. Und wir haben die Neu­aus­rich­tung etwas unter­schätzt. Wir hat­ten eine star­ke Mar­ke, ein gro­ßes Publi­kum, genug Know-how. In der Theo­rie hat­ten wir alles. Aber in der Pra­xis ist es doch etwas ande­res. Chim­pi­fy setzt auf die Vor­tei­le des affen­blogs auf und hat ihn auch als Sprung­brett genutzt, den­noch wird es ein wenig wie eine kom­plet­te Neu­grün­dung wahr­ge­nom­men. Auch fühlt es sich so an. Das haben wir uns wesent­lich ein­fa­cher vor­ge­stellt. Aber wir meis­tern uns dadurch und es geht wei­ter bergauf.

So sieht unser Büro heu­te aus. So wün­schen wir uns das zukünftig …

Aktu­ell sitzt Vla­dis­lav in Bre­mer­ha­ven und Nico bei Darm­stadt. Wir haben also kein gemein­schaft­li­ches Büro und sind aktu­ell noch Remo­te unter­wegs. Das ist gene­rell ein Punkt, der noch offen ist. Es kann sein, dass wir wei­ter­hin Remo­te blei­ben oder uns ein Office in Ham­burg, Ber­lin oder Mün­chen holen. Momen­tan hat das Wachs­tum obers­te Prio­ri­tät. Danach schau­en wir mal, wo wir uns nie­der­las­sen und ob wir uns über­haupt niederlassen.

Hel­den & Vor­bil­der – Wir wür­den gern … begeg­nen und fol­gen­des fragen …

Ganz klar, Ste­ve Jobs. Für uns gibt es kein grö­ße­res und bes­se­res Vor­bild. Ich den­ke, wir wür­den ihn fra­gen, was die wich­tigs­ten Punk­te sind, um ein groß­ar­ti­ges Unter­neh­men aufzubauen.

Work-Life-Balan­ce: So hal­ten wir uns fit und motiviert …

Wir den­ken, hier soll­te man ein­fach auf sei­nen Kör­per hören. Wir sind bei­de sehr lei­den­schaft­lich dabei und arbei­ten so viel, wie es geht und wie es sein muss. Sobald der Kör­per sich mel­det, soll­te man dar­auf hören und eine klei­ne oder grö­ße­re Aus­zeit neh­men. Ein paar net­te Stun­den mit der Fami­lie oder ein Män­ner­wo­chen­en­de kön­nen wah­re Wun­der bewirken!

3 Inter­net­sei­ten, ohne die wir nicht Leben & Arbei­ten können…

Puh … wir glau­ben, es gibt kei­ne Inter­net­sei­ten, ohne die wir nicht Leben und Arbei­ten könnten.

3 Mobi­le Apps, ohne die wir nicht Leben & Arbei­ten können…

  • Slack
  • Trel­lo
  • Inter­com

3 Leu­te, deren Kanä­len wir regel­mä­ßig folgen …

  • Richard Bran­son
  • Seth Godin
  • Hiten Shah

3 Bücher, die man als Gründer unbe­dingt gele­sen haben sollte …

  • The Alche­mist
  • Wie man Freun­de gewinnt
  • The Dip

Über­blick Unter­neh­mens­da­ten Chimpify

Name:Chim­pi­fy UG (haf­tungs­be­schränkt)
Logo:
Grün­dungs­da­tum:01.01.2016
Gesell­schafts­form (heute/angestrebt):UG, ange­strebt GmbH
Grün­der & Gesell­schaf­ter & Geschäftsführer:Vla­dis­lav Mel­nik, Co-Foun­der & CEO
Nico Puhl­mann, Co-Foun­der & CTO
Web­site:www​.chim​pi​fy​.de
Fir­men­sitz:Bre­mer­ha­ven, mit Blick auf die Nordsee
Soci­al Media:facebook

 

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