Gründerstory Moringreen: Geheimnisse vom Baum des Lebens

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Wer will nicht vom Baum des Lebens soviel wie möglich ab bekommen? Gesundheit, Wohlbefinden und ein langes Leben! Vieles davon verspricht der Moringa-Baum aus Äthopien. Und Tadios Tewolde, Unternehmer aus Frankfurt mit äthiopischen Wurzeln, bringt dieses Wunderkraut nach Deutschland. Und exportiert im Gegenzug wirtschaftliche Sicherheit nach Afrika. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in unserem neuen Portrait unserer Reihe von Gründerstories.

Name: Moringreen GmbH Startup aus: Frankfurt/Main Gegründet: 2014 Webseite: www.moringreen.de
Aktuelle Crowdfunding Kampagne: Moringreen auf One Planet Crowd

Moringreen: Das ist unser Produkt

Moringreen stellt Naturprodukte auf Basis der Moringa-Pflanze her und vertreibt diese. Der Moringabaum, auch „Baum des Lebens“ genannt, zählt zu den vitalstoffreichsten Pflanzen der Welt. Die Blätter enthalten einen hohen Anteil an Mikro- und Makronährstoffen, die eine wesentliche Rolle in der Zellsymbiose spielen. Für unsere Produkte kaufen wir die Rohstoffe in Äthiopien ein. Dort haben wir eine landwirtschaftliche Kooperative von Kleinfarmern ins Leben gerufen, die Moringa Bäume nachhaltig und biologisch anbaut. Wir kaufen ihnen Moringabestandteile (Blätter, Samen) ab und verarbeiten es hier in Deutschland zu hochwertigen Produkten weiter.

Das sind unsere USPs

Nährstoffe der Natur modern produziert und absolut fair gehandelt – das ist MORINGREEN. Wir stellen die uralte Verbindung zwischen Mensch und Natur wieder her. Dabei steht neben der Natur vor allem der Menschen und das Wohlbefinden des Körpers und des Geistes im Fokus.

Das sind unsere Kunden …

Alle Menschen, die Wert auf Gesundheit, Nachhaltigkeit und Fairness legen.

So kam uns die Idee…

Der Moringabaum fasziniert mich, seit meine afrikanische Großmutter mich mit ihm vertraut gemacht hat. Sie war eine anerkannte Naturheilkundlerin und liebte den Baum sowie seine Möglichkeiten für eine gesunde Ernährung. Kaum eine Pflanze ist weltweit so reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie dieser Baum. Nicht umsonst heißt er in Afrika auch traditionell „Baum des Lebens“, „Apothekenbaum“ oder auch „Wunderbaum“.

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Gleichermaßen habe ich bei meinen Tätigkeiten in internationalen Organisationen und in der freien Wirtschaft die Erfahrung gemacht, dass afrikanische Landwirte vor allem ein Problem haben: Ihnen fehlt der Zugang zu internationalen Märkten. Deshalb sind ihre mannigfachen Bemühungen, zu wachsen und sich eine solide Lebensgrundlage zu schaffen, sehr oft vergeblich. Genau das will ich mit dem Projekt ändern.

So wurde aus der Idee ein Unternehmen…

Ich führte zahlreiche Gespräche mit Experten. Angefangen mit den Farmern vor Ort, über Professoren, die sich mit der Pflanze wissenschaftlich beschäftigt haben, bis hin zum Hessischen Apothekenverband und einzelnen Apotheken in Frankfurt. All diese Informationen flossen dann in die Produktentwicklung und Konzeption ein. Als Test habe ich kleine Menge an Moringa-Kapseln produzieren lassen und diese auf Heilpraktiker-Messen und Kongressen und Endverbrauchermessen vertrieben. Basierend auf diesem Feedback habe ich das Produkt weiter optimiert.

Jede Firma braucht einen Namen – Moringreen fanden wir so …

Die ersten Ideen habe ich durch Brainstorming mit einigen Bekannten gesammelt. Der Namen „Moringreen“ ist mir bei einem Besuch einer Veranstaltung gekommen.

Das Startkapital haben wir erwirtschaftet, indem wir…

Die erste Phase habe ich aus meinen Ersparnissen finanziert. Nach kleinen Erfolgen habe ich von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Hessen mbH einen Mikromezzanin erhalten.

Venture Finanzierung: Das haben wir vor…

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Grundsätzlich macht eine Fremdfinanzierung erst ab dem Zeitpunkt der Skalierung einen Sinn. Ich bin ein Fan der Mischfinanzierung. In jedem Falle habe ich nun eine Crowdfunding-Kampagne gestartet: und zwar auf der Crowdfunding-Plattform „One Planet Crowd“.

Das waren unsere bisher wichtigsten Meilensteine …

  • Bio-Zertifizierung der Kleinfarmern in Äthiopien
  • Platzierung des ersten Produkts in den Apotheken
  • Das Produkt ist jetzt über die Webseite und in den Apotheken erhältlich.

Das sind unsere Vision und die nächsten wichtigen Meilensteine …

Meine Vision ist es, in fünf Jahren 1 Million Moringa-Bäume in Äthiopien anzupflanzen. Bereits 100 Bäume verbessern die Lebensbedingungen von einem Kleinfarmer und seiner Familie in Äthiopien signifikant.

Aktuell kennen relativ wenige Menschen hier in Deutschland den Moringabaum. Daher ist der Fokus, den Bekanntheitsgrad und dessen Nutzen für die deutsche Bevölkerung zu erhöhen. Nur wenn ein guter Absatzmarkt geschaffen wird, kann eine nachhaltige und tragfähige direkte Entwicklungshilfe geleistet werden.

Ich möchte die Produktpalette erweitern. Außerdem wollen wir die Infrastruktur für Farmer in Afrika verbessern, sie schulen und ihr Leben etwas einfacher machen. Schließlich sollen weitere Kooperativen aufgebaut werden.

Diese Menschen und Unternehmen haben uns wesentlich unterstützt…

  • Herr Johannsmann von den Wirtschaftspaten
  • Frau Just ( Just Consulting)
  • Frau Stevens (Frankfurter Volksbank)
  • Herr Leber (Bürgschaftsbank Hessen)
  • Andreas Küppers (Frankfurt School of Finance)
  • Ellen Bommersheim (Kompass Frankfurt)

So groß war das Team zum Start…

1 Person
sowie die Kooperative in Äthiopien, bei Bedarf werden Dienstleistungen eingekauft.

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Stichwort Lean Startup: So haben wir unsere Zielgruppe/unser Produkt erstmal getestet …

Bei der Produktentwicklung habe ich zuerst den Hessischen Apothekenverband um einige Ratschläge gebeten. Mit diesen Informationen bin ich zu einzelnen Apotheken in Frankfurt gegangen. Die Frage, die ich ihnen gestellt habe: Unter welchen Umständen würden Sie mein Produkt in Ihren Regal aufnehmen?

Basierend auf diesen Informationen wurde das Produkt entwickelt. Somit hatte ich gleich die ersten Kunden.

Deshalb bin ich Gründer / Unternehmer …

Vor der Gründung war ich als Ökonom und Zentralbanker tätig. Jetzt bin ich geschäftsführender Gesellschafter der Firma Moringreen in Frankfurt am Main.

Fehler: Das würden wir beim nächsten Mal anders machen …

Frühzeitig Arbeitsprozess auslagern: Manchmal ist der vermeintliche längere und komplizierte Weg der richtige. Daher lohnt es sich, sich intensiver damit zu beschäftigen.

Krisen? Wir haben sie gemeistert durch …

Das Problem, welches zur Krise geführt hat, identifizieren und eine Lösung dafür finden. Helfen können Gespräche mit Personen/Unternehmern, die eine ähnliche Situation durchlebt oder erlebt haben.

So sieht unser Büro heute aus. So wünschen wir uns das zukünftig …

Derzeit haben wir mobiles Büro (Homeoffice; Sharing etc), somit können wir die Fixkosten gering halten. Auch in der Zukunft möchten wir diese Flexibilität bis zum gewissen Grad beibehalten.

Bücher, Musik, Filme, Videospiele, Ausstellungen, Vorträge – das inspiriert uns …

Das Riccardo-Modell während meines Studiums und viele individuelle Gespräche mit Personen, die sich theoretisch und/oder praktisch mit Entwicklungspolitik beschäftigen.

Wir hätten gerne als Werbefigur, weil …

Nena, weil:
„Wir sind alle ein Teil vom Ganzen und jeder Mensch ist mit verantwortlich für das, was auf dieser Erde geschieht.“

3 Leute, denen wir regelmäßig auf Twitter/LinkedIn/Facebook folgen …

3 Bücher, die man als Gründer unbedingt gelesen haben sollte …

  • Das große 1×1 der Erfolgsstrategie (K. Friedrich, F. Malik, L. J Seiwert, W. Mewes)
  • Meine Marke (Hermann H. Wala)
  • Small is beautiful (E. Friedrich Schumacher)

Überblick Unternehmensdaten MORINGREEN:

Name: Moringreen GmbH
Logo:  moringreen-logo
Gründungsdatum: 4. November 2013, Launch März 2014
Gründungsphase: Eineinhalb Jahre Planung, Konzeption, Gespräche mit Experten
Gesellschaftsform (heute/angestrebt): GmbH
Gründer: Tadios Tewolde
Kooperationen: Kooperative in Äthiopien, Apothekengroßhandel, Heilpraktiker, gesundheitorientierte Personen
Website: www.moringreen.de
Firmensitz: Walther von Cronberg Platz 9, 60594 Frankfurt/Main
Social Media: facebook

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