Virales Marketing

Ihre Neuigkeit verbreitet sich wie ein Virus. Möglich macht das virales Marketing. Wie es funktioniert und worauf Sie achten müssen, erfahren Sie hier.

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Dialog im Todesstern Stuttgart:
„Jetz mach i mir aber wirklich glei in die Hosn. Des ist doch nix b´sonderes mehr, nee das macht doch wirklich jedes kloine Handwerkerle.“
„Der Unterschied ist bloß, dass wir mehr Kohle ham als jeds kloine Handwerkerle.“

Mit seiner schwäbelnden Neuinterpretation einer Starwars-Szene hat sich Dominik Kuhn aka viralman nicht nur in die Herzen skeptischer Werbemacher gespielt. Er hat mit dem Video auch gezeigt, wie virales Marketing funktioniert. Durch eine coole Idee und viel Humor. Knapp 4,5 Millionen Klicks hat der viral spot auf youtube gesammelt.
Virales Marketing, auch Viralmarketing oder Virusmarketing genannt, nutzt soziale Netzwerke und Medien dazu, durch eine ungewöhnliche Nachricht auf eine Marke, ein Produkt oder eine Kampagne aufmerksam zu machen.
Das Prinzip ist wie der Krankheitserreger – der Virus – auch: Angesteckt von der tollen Idee trägt der „Infizierte“ diese weiter, infiziert also andere Personen mit seiner Begeisterung. Und so setzt sich das fort.
Methoden des viralen Marketings gibt es viele: Postkarten, Filmclips oder Beiträge in Internetforen, Blogs und Posts in den sozialen Netzwerken. Allen gemeinsam ist, das sich häufig ein Erfolg einstellt, der – gemessen am minimalen finanziellen Aufwand – überproportional groß ist. Besonders sinnvoll im Internet ist die Verlinkung auf eine Landing Page.
Es gibt auch ein so genanntes passives virales Marketing: Hier verbreitet der Nutzer die Nachricht allein schon durch die Nutzung des Produkts. Klassisches Beispiel: Mit kurzen Werbezeilen am Ende der Email weisen Emailhosts auf ihren kostenlosen Dienst hin.
Weitere Beispiele erfolgreichen viralen Marketing: Das Werbespiel Moorhuhn, entwickelt von der Firma PhenomediaAG für Johnnie Walker, erreichte innerhalb kürzester Zeit enorme Popularität. Diese übertrug sich auch auf die Marke. Und auch der Film Blair Witch Project, einer Horror-Low-Budget-Produktion von 1999, wurde vor allem durch eine Kampagne im Internet erfolgreich, die den Anschein erweckte, dass die im Film gezeigten Studenten tatsächlich verschwunden sind.
Wichtigstes Element für virales Marketing ist das Seeding, die Verbreitung. Hier gilt es, zielgruppengenau die viraler Botschaften zu platzieren. Am häufigsten genutzt werden hierfür Social Media, Chats, Instant-Messenger oder E-Mail. Sie sind schnell und preiswert. Aber auch der „Tell-A-Friend“-Button ist sehr hilfreich. Um zielgruppengenau zu Platzieren eignen sich Beiträge innerhalb von bestehenden Communitys.
Doch bei viral Marketing ist Vorsicht geboten: Zum einen kann eine besonders erfolgreiche Kampagne zu Folgekosten führen, die mit dem eigentlichen Marketingziel nichts mehr zutun haben. Außerdem ist der Erfolg der Kampagne noch nicht der Erfolg der Werbebotschaft: Die gewonnene Aufmerksamkeit muss klar zu dem Verkaufsziel führen und dafür muss die Werbung entsprechend gestaltet sein.

Gründerrat

Insbesondere das Seeding, die Verbreitung, ist heute die größte Herausforderung: Es gibt viele lustige, spannende, informative Angebote, die die Netzgemeinde beschäftigen. Mit denen steht Ihre Botschaft in Konkurrenz. Helfen können so genannte Seeding-Agenturen, die durch ihre Erfahrungen und ihren Zugang zu Meinungsführern und Trendsettern virale Inhalte platzieren können.

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