Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Bun­des­re­gie­rung plant neue Hür­den für Startups

Im Jah­res­wirt­schafts­be­richt kün­digt die Bun­des­re­gie­rung eine Ver­schär­fung der Fusi­ons­kon­trol­le an: Der Ver­kauf eines Start-ups könn­te künf­tig schwie­ri­ger werden.

Nach Ansicht des Digi­tal­ver­bands Bit­kom könn­te es für Grün­der und Inves­to­ren in Deutsch­land künf­tig schwie­ri­ger wer­den, ihr Start-up zu ver­kau­fen. Im aktu­el­len Jah­res­wirt­schafts­be­richt kün­digt die Bun­des­re­gie­rung an, die Fusi­ons­kon­trol­le aus­zu­wei­ten. Dazu sol­len die Wett­be­werbs­be­hör­den auch abhän­gig vom Kauf­preis tätig wer­den, nicht erst ab bestimm­ten Umsatz­gren­zen. Nach Ansicht des Bit­kom führt allei­ne die Ankün­di­gung einer sol­chen schär­fe­ren Kon­trol­le zur Ver­un­si­che­rung von natio­na­len und inter­na­tio­na­len Investoren.

 

Wir bedau­ern, dass die Bun­des­re­gie­rung in ihrem Jah­res­wirt­schafts­be­richt eine Aus­wei­tung der Fusi­ons­kon­trol­le ankün­digt, die das erklär­te Ziel hat, Über­nah­men von Start-ups schär­fer zu kon­trol­lie­ren. Ein Ver­kauf muss für Grün­der und Inves­to­ren ein Weg sein, der nicht künst­lich erschwert wer­den darf“, sagt Bit­kom-Geschäfts­lei­ter Niklas Velt­kamp. „Zusätz­li­che Büro­kra­tie ver­un­si­chert Inves­to­ren, ver­zö­gert und gefähr­det Exits und schwächt den Start-up-Stand­ort Deutsch­land im inter­na­tio­na­len Wettbewerb.“

Für Grün­der in Deutsch­land wird es dadurch schwe­rer, an das not­wen­di­ge Kapi­tal für ihr Start-up und für eine rasche inter­na­tio­na­le Expan­si­on zu gelan­gen. „Wir haben hier­zu­lan­de lei­der noch viel zu weni­ge Exits von inter­na­tio­na­ler Bedeu­tung, die­se soll­ten wir nicht zusätz­lich erschwe­ren“, so Velt­kamp. Es sei zudem frag­lich, wie bei schnell ska­lie­ren­den Geschäfts­mo­del­len eine Kar­tell­be­hör­de die Gefahr einer Markt­be­herr­schung auf mög­li­cher­wei­se noch nicht erkenn­ba­ren, neu­en Märk­ten prü­fen wolle.

Die heu­te ange­kün­dig­te Aus­wei­tung der Fusi­ons­kon­trol­le wider­spricht dem erklär­ten Ziel der Bun­des­re­gie­rung, Deutsch­land zu einem füh­ren­den Start-up-Stand­ort zu machen“, so Velt­kamp. Von 30 im Koali­ti­ons­ver­trag und im Lau­fe der Legis­la­tur­pe­ri­ode ange­kün­dig­ten Ein­zel­maß­nah­men, von denen Start-ups oder Grün­der direkt pro­fi­tie­ren wür­den, sind erst acht umge­setzt wor­den. Bei zehn Pro­jek­ten ist dage­gen noch über­haupt nichts pas­siert. Dazu gehört etwa das ver­spro­che­ne Ven­ture-Capi­tal-Gesetz, das für die Wachs­tums­fi­nan­zie­rung von Start-ups außer­or­dent­lich wich­tig wäre.

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