Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Deutsch­land hat schwa­che Startup-Kultur

Um Deutsch­lands Start­up Kul­tur ist es nicht gut bestellt – zu die­sem Ergeb­nis kommt eine Stu­die, die Unter­neh­mens­grün­dun­gen welt­weit vergleicht.

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Seit Aus­bruch der Finanz­kri­se haben sich die Volks­wirt­schaf­ten der BRICS-Staa­ten weit­aus leben­di­ger ent­wi­ckelt als die der west­li­chen Indus­trie­na­tio­nen. In Bra­si­li­en, Russ­land, Indi­en, Chi­na und Süd­afri­ka wur­den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sie­ben­mal so vie­le Unter­neh­men neu gegrün­det wie in den G7-Staa­ten. Zu die­sem Ergeb­nis kommt eine inter­na­tio­na­le Lang­zeit­un­ter­su­chung von RSM, einem welt­wei­ten Zusam­men­schluss unab­hän­gi­ger Prü­fungs- und Beratungsgesellschaften.

Von allen 35 Län­dern leg­te die Zahl der Unter­neh­men in Hong­kong am meis­ten zu: von 655.000 in 2007 auf 956.000 in 2011. Schluss­licht bil­det Süd­afri­ka, das als ein­zi­ges Land der BRICS-Staa­ten ein Nega­tiv-Wachs­tum auf­weist. Hier wur­den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich mehr Unter­neh­men geschlos­sen als neu gegrün­det. In Euro­pa liegt Zypern an der Spit­ze (8,4 Pro­zent), ganz am Ende ran­giert Por­tu­gal (minus 0,8).

Deutsch­land Start­up-Ent­wick­lung stagniert

Deutsch­land dage­gen hat nach den Zah­len eine nur schwach ent­wi­ckel­te Start­up-Kul­tur. Von 2007 bis 2011 ent­stan­den net­to ledig­lich 75.000 neue Unter­neh­men. Mit einer jähr­li­chen Zuwachs­ra­te von 0,6 Pro­zent weist die Bun­des­re­pu­blik einen nahe­zu sta­gnie­ren­den Markt auf und liegt damit sogar leicht unter dem Durch­schnitt der G7-Staa­ten. „Vor dem Hin­ter­grund, dass Deutsch­land zu den wett­be­werbs­stärks­ten Volks­wirt­schaf­ten der Welt zählt, ist dies über­ra­schend“, so Chris­ti­an Rol­ler. „Aller­dings zeigt es auch, wel­che Poten­zia­le geweckt wer­den kön­nen, wenn Unter­neh­mens­neu­grün­dun­gen nach­hal­tig geför­dert werden.“

Ihr Start­up viel­leicht nach Frank­reich transferieren

Inner­halb Euro­pa über­rascht Frank­reich. Hier wur­de mit 4,5 Pro­zent der ver­hält­nis­mä­ßig höchs­te Zuwachs an Unter­neh­men ver­zeich­net, und das bei gleich­zei­tig rela­tiv nied­ri­gem Wirt­schafts­wachs­tum. Dies, so die Stu­di­en­ex­per­ten von RSM Inter­na­tio­nal, las­se sich auf spe­zi­el­le Wirt­schafts­pro­gram­me zurück­füh­ren. So wur­de in Frank­reich 2009 eine Initia­ti­ve namens „Auto Entre­pre­neur“ ver­ab­schie­det, durch die eine Start­up-Kul­tur geför­dert wur­de. Wei­te­re euro­päi­sche Län­der mit über­durch­schnitt­lich hohen Zah­len sind die Schweiz (6,8 Pro­zent), die Nie­der­lan­de (5,2) und Mal­ta (3,3).

Die Stu­die „The Road to Reco­very!“ kön­nen Sie hier downloaden.

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