Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Erreich­bar­keit über die Fei­er­ta­ge: Ein­fach mal abschalten

Immer weni­ger Men­schen reagie­ren im Urlaub oder an Fei­er­ta­gen auf dienst­li­che Kurz­nach­rich­ten, Anru­fe oder E-Mails. Trotz­dem schal­tet nur jeder Drit­te zwi­schen den Jah­ren kom­plett ab.

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Zwei Drit­tel der Berufs­tä­ti­gen (65 Pro­zent), die über die Weih­nachts­fei­er­ta­ge und zwi­schen den Jah­ren Urlaub machen, sind wäh­rend die­ser Zeit dienst­lich erreich­bar. Das ist das Ergeb­nis einer reprä­sen­ta­ti­ven Umfra­ge im Auf­trag des Digi­tal­ver­bands Bit­kom. Im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren ist die Zahl der­je­ni­gen, die auch wäh­rend ihrer frei­en Tage für Vor­ge­setz­te, Kol­le­gen oder Kun­den ansprech­bar sind, erneut zurück­ge­gan­gen. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren noch 73 Pro­zent, 2014 sogar 76 Pro­zent zwi­schen den Jah­ren erreichbar.

Sowohl sei­tens der Mit­ar­bei­ter als auch der Arbeit­ge­ber wächst das Bewusst­sein dafür, wie wich­tig es ist, Erho­lungs­zei­ten kon­se­quent als sol­che zu ver­ste­hen und ein­zu­hal­ten. Nur wer auch ein­mal kom­plett aus­spannt, kann auf Dau­er im Job die vol­le Leis­tung brin­gen“, sagt Bit­kom-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Dr. Bern­hard Roh­le­der. „Vie­le Unter­neh­men haben ver­bind­li­che inter­ne Rege­lun­gen ein­ge­führt, damit sich Ange­stell­te wäh­rend ihrer frei­en Tage nicht unter Druck gesetzt füh­len kön­nen, sich mit beruf­li­chen Belan­gen auseinanderzusetzen.“

Vor allem auf Kurz­nach­rich­ten aus dem Büro oder von Kun­den wird trotz Urlaubs reagiert. Drei von fünf Befrag­ten (58 Pro­zent) beant­wor­ten beruf­li­che SMS, Whats­App-Nach­rich­ten oder iMessa­ges. Etwa jeder Zwei­te nimmt dienst­li­che Anru­fe ent­ge­gen (53 Pro­zent) oder ant­wor­tet auf geschäft­li­che E-Mails (47 Pro­zent). Im Vor­jahr war die Mehr­heit per Tele­fon erreich­bar (60 Pro­zent), gefolgt von E-Mails (55 Pro­zent) und Kurz­nach­rich­ten (53 Prozent).

Befragt nach dem Grund, wes­halb sie auch in ihrer frei­en Zeit dienst­li­che Anlie­gen beant­wor­ten, gibt mehr als die Hälf­te der Befrag­ten (55 Pro­zent) an, dass ihre Vor­ge­setz­ten dies von ihnen erwar­ten wür­den. Mehr als ein Drit­tel (37 Pro­zent) denkt, sie erfül­len damit die Erwar­tun­gen ihrer Kol­le­gen. Ein Vier­tel (25 Pro­zent) sagt, sie müss­ten ihren Kun­den zur Ver­fü­gung ste­hen. Jeder Fünf­te (19 Pro­zent) möch­te auf eige­nen Wunsch wäh­rend der Urlaubs­ta­ge erreich­bar sein.

Die Zahl der­je­ni­gen, die kom­plett auf Sen­de­pau­se gehen, ist in die­sem Jahr gestie­gen: Gut ein Drit­tel (35 Pro­zent) der Berufs­tä­ti­gen, die Urlaub haben, gibt an, in die­sem Jahr wäh­rend der frei­en Tage dienst­lich nicht erreich­bar zu sein. Im ver­gan­ge­nen Jahr woll­ten sich 27 Pro­zent beruf­lich aus­klin­ken, im Jahr 2014 war es nur jeder Vier­te (24 Pro­zent). Vor allem die Jün­ge­ren legen Wert dar­auf, in ihrer Frei­zeit nicht kon­tak­tiert zu wer­den: Gut die Hälf­te (47 Pro­zent) der bis 29-Jäh­ri­gen will zwi­schen den Jah­ren nicht erreich­bar sein. Unter den 30- bis 49-Jäh­ri­gen und den 50- bis 64-Jäh­ri­gen stellt nur knapp jeder Drit­te (32 und 31 Pro­zent) den Kon­takt mit Kol­le­gen, Kun­den und Vor­ge­setz­ten ein.

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