Start-ups profitieren: Deutschlandfonds soll mehr Investitionen in die Zukunft anregen

30 Milliarden Euro: Bundesregierung und KfW setzen Impuls für mehr private Investitionen in zentralen Zukunftsfeldern.

Er gilt als wichtiges Signal für mehr Investitionen in Innovation und Wachstum am Standort Deutschland: Der Deutschlandfonds soll privates Kapital für Investitionen mobilisieren, um die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu steigern. Dafür stellt der Bund öffentliche Mittel und Garantien in Höhe von rund 30 Milliarden Euro zur Verfügung. Das Ziel dabei: Es sollen insgesamt rund 130 Milliarden Euro zusätzliche Investitionen stimuliert werden.

„Der Deutschlandfonds mit seinem Fokus auf die Wachstumsphase ist ein richtiger Schritt. Angesichts der milliardengroßen Finanzierungslücke brauchen wir von der Bundesregierung weitere Anstrengungen“, sagt Verena Pausder, Vorsitzende des Startup-Verbands. „Entscheidend ist, ihn konsequent zu ergänzen.“

Angesichts des internationalen Wettbewerbs und weiterhin großer Finanzierungslücken bei deutschen Startups und Scaleups sieht der Verband zugleich weiteren Handlungsbedarf, um Innovationen in Deutschland konsequent zur Skalierung zu bringen.

Mit vielen Neugründungen 2025 sei Deutschland insbesondere in der frühen Phase stark und verfüge über eine leistungsfähige Forschungslandschaft. Gleichzeitig fehlten bislang häufig die Voraussetzungen, um erfolgreiche Start-ups in Deutschland zu internationalen Unternehmen weiterzuentwickeln. „Wir bauen die Rampe – und andere Länder ernten den Erfolg. Genau hier müssen wir ansetzen“, so Pausder.

Während in den USA im Jahr 2024 pro Kopf rund 510 Euro in Startups investiert wurden, lag der Wert in Frankreich bei 108 Euro und in Deutschland bei 90 Euro. Bezogen auf die Wirtschaftsleistung liegt Deutschland unter den 40 größten Volkswirtschaften nur auf Platz 18 und damit im internationalen Mittelfeld.

Positiv bewertet der Startup-Verband, dass der Deutschlandfonds gezielt Instrumente für die Wachstumsphase von Scaleups vorsieht. Dazu zählt „Scaleup Direct“, das erfolgreichen Scaleups einen zusätzlichen Schub in Richtung internationaler Tech-Champions geben kann. Für DeepTech-Startups sind zudem First-of-a-Kind-Finanzierungen (FOAK) entscheidend, etwa für den Aufbau erster Produktionsstätten. „DeepTech braucht andere Instrumente als klassisches Venture Capital allein. Wer hier richtig investiert, schafft die industrielle Wertschöpfung von morgen“, so Pausder.

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