100.000 Euro Gründerkredit und neue Hubs: Frankfurt baut Startup-Förderung aus
Frankfurt baut seine Startup-Förderung um: Ab 2027 entstehen zwei neue Standorte mit Büros, Beratung und Netzwerkangeboten. Das bisherige Gründerzentrum schliesst nach mehr als 25 Jahren.
Frankfurt stellt seine Gründungsförderung neu auf. Ab Januar 2027 sollen zwei neue Standorte Startups und junge Unternehmen mit Büros, Beratung, Veranstaltungen und besseren Möglichkeiten zur Vernetzung unterstützen. Das bisherige Gründerzentrum an der Hanauer Landstraße wird geschlossen.
Einer der neuen Standorte entsteht im Futury Startup Space am Bertramshof. Dort zieht der 2025 gegründete Games Hub Frankfurt ein. Durch die Nähe zu Startups, Hochschulen, Unternehmen und Investoren sollen Kooperationen und Technologietransfer erleichtert werden. Im Fokus stehen neben der Games-Branche unter anderem KI, immersive Anwendungen, digitale Plattformen und weitere Zukunftstechnologien.
Der zweite Standort entsteht nahe dem Ostbahnhof in der Jakob-Latscha-Straße. Das sogenannte New Business Lab soll Beratungs-, Büro- und Veranstaltungsflächen bieten. Dort wird auch Kompass – Zentrum für Existenzgründungen Frankfurt am Main angesiedelt. Die Wirtschaftsförderung verspricht sich davon kürzere Wege und eine engere Verzahnung von Beratung, Qualifizierung und Netzwerkangeboten.
Die neuen Flächen richten sich gezielt an Unternehmen in den ersten fünf Jahren nach der Gründung. Frankfurt hatte seine Unterstützung für Gründer zuletzt bereits ausgebaut. So wurde die maximale Kreditsumme des Frankfurter Gründerfonds auf 100.000 Euro je Gründung verdoppelt.
Das bisherige Gründerzentrum in der Hanauer Landstraße wird Ende 2026 nach mehr als 25 Jahren geschlossen. Das städtische Gebäude ist sanierungsbedürftig, nicht barrierefrei und bietet nur eingeschränkte Möglichkeiten für Veranstaltungen und Vernetzung.
Aktuell sind dort noch 27 Unternehmen ansässig. Zwölf davon können laut Stadt grundsätzlich an einen der neuen Standorte wechseln, da ihre Gründung weniger als fünf Jahre zurückliegt. Für die übrigen Unternehmen will die Wirtschaftsförderung bei der Suche nach neuen Flächen im Frankfurter Stadtgebiet helfen.