Positive Signale für Startups: Der neue Koalitionsvertrag stimmt Business Angels zuversichtlich
Business Angels Deutschland (BAND) nimmt die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD für die kommende Bundesregierung positiv zur Kenntnis. Insbesondere die deutliche Betonung der Bedeutung von Startups stimmen den Verband der Angel Investorinnen und Investoren zuversichtlich.

Startups werden im neuen Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD als zukünftige Hidden Champions und DAX-Konzerne durchaus positiv bestärkt. Der Verband der Business Angels Deutschland (BAND) sieht darin ein positives Signal. Zuversichtlich stimmen auch Vereinbarungen über konkrete Schritte zur Reduzierung bürokratischer Hürden und zur Stärkung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung.
BAND hatte im Vorfeld der Koalitionsverhandlungen in einem Positionspapier zentrale Forderungen zur Verbesserung des Ökosystems für junge, innovative Unternehmen formuliert. Die Aussage im Koalitionsvertrag, dass „Start-ups die Hidden Champions und DAX-Konzerne von morgen“ sind, deckt sich mit der Einschätzung von BAND, dass die Innovationskraft und das Wachstumspotenzial junger Unternehmen maßgeblich zur langfristigen Stärkung der deutschen Wirtschaft beitragen und eines entsprechenden Fokus wert sind.
Gerade Business Angels mit ihrem hochflexiblen Finanzierungsansatz in der Frühphase bilden hier die Grundlage für Startups, sich in beide Richtungen – sei es Hyperskalierung mit “Einhorn”-Ambitionen oder per nachhaltigem Wachstum zum führenden Mittelständler – zu entwickeln.
Die im Koalitionsvertrag angekündigte Prüfung einer „Gründerschutzzone“ sowie die Absicht, notarielle Vorgänge zu vereinfachen und digitale Beurkundungsprozesse sowie den automatischen Datenaustausch zu ermöglichen, adressieren zentrale Forderungen von BAND. Die Schaffung eines „One-Stop-Shops“ für alle Anträge und Behördengänge mit dem Ziel einer Unternehmensgründung innerhalb von 24 Stunden ist ein ambitioniertes, aber dringend notwendiges Vorhaben, um Deutschland als Gründerstandort attraktiver zu gestalten.
Für BAND als bundesweiter Vertreter der Business Angels, die etwa 75 Prozent des frühphasigen Investmentaufkommens leisten, sind die geplanten Schritte zur stärkeren Mobilisierung privaten Kapitals und zur Öffnung institutioneller Investoren für Wagniskapital ein wichtiges Signal. Die Verdopplung der WIN-Initiative auf über 25 Milliarden Euro und die Verstetigung des Zukunftsfonds bis 2030 sind Schritte in die richtige Richtung.
Die geplante Stärkung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung durch eine praxisnahe Ausgestaltung des Steuer- und Sozialversicherungsrechts ist ein weiterer wichtiger Schritt, den BAND ausdrücklich begrüßt. Eine attraktive Mitarbeiterbeteiligung ist entscheidend, um auf international wettbewerbsfähigem Niveau Talente für Start-ups zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden.
Wenngleich der Koalitionsvertrag noch keine detaillierten Angaben zur Optimierung der Förderlandschaft für Start-ups enthält, sieht BAND die genannten Vorhaben als positive erste Signale. Der Verband appelliert an die künftige Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag angedeuteten Maßnahmen zügig und im Sinne der Start-ups und des Innovationsstandorts Deutschland umzusetzen.