Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre: ShoeCommerce gewinnt mit 3D-Fußvermessung

Gesunde Mitarbeitende, innovative Ideen: Beim Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre setzte sich das Startup ShoeCommerce mit einer 3D-Fußvermessung durch und gewann 5.000 Euro Preisgeld.

Wie lassen sich Gesundheit und Arbeit besser miteinander verbinden? Antworten darauf lieferten sieben Start-ups beim diesjährigen Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre. Zum zehnten Mal zeichnete die Universität Witten/Herdecke innovative Geschäftsideen aus, die gesündere Arbeitswelten schaffen sollen. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro sowie zwei Beratungspakete vergeben.

Den ersten Platz sicherte sich das Startup ShoeCommerce. Das Unternehmen überzeugte die Jury mit einer Lösung zur präzisen 3D-Fußvermessung, die Beschäftigte schneller und passgenauer mit geeignetem Schuhwerk versorgen soll. Gerade in Berufen mit hohen Anforderungen an Sicherheitsschuhe oder langem Stehen könnte das die Gesundheit der Mitarbeitenden verbessern. Für den Sieg erhielt das Team ein Preisgeld von 5.000 Euro.

Gründer Alexander Görlitz nutzte die Preisverleihung für eine Botschaft an andere Gründerinnen und Gründer: Startups bräuchten Mut, eine gute Idee und den Willen, langfristig durchzuhalten.

Weitere Auszeichnungen für Startups

Den zweiten Platz belegte DermaPurge von Gründer Felix Klee. Neben 3.000 Euro Preisgeld gewann das Team auch den Publikumspreis, der mit weiteren 1.000 Euro dotiert war.

Auf Rang drei landete Wellenpuls, das sich über 1.000 Euro freuen durfte. Zwei Beratungspakete von Arvato Systems im Wert von jeweils 10.000 Euro gingen an Motion Miners und Kompass 360°. Komplettiert wurde das Finale durch die Start-ups Onuava und hTRIUS.

Fokus auf Gesundheit am Arbeitsplatz

Unter dem Motto „Placing Health at the Heart of Business“ stand die diesjährige Jubiläumsausgabe ganz im Zeichen innovativer Lösungen für gesunde Arbeitsplätze. Die sieben Finalisten präsentierten ihre Konzepte vor einer interdisziplinären Jury aus Wirtschaft, Gesundheitswesen und Wissenschaft.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Videobotschaft der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur. Sie ermutigte die Gründerinnen und Gründer, mutig zu bleiben und ihre Ideen weiterzuverfolgen.

Zur Jury gehörten unter anderem Startup-Gründer, Vertreterinnen aus dem Gesundheitswesen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Bewertet wurden Innovationsgrad, Nutzen und Marktpotenzial der eingereichten Konzepte.

Studierende organisieren den Wettbewerb

Eine Besonderheit des Wittener Preises für Gesundheitsvisionäre: Der Wettbewerb wird jedes Jahr von Studierenden der Universität Witten/Herdecke organisiert. Für das diesjährige Team war die Jubiläumsausgabe der Abschluss monatelanger Vorbereitung.

Initiatorin Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko zog ein positives Fazit. Innovative Lösungen im Arbeitsschutz könnten Leben retten und die Gesundheit von Beschäftigten in Bereichen wie Bau, Logistik, Produktion oder Pflege nachhaltig verbessern. Gleichzeitig habe das studentische Organisationsteam gezeigt, wie praxisnah gesellschaftlich relevante Themen an der Universität umgesetzt werden können.

X
X