Mehr Frauen entscheiden übers Geld

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Der Mann verdient das Geld und die Frau kümmert sich um Haushalt und Kinder – diese Rollenverteilung ist längst nicht mehr die Regel. Aber wer hat in Beziehungen eigentlich die Hoheit über die Haushaltskasse?

Inzwischen entscheiden in jeder zweiten Partnerschaft Männer und Frauen gleichberechtigt über das Vermögen (im Schnitt 54 Prozent). Je höher das Haushaltsnettoeinkommen und je jünger die Befragten, desto gleichberechtigter sehen sich die Paare. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des Finanzdienstleisters HORBACH. Gefragt wurden Männer und Frauen nach ihren Gewohnheiten bei der privaten Finanzplanung sowie nach ihren Prioritäten im Leben unterteilt in die Regionen Nord, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mitte, Ost, Baden-Württemberg und Bayern sowie nach Einkommen und Alter. Ebenfalls nach Regionen betrachtet sehen sich die Partner bei der Verwaltung des Finanztopfes jeweils mit über 50 Prozent gleichberechtigt. Im Norden Deutschlands sind es sogar rund zwei Drittel der Befragten. Aber auch an anderer Stelle zeigt sich das steigende Selbstbewusstsein der Frauen, wenn es um das Thema Geld geht. 49 Prozent gaben an, dass ihnen finanzielle Unabhängigkeit wichtig ist.

Eine Tendenz, wie sie auch Frank Beumer, Finanzberater vom Finanzdienstleister HORBACH bestätigt: „In einzelnen Fällen machen wir sogar die Erfahrung, dass Frauen entgegen dem Willen ihrer Lebenspartner eine eigene Entscheidung zur Finanzplanung treffen und umsetzen. Wir vermuten, dass heute viel stärker als früher bekannt ist, dass gerade Frauen im Fall von Familienplanung frühzeitig informiert und versorgt sein sollten.“

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