Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Mit­tel­schicht: Bei­na­he die Hälf­te aller Deutschen

Nicht der Kum­mer der Rei­chen und nicht die Pro­ble­me der Armen: Die Mit­tel­schicht genießt per Defi­ni­ti­on die Ruhe eines mit­tel­mä­ßi­gen Lebens. Und sie machen die größ­te Bevöl­ke­rungs­grup­pe aus. Grund genug, ihre Situa­ti­on in einer Stu­die zu prüfen.

5/5 (1)

Vom Fach­ar­bei­ter bis zum Gym­na­si­al­leh­rer – die Mit­tel­schicht in Deutsch­land ist bun­ter und viel­fäl­ti­ger gewor­den. Sie ist aber wei­ter­hin eine sta­bi­le Säu­le der Gesell­schaft, weil eng gefasst nach wie vor rund 50 Pro­zent der Bevöl­ke­rung zur Mit­tel­schicht zäh­len. Das zeigt die jetzt vom Insti­tut der deut­schen Wirt­schaft Köln (IW) vor­ge­leg­te Stu­die „Arm und Reich in Deutsch­land: Wo bleibt die Mitte?“.

Wer ist die Mittelschicht

Neben sozio­kul­tu­rel­len Merk­ma­len wie Bil­dung und Beruf ist das Monats­ein­kom­men ein wich­ti­ger Maß­stab dafür, ob jemand zur Mit­tel­schicht gehört oder nicht. Beson­ders stark ver­tre­ten ist die sozio­kul­tu­rel­le Mit­te in einem Band, das von 80 bis 150 Pro­zent des mitt­le­ren Ein­kom­mens reicht. Für einen Allein­ste­hen­den ent­spricht dies bei­spiels­wei­se einem monat­li­chen Net­to­ein­kom­men zwi­schen 1.310 und 2.457 Euro. Die Fami­lie ist in der gesell­schaft­li­chen Mit­te kein Aus­lauf­mo­dell. Jeder Zwei­te, der dazu­ge­hört, lebt in einem Paar­haus­halt mit Kindern.

Ver­mö­gend und gefährdet

Die Mit­tel­schicht in Deutsch­land kann auch auf nen­nens­wer­te Ver­mö­gen zurück­grei­fen. So besitzt ein Mit­tel­schichts-Ehe­paar ein durch­schnitt­li­ches Net­to­ver­mö­gen von gut 160.000 Euro; ein Gut­teil davon steckt in selbst genutz­tem Wohneigentum.
Ver­mö­gens­mil­lio­nä­re sind in der Mit­te eben­falls kei­ne Sel­ten­heit. Ins­ge­samt ver­eint die Mit­tel­schicht 42 Pro­zent des Net­to­ver­mö­gens in Deutsch­land auf sich. Die Plä­ne der Poli­tik, Ver­mö­gen künf­tig stär­ker zu belas­ten, tref­fen also nicht nur Top­ver­die­ner, son­dern auch die Eigen­heim­be­sit­zer aus der Mit­tel­schicht, war­nen die Auto­ren der Studie.

Judith Nie­hu­es, Thi­lo Schae­fer, Chris­toph Schrö­der: Arm und Reich in Deutsch­land: Wo bleibt die Mit­te? Ent­stan­den im Rah­men des von der Carl-Deil­mann-Stif­tung geför­der­ten For­schungs­pro­jekts „Wer ist die gesell­schaft­li­che Mit­te?“, Ana­ly­sen Nr. 89, Köln 2013, 64 Sei­ten, 18,90 Euro.

Bit­te bewer­te die­sen Artikel:

Kommentare
X