Neues Wagniskapital: Startup refundrebel macht der Bahn noch mehr Dampf

Zug zu spät, heißt Geld zurück: Das Startup refundrebel aus Ludwigshafen übernimmt bei Verspätungen bei der Deutschen Bahn die Erstattungsabwicklung für Fahrgäste und kann nun mit neuem Wagniskapital der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz noch mehr Dampf machen.

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Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) beteiligt sich über ihre Tochtergesellschaft, die Wagnisfinanzierungsgesellschaft für Technologieförderung in Rheinland-Pfalz mbH (WFT), mit Mitteln aus dem Innovationsfonds Rheinland-Pfalz II zusammen mit mehreren Privatinvestoren an der Firma refundrebel GmbH.

Das in Ludwigshafen ansässige Unternehmen betreibt eine Online-Plattform zur Durchsetzung von Entschädigungsansprüchen im Bahnverkehr: Bahnreisende können via Smartphone ihren Anspruch auf eine Entschädigungszahlung bei Zugverspätungen und Ausfällen prüfen lassen. Bei Aussicht auf Erfolg übernimmt refundrebel das Forderungsmanagement gegenüber dem Bahnunternehmen und erhält im Falle einer erfolgreich durchgesetzten Forderung eine Provision. Andernfalls ist der Service für den Kunden kostenlos.

“Die Innovation hierbei ist, dass die Plattform verschiedene heterogene Fahrkartentypen erkennt und automatisch die Daten zur weiteren Verarbeitung und Prüfung des Anspruchs extrahiert”, sagt Brigitte Herrmann, Bereichsleiterin Venture Capital der ISB und Geschäftsführerin der WFT. “Das Unternehmen wendet sich mit diesem Service sowohl an Privatpersonen als auch an Unternehmen, deren Angestellte Dienstreisen mit der Bahn absolvieren.”

Stefan Nitz von refundrebel erläutert hierzu ergänzend: “Im privaten Bereich macht nur jeder sechste Bahnfahrer überhaupt einen Anspruch auf Entschädigung geltend, weil der Prozess lediglich in Papierform existiert, der Fahrgast selbst sämtliche Informationen über seine Zugfahrt recherchieren und gegebenenfalls noch weiteren Schriftverkehr mit dem Bahnunternehmen führen muss. Wir nehmen ihm diese Tätigkeiten komplett ab und tragen gleichzeitig sein Kostenrisiko für den Fall, dass kein durchsetzbarer Anspruch besteht.”

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