Studie: Kreative achten auf Work-Life-Balance

Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH

Die Ergebnisse der zweiten Online-Befragung der Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg zeigt: Unternehmen erwarten moderates Wachstum und Kreative wünschen sich eine bessere Work-Life-Balance.

Moderates Wachstum

Die meisten Befragten (44 Prozent) sehen für die eigenen Teilbereiche ein gemäßigtes Wachstum, mit unterschiedlichen Aussichten in den einzelnen Teilbranchen, auch vor dem Hintergrund des digitalen Wandels. Die Software- und Games-Industrie blickt etwa optimistisch in die Zukunft (80 Prozent), im Buchmarkt sind die Erwartungen dagegen gedämpfter (30 Prozent).

Schwierige Trennung

Innovationsdruck und ein steigender Aufwand für die Neukundengewinnung werden als die größten Herausforderungen gesehen. Zusätzlich gewinnt das Thema Work-Life Balance an Bedeutung. Vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Drucks fällt vor allem kleineren Unternehmen eine klare Trennung von Arbeits- und Privatleben schwer. Atypische Arbeitsverhältnisse sind in der Kreativwirtschaft üblich und lassen die Grenzen zwischen den Sphären verschwimmen. Gerade Selbstständige müssen sehr flexibel reagieren und können ihre kreativen Ideen und Projekte auch in der Freizeit nicht einfach im Büro lassen.
Der Studie zufolge sind die Kreativschaffenden zwar mit den Ausbildungsmöglichkeiten im Land sehr zufrieden, allerdings werden Berufseinsteigern in der Kreativbranche selten feste Verträge angeboten.

Keine Verdrängung

Im Zuge der Digitalisierung verändert sich die Kreativbranche besonders stark. Viele neue Leistungsangebote und digitale Services werden geschaffen und geradezu „gehyped“. Dennoch sind lediglich 18 Prozent der Meinung, dass nicht-digitale Leistungen an Bedeutung verlieren. Bestehende kreative Leistungen werden weiterhin die Wirtschaftsgrundlage bilden, auch wenn die Bedeutung der Digitalisierung für Innovationen und Wachstum unbestritten bleibt.

Die Studie der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) und der MFG Innovationsagentur für IT und Medien skizziert Trends und Zukunftsaussichten in der Kreativbranche im Land. Sie ist im Mai 2013 erschienen und steht als Download zur Verfügung.

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6. Juni 2013

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