Basics "Ein Angebot erstellen" - Das gehört in ein Angebot, so ist es verbindlich | Mit Musterangebot

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Du hast das Interesse eines Kunden geweckt. Sehr gut. Damit aus dem Interesse ein Geschäft wird, ist ein korrekt erstelltes Angebot ein erster wichtiger Schritt. Wir erklären dir, worauf du bei der Angebotserstellung achten musst.

Angebot richtig erstellen: Mit dem professionellen Angebot auf der sicheren Seite

Bei Kundenanfragen gilt: Je professioneller und schneller du ihm ein gutes Angebot zukommen lässt, desto besser stehen deine Chancen auf ein erfolgreiches Geschäft.

Bei einfach strukturierten und wiederkehrenden Dienstleistungen oder häufig verkauften Produkten ist ein Angebot im Handumdrehen erstellt. Bei komplexeren Aufgaben ist es wichtig, die Angebotserstellung gut zu durchdenken und etwa den Zeitaufwand realistisch einzuschätzen.

Deshalb gilt im Vorfeld: Kläre Art und Umfang der gewünschten Leistung vorher möglichst genau mit deinem Kunden ab. Denn alles, was du nachverhandeln musst, nervt deinen Kunden undlässt dich wenig professionell dastehen. Wenn du Pech hast, verlierst du deinen Kunden, oder es kommt im schlimmsten Fall sogar zum Rechtsstreit.

Was ist ein Angebot eigentlich genau?

Am Anfang des erfolgreichen Geschäfts steht ein interessierter Kunde. Hier erfährst du, wie du Kunden für dein Unternehmen gewinnst. Erhältst du eine Kundenanfrage für deine Dienstleistung oder Produkte, erstellst du ein Angebot für ihn. Ohne Angebot keine Aufträge, so einfach ist das.
Das Angebot kann grundsätzlich telefonisch, mündlich, per E-Mail oder per Post erfolgen. Auf der rechtlich sicheren Seite bist du immer mit einem schriftlichen Angebot. So kannst du am einfachsten Missverständnisse und spätere Schwierigkeiten ausschließen. Auch bei einer Produktseite in einem Webshop oder auf Verkaufsportalen wie Ebay oder Dawanda machst du ein Angebot – ein allgemeingültiges in diesem Fall. Also auch hier gelten die unten stehenden Regeln…

Ist mein Angebot immer rechtlich verbindlich?

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Vom Grundsatz ist jedes Angebot rechtlich verbindlich – soll heißen: Sowohl Leistung, Preis wie auch alle Nebeninformationen, die in dem Angeot genannt sind, kann der Käufer/Kunde genau so verlangen. Willst Du Deinem Kunden dies nicht verbindlich zusichern, dann kannst Du entweder mit einem Kostenvoranschlag arbeiten (hier dürfen die Preise zum Beispiel bis zu 20 Prozent abweichen, müssen aber vom Kunden abgenickt werden) oder die hebst mit bestimmten Klauseln im Angebotstext die rechtliche Bindung eines Angebots auf. Dazu muss im Angebot eines der Begriffe stehen:

  • Ohne Gewähr
  • Preise vorbehalten
  • Nur solange der Vorrat reicht

Auch deshalb gilt natürlich besondere Sorgfalt bei der Erstellung des Angebots.

Welche Inhalte gehören in ein richtiges Angebot?

Im Gegensatz zu Rechnungen gibt es für Angebote weitaus weniger konkrete rechtliche Vorgaben. Allerdings tust du dir selbst einen Gefallen und vermeidest Unklarheiten, wenn du dein Angebot so präzise wie möglich hältst. Alle wesentlichen Informationen für deinen Kunden sollten enthalten sein. Dazu gehören in jedem Fall:

Die exakte Bezeichnung der Dienstleistung oder des Produkts

Lege genau fest, welche und wie viele Produkte oder Dienstleistungen geliefert bzw. durchgeführt werden können.

Preis und Anzahl oder Dauer der Leistung

Transparenz und Nachvollziehbarkeit ist das O und A deines Angebotes. Wichtig ist also auch, ob sich die Preise deines Angebotes inklusive oder exklusive Umsatzsteuer verstehen. Du kannst hier auch mit Rabatten arbeiten: Das lockt deinen Kunden und gibt ihm das Gefühl, dass du ihm bereits entgegen kommst.

Datum des Angebots, sowie ein Gültigkeitsdatum

Indem du deinem Angebot ein Datum und vor allem zusätzlich ein Gültigkeitsdatum gibst, drängst du so deinen potenziellen Kunden, den Auftrag an dich schnell zu vergeben. Außerdem kannst du besser kalkulieren, falls sich Preise für Produkte ändern, die du selbst für die Erfüllung kaufen musst.

Lieferzeitraum

Auch das ist für deinen Kunden wichtig: Kannst du in seinem Zeitraum fristgerecht liefern? Insbesondere bei Projekten von Freiberuflern ist es besonders wichtig, ob der Anbieter (also du) die Ressourcen hat, zum Beispiel die Website rechtzeitig fertig zustellen. Ein detailierter Zeitplan für alle Arbeitsschritte gibt ihm das Gefühl, dass du sein Projekt durchdacht hast. Doch Vorsicht: Alles, was Du hier schreibst, ist im Zweifel bindend. Du solltest also Bedingungen wie Freigaben des Kunden benennen und den Vorbehalt einbauen, dass sich der Zeitplan verschieben kann.

Ein Verweis auf die AGB

Solltest du AGBs besitzen, ist der Hinweis darauf wichtig, am besten hängst du sie dem Angebot dann auch an.

Auch wenn du diese Informationen möglicherweise in deinen AGB enthalten hast, ist es oft sinvoll, sie nochmals gesondert ins Angebot zu schreiben:

Deine Zahlungsbedingungen

Auch geklärt sollte sein, wie die Bezahlung erfolgen soll. Denn gerade Projekte mit langer Laufzeit solltest du nicht erst am Ende bezahlt bekommen. Oder du hast selbst Ausgaben, die du schnell kompensieren musst. Hier sollten Abschlagszahlungen bzw. Zwischenrechnungen definiert sein. Ist das nicht der Fall, sollte trotzdem ein klares Zahlungsziel benannt sein: Der Kunde sollte wissen, dass deine Rechnung nach vollständiger Erfüllung des Auftrags innerhalb von zum Beispiel sieben Werktagen auf dein Konto überwiesen sein sollte. Wie eine rechtsverbindliche Rechnung aussehen sollte, kannst du hier nachlesen.

Erfüllungsort

Lege auch fest, wo der Auftrag durchgeführt wird. Das kann insbesondere relevant werden, wenn Fahrtkosten anfallen können, etwa für persönliche Meetings.

Versandkosten & Spesen

Gib auch Kosten, die nicht direkt mit dem Produkt oder der Dienstleistung verbunden sind und nur eventuell entstehen können, an. Dazu gehören Fahrtkosten, Kosten für Unterkunft und Verpflegung oder auch Versandkosten.

Eigentumsvorbehalt

Halte im Angebot fest, dass ein versendetes Produkt bis zur vollständigen Bezahlung dein Eigentum bleibt. Auch bei Dienstleistungen könnte das relevant sein: Ein Logodesign etwa muss mit Rechteabtretungen verknüpft sein. Auch diese kannst du bis zur vollständigen Bezahlung zurückhalten.

Was ist gutes Angebots-Design?

Natürlich ist der Preis bei einem Angebot einer der wichtigsten Faktoren für deinen Kunden. Dennoch kannst du aber mit einem ansprechend designten Angebot einen guten ersten Eindruck hinterlassen und positiv unter deinen Mitbewerbern hervorstechen.
Denn natürlich wird sich der potentielle Kunde meist mehrere Angebote einholen.
Wähle ein übersichtliches Layout. Wenn du dein Firmenlogo einbindest, verwandelst du das Angebot in deine zweite Visitenkarte.

Ein Muster/eine Vorlage für dein richtiges Angebot findest du hier als pdf zum Download. Einfach auf das Bild klicken und abspeichern.

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