Gründerstory people@venture: Bewerbungsmappen vom Profi

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Selbständigkeit als Ziel – das ist die Hauptmotivation für viele Gründer. So war es auch bei den beiden Gründern von people@venture. Wie sie ihren Plan umgesetzt haben, lest ihr in dem neuen Portrait unserer Reihe von Gründerstories.

Name: people@venture Startup aus: Mannheim Gegründet: 18. Oktober 2013 Webseite: www.peopleatventure.de

people@venture: Das ist unser Produkt

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people@venture ist ein Internetportal für Bewerber. Es stehen dort drei fertig gepackte Bewerbungspakete zur Auswahl, je nachdem, wie viel Hilfe ein Bewerber tatsächlich braucht. Zu einer Auswahl an über 60 fertig formatierten Bewerbungsvorlagen gibt es im Profi-Paket hochwertige Designer-Vorlagen von Diplom-Designer Martin Gorka aus Frankfurt.

Durch Bewerbungsvorlagen kann ein Bewerber jede Menge Zeit sparen und Fehler vermeiden. Die Vorlagen enthalten Mustertexte, die vom User ganz einfach mit den eigenen Daten und Fakten überschrieben werden können. Alle unangenehmen Formatierungsarbeiten entfallen damit.

Lernvideos und Ratgeber und Checklisten erleichtern den schnellen Einstieg ins Thema. Außerdem steht nützliche Software zum Download bereit. Das Premium- und Profi-Paket enthält neben den Leistungen des Basis-Pakets auch einen Check der fertigen Bewerbung. Neben den üblichen Verbesserungen geht es auch um inhaltliche und taktische Anregungen. Zu unseren Dienstleistungen gehören auch telefonische Beratungen.

Das sind unser USPs

24 Stunden rund um die Uhr können User sich anmelden, einloggen und mit den Bewerbungen sofort loslegen. Zwischen unseren Bewerbungspaketen können unsere Kunden bequem upgraden, wenn während der Bearbeitung klar wird, dass mehr Hilfe benötigt wird. Es findet quasi eine Arbeitsteilung statt: Die Vorarbeiten macht der Bewerber – der nützliche Feinschliff kommt von people@venture. So kommt der unschlagbare Preis zustande.

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Das sind unsere Kunden …

Alle Bewerber, die eine fehlerfreie, hochwertige Bewerbung schreiben möchten, ohne zu verzweifeln.

So kam uns die Idee…

Zur Zwiebelkuchenzeit 2012 rief ich Dirk an. Natürlich wollte ich auch sein unnachahmliches Zwiebelkuchenrezept. Aber nicht nur. Ich fragte ihn, ob er sich vorstellen könne, sich mit mir zusammen selbstständig zu machen. Dass er sofort, ohne zu zögern „ja“ sagte, hat mich dann doch einigermaßen erstaunt.

Bei dieser Frage hätte ich in jedem Fall ein gewisses Überraschungsmoment erwartet! Wir stellten während des Telefonats folgenden Plan auf: Es gibt ein Jahr lang eine Projektphase. Zweimal wöchentlich treffen wir uns abends zum Brainstormen, Businessplanen und Vorbereiten. Nach einem Jahr Vorbereitungszeit entscheiden wir dann, ob wir die Pläne umsetzen oder ob es bei dem Projektjahr bleibt.

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Das war auch eine sinnvolle menschliche Probezeit. Aus Freunden wurden Geschäftspartner. Das geht nicht immer gut. Bei uns hat das reibungslos geklappt.

So wurde aus der Geschäftsidee ein Unternehmen …

Nach der einjährigen Projektphase wurden Schritt für Schritt alle Pläne umgesetzt. Nachdem wir unsere Jobs gekündigt hatten, gab es eine dreimonatige Vorbereitungsphase von zuhause. In dieser Zeit wurde die Webseite entworfen und von Programmierern umgesetzt.

Aus Kostengründen wurde die Webseite in der Ukraine programmiert. Kurz vor der Fertigstellung der Webseite gab es dort den Aufstand der prorussischen Rebellen und wir bangten, dass unsere Programmierer nicht alle rekrutiert werden. Bis die Webseite mit Login-Bereich und allen Funktionen fertig gestellt und der Beta-Test abgeschlossen war, verging fast ein weiteres halbes Jahr. Nach dem Online-Start ging es mit Feuereifer ans Online-Marketing und SEO.

Jede Firma braucht einen Namen – unseren fanden wir so …

Wer bereits eine GmbH gegründet hat, weiß, wie schwer es ist, einen Namen zu finden, der gefällt und noch nicht im Handelsregister eingetragen ist! Unter diesen Voraussetzungen ist die Namensfindung ein echtes Phantasie- und Geduldsspiel. Aber für uns war wichtig: Der Mensch soll für uns immer im Vordergrund stehen. Dafür steht das „people“ im Firmennamen.

Das Startkapital haben wir erwirtschaftet/eingeworben, indem wir…

zwei Maßnahmen umsetzten…

  1. Jeder von uns hat sein Sparschwein geschlachtet.
  2. Wir sind im Sonntagsdress zur Bank und haben ein Darlehen aufgenommen.

Fazit: 50 Prozent Eigenkapital / 50% Finanzierung

Das waren unsere bisher wichtigsten Meilensteine …

Unser erster Meilenstein war die Übergabe der Schlüssel zu unseren Geschäftsräumen. Von der Initiative Mittelstand wurden wir inzwischen ausgezeichnet mit Innovationspreis in der Kategorie „Best of e-learning 2015“. Das war die Bestätigung von einer Fachjury, dass unser Produkt gut ankommt.

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Das sind unsere Vision und die nächsten wichtigen Meilensteine …

Wir möchten unser Unternehmen immer besser positionieren und irgendwann auch Arbeitsplätze schaffen. Und das, was wir machen, tun wir unheimlich gerne – und das soll unbedingt so bleiben!

Von allen Marketing- & PR-Aktionen, die wir durchgeführt haben, waren die besten/wichtigsten …

Als erste Maßnahme haben wir uns auf den verschiedensten Gründerseiten eingetragen. Dort konnten wir unter Gleichgesinnten Erfahrungen sammeln und den Bekanntheitsgrad steigern. Es gab dadurch auch öfters Feedback, denn Gründerseiten werden offensichtlich häufig gelesen.

Wie groß war das Team beim Start?

Wir waren zu zweit.

Welche Personen / Institutionen haben euch besonders geholfen …

Für unseren Businessplan bekamen wir eine richtig gute Beratung bei der IHK Rhein-Neckar. Nicht mehr wegzudenken ist die Lektüre der SEO-Fachzeitschrift Website Boosting.

Stichwort Lean Startup: So haben wir unsere Zielgruppe/unser Produkt erstmal getestet …

Natürlich mussten unsere Freunde und Verwandte als Versuchskaninchen herhalten. Und Freunde und Verwandte unserer Freunde…

Deshalb sind wir Gründer / Unternehmer …

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Wir hatten beide das Gefühl, es muss nochmal etwas Neues kommen. Die Angst vor dem Risiko war kleiner als die Lust und der Tatendrang, eigene Ideen zu verwirklichen.

Das würden wir nicht wieder tun, bzw. diesen Fehler würden wir beim nächsten Mal vermeiden …

Als Gründer muss man jeden Tag sehr viele Entscheidungen treffen. Leider fehlt in einigen Bereichen die Erfahrung. In Sachen SEO (Suchmaschinenoptimierung) haben wir aus Ahnungslosigkeit eine heftige Bauchlandung hingelegt.

Wir hatten eine kleine SEO-Agentur beauftragt, uns beim notwendigen Linkaufbau zu unterstützen. Eine fatale Entscheidung, denn die Agentur hatte uns nicht regelkonform verlinkt. Im August wurden wir deshalb von Google wegen unnatürlichem Linkaufbaus abgestraft.

Das hatte uns mindestens sechs Monate zurückgeworfen. Um die Abstrafung zu beenden, mussten wir fast alle Backlinks entfernen und von vorn angefangen. Zunächst waren wir ratlos. Wer kann uns helfen, beim Neuaufbau alles richtig zu machen? Leider gibt es speziell was SEO-Agenturen angeht, genauso viele schwarze Schafe, wie es Meinungen gibt. Also erstmal recherchieren und sich ins Thema einarbeiten.

Krisen? Wir haben sie gemeistert durch …

Nach der Google-Abstrafung haben wir uns an die führende SEO-Fachzeitschrift „Website Boosting“ gewendet. Wir fragten beim Chefredakteur Prof. Dr. Mario Fischer nach, ob uns die Experten der Fachzeitschrift mit echten Tipps helfen könnten, unsere Webseite im Netz gut zu platzieren, im Gegenzug dafür wären wir bereit, regelmäßig für die Leser der Website Boosting unser Startup Diary zu schreiben.

Die Idee kam total gut an und seitdem gibt es unsere Serie in der Zeitschrift, die mit einer Auflage von 35.000 alle zwei Monate erscheint. Wir haben auf diese Weise sehr kompetente, interessante Kontakte geknüpft, die uns im Rahmen des Diary-Projekts mit Tipps und Erfahrung helfen konnten. Eine rund um spannende Sache also.

Aber man muss ganz klar sagen, es war nicht ganz ohne Risiko, denn es hätte auch passieren können, dass die Offenheit, in einer Fachzeitschrift über Anfängerfehler zu sprechen, sehr negativ ausgelegt wird. Aber die Resonanz war durchweg positiv. Das Beispiel zeigt wieder, als Unternehmer darf man Risiken nicht immer scheuen, sonst droht der Stillstand oder das Aus.

So sieht unser Büro heute aus. So wünschen wir uns das zukünftig …

Wir fühlen uns sehr wohl in unseren Räumen und so kann es erstmal bleiben.

Bücher, Musik, Filme, Videospiele, Ausstellungen, Vorträge – das inspiriert uns …

Das letzte Fachbuch, das people@venture gekauft hat, ist: „Google AdWords“ von Alexander Beck (übrigens sehr zu empfehlen!) mit satten 844 Seiten Information zum Thema. Sehr viel Inspiration gab es auch auf dem Sistrix-Seminar mit Hanns Kronenberg für uns.

Helden und Vorbilder – Wir würden gern XXX begegnen und folgendes fragen …

Wir hatten das Glück, Dorothea Hess kennenzulernen. Sie war Initiatorin und Mitgründerin des heutigen Modelabels Hess Natur und hat damit ihre Vision von Kleidung mit ökologischem Anspruch verwirklicht. Als selbständige Grafikdesignerin hat sie als Teilnehmerin eines Forschungsprojekts an der Entwicklung der Earthcolors mitgewirkt. Für die Entwicklung dieser ökologischen Druckfarben für Bogenoffset erhielt sie mehrere Umweltpreise. Es hat uns sehr beeindruckt, wie Dorothea Hess mit Ihren Ideen und Ihrem Unternehmergeist ihre Projekte vorantreibt und erfolgreich umsetzt. Die Gespräche mit ihr sind für uns eine große Inspiration und machen uns Mut, eigene Projekte zu wagen.

3 Internetseiten, ohne die wir nicht Leben & Arbeiten können …

  1. Google Analytics
  2. Fotolia
  3. annika-lamer.de

3 Mobile Apps, ohne die wir nicht Leben & Arbeiten können…

  1. What’s App
  2. Google Maps
  3. Mobile Voip

3 Leute, denen wir regelmäßig auf Twitter / LinkedIn / Facebook folgen …

Mario Fischer, Website Boosting
Jonas Weber, Webhelps
Tobias Aubele, Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg/Schweinfurt

Überblick Unternehmensdaten people@venture:

Name: people@venture GmbH
Logo:  peopleatventure-logo
Gründungsdatum: Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten! Unsere GmbH wurde am 18.10.2013 errichtet. Aber zu diesem Zeitpunkt waren wir noch heftig in der Vorbereitungsphase. Unsere Geschäftsräume in Mannheim gibt es seit dem 01.01.2014. Da haben wir quasi auch eine Tür gehabt, die wir als Firma aufschließen konnten. Mit unserem Internetportal sind wir Ende April 2014 ins Netz gegangen.
Gründungsphase: Projektphase von Oktober 2012 bis 2013Kündigung der Arbeitsstellen Oktober 2013Errichtung der GmbH Oktober 2013
Gesellschaftsform (heute/angestrebt): Während der Projektphase gab es die people@venture GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts). Das war wichtig, denn in dieser Zeit sind schon Fahrtkosten und andere Ausgaben entstanden, die auch durch die Gründung der GbR steuerlich geltend gemacht werden konnten. Im Oktober 2013, als auch die neue Firmenadresse feststand, wurde schließlich die people@venture GmbH errichtet.
Geschäftsführer/Gründer: Als gleichberechtigte Geschäftsführer sind wir die Allrounder bei people@venture. Dirk kümmert sich um die technische Seite unseres Webportals. Wenn der Kaffee duftet, lässt er sich allerdings kurzfristig mal ablenken. Ich bin für die Texte und das Kaufmännische zuständig. Für eine gute Tasse Tee lasse ich auch mal alles liegen um stehen. Gemeinsam widmen wir uns vor allem mit Leidenschaft der Kommunikation. Coaching und Bewerbertraining erfordern viel Fingerspitzengefühl und Wortgewandtheit. Mit gezielten Fragetechniken verstehen wir uns als Motivatoren bei Bewerbercoachings. Von unserem Helfersyndrom können Bewerber uneingeschränkt profitieren.
Kooperationen: Nachdem nun unser Webportal steht (der Relaunch ist vor einigen Wochen über die Bühne gegangen) und wir auch im Online-Marketing vorangekommen sind, stehen die Kooperationen ganz oben auf unserer To-do-Liste. Zurzeit sind interessante und vielversprechende Gespräche in Gange. Unser Webportal ist so programmiert, das wir Kooperationspartnern diverse Kooperationsmodelle anbieten können. Seit gut einem Jahr besteht eine Kooperation mit dem Studenten-Karriereportal UNICUM.
Website: www.peopleatventure.de
Firmensitz: Weinheimer Straße 68, 68309 Mannheim
Social Media: facebooktwittergoogleplus-red

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