Blu­se, Hemd und Sak­ko oder doch T-Shirt und Jeans: Der Klei­der-Knig­ge für Startups

Jun­ge Grün­der machen sich häu­fig nicht viel aus einem Dress­code – doch sie begeg­nen Unter­neh­mern und Ban­kern, die da durch­aus kon­ser­va­ti­ver sind. Wie sich also anzie­hen, im Mee­ting, im Pitch, im Finan­zie­rungs­ge­spräch? Ein klei­ner Klei­der-Knig­ge für Startups…

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Ste­ve Jobs hat es vor­ge­macht: Hast du dir erst ein­mal eine Posi­ti­on erar­bei­tet, kann die Klei­der­wahl dei­nen indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen ange­passt wer­den. Er hielt sei­ne Vor­trä­ge eben­so wie sei­ne Prä­sen­ta­tio­nen nicht nur in einer schlich­ten blau­en Jeans und einem ein­fa­chen schwar­zen Pull­over, son­dern mach­te dar­aus sei­ne per­sön­li­che Marke.

Es muss also nicht immer die typi­sche Busi­ness­klei­dung sein oder dem all­ge­mein­gül­ti­gen Dress­code ent­spre­chen. Trotz­dem müsst ihr beson­ders am Anfang ein paar Punk­te bei eurem Klei­dungs­stil beach­ten, wenn ihr euer neu­es Unter­neh­men wir­kungs­voll reprä­sen­tie­ren wollt!

Mit Anzug oder Kos­tüm Inves­to­ren begeistern

Wenn ihr eure Unter­neh­mens­idee ver­wirk­li­chen möch­tet, wer­det ihr einen Mara­thon bei Ban­ken und Inves­to­ren absol­vie­ren müs­sen. Um nicht nur euch, son­dern auch die Geschäfts­idee bzw. das Unter­neh­men zu prä­sen­tie­ren, emp­fiehlt sich daher ein gut sit­zen­der Anzug mit Kra­wat­te oder ein pas­sen­des Kos­tüm. Ver­zich­tet auf grel­le Far­ben, hal­tet euch statt­des­sen etwas bedeck­ter: eine dunk­le Farb­wahl (Blau, Anthra­zit, Schwarz) ist in der Geschäfts­welt gleich­be­deu­tend mit einer hohen Posi­ti­on. Seid daher zu Bank­ge­sprä­chen und Prä­sen­ta­tio­nen vor Inves­to­ren ent­spre­chend gekleidet.

Pit­chen geht bes­ser Casual

Bei Pitch-Events, wo es dar­um geht, Auf­trä­ge sowie Geld zu gene­rie­ren, ist ein stei­fes Auf­tre­ten im zuge­knöpf­ten Anzug oder hoch­ge­schlos­se­nem Kos­tüm nicht von­nö­ten, ja unter Umstän­den sogar abträg­lich. Trotz­dem wäre zu unge­zwun­ge­ne Klei­dung ein abso­lu­ter Fail – schließ­lich reprä­sen­tiert ihr euer Unter­neh­men! Ent­schei­det euch daher für den klas­si­schen Mittelweg:

Für die Män­ner bedeu­tet das, dass sie nicht nur die Kra­wat­te zuhau­se las­sen, son­dern statt des Hem­des auch ein hoch­wer­ti­ges Shirt wäh­len kön­nen. Zu einem Sak­ko raten wir euch trotzdem.

Frau­en müs­sen auf einem Pitch-Event eben­falls nicht zu for­mell erschei­nen. Auch hier raten wir zu einem Shirt anstel­le der Blu­se, sowie zu einem Bla­zer. Alter­na­tiv könnt ihr euch für ein modi­sches Etuik­leid ent­schei­den, sofern die­ses dem Anlass entspricht!

Busi­ness casu­al – der Trend auch außer­halb des Büros

Immer mehr jun­ge Unter­neh­men (beson­ders aus der Medi­en- oder IT-Bran­che) bevor­zu­gen den Busi­ness-casu­al-Look inner­halb der Büro­räu­me. Es han­delt sich dabei um geho­be­ne Frei­zeit­klei­dung. Bei Män­nern zäh­len dazu Polo-/But­ton-down-Hem­den, Strick­pull­over, Baum­woll-/Jeans-Hosen und bei Frau­en bei­spiels­wei­se Röcke und locke­rer sit­zen­de Blusen.

Aller­dings soll­ten Män­ner auch im Som­mer auf Hem­den mit kur­zen Ärmeln ver­zich­ten und lie­ber die lan­gen Ärmel hoch­krem­peln. Nicht wün­schens­wert sind außer­dem kur­ze Hosen, knap­pe Röcke, Trä­ger­tops oder offe­ne Schuhe.

Selbst­ver­ständ­lich kommt es immer dar­auf an, wel­che Posi­ti­on ihr inner­halb des Unter­neh­mens bestrei­tet. Eure Mit­ar­bei­ter ohne Kun­den­kon­takt kön­nen wei­test­ge­hend auf for­mel­le Klei­dung ver­zich­ten, wäh­rend das Manage­ment mehr Wert auf ihr Äuße­res legen muss.

Bei zwang­lo­sen Ver­an­stal­tun­gen, wie Kon­fe­ren­zen oder wenn ihr als Key­note Speaker tätig seid, könnt ihr eben­falls den Busi­ness-casu­al-Look wäh­len. Wich­tig ist indes nur, dass eure Klei­dung gepflegt und sau­ber ist. Löcher, zu enge Klei­dungs­stü­cke oder Auf­schrif­ten hin­ter­las­sen kei­nen sou­ve­rä­nen Ein­druck bei eurem Gegen­über. Den soge­nann­ten „Schlab­ber­look“ soll­tet ihr daher lie­ber in eurer Frei­zeit tragen.

T-Shirt unter dem Hemd?

Das Pro­blem bei vie­len Stof­fen und Far­ben ist die Tat­sa­che, dass ent­we­der die Haut durch­schim­mert oder Schweiß­fle­cken schnell sicht­bar wer­den. Daher tra­gen Frau­en unter ihren Blu­sen ein gleich­far­bi­ges Basic und die Män­ner farb­lich pas­sen­de Unter­hem­den. Ste­fan Hölzl­wim­mer, Geschäfts­füh­rer von hem​den​box​.de, emp­fiehlt das Tra­gen eines T-Shirts unter dem Hemd. Es soll­te einen hohen Stretch-Anteil haben, da die­se Shirts eng anlie­gen und dadurch nicht auf­tra­gen. Sie ver­bes­sern die Blick­dich­te des Hem­des und ver­hin­dern bzw. ver­min­dern die Bil­dung von Schweiß­fle­cken. Außer­dem tra­gen sie sich ange­neh­mer auf der Haut als das blo­ße Hemd.

Wenn ihr bei die­sem aller­dings den obe­ren Knopf auf­ma­chen wollt, emp­fiehlt er euch ein Shirt mit V-Aus­schnitt. Wei­te­re Tipps zu die­sem The­ma fin­det ihr außer­dem in die­sem Arti­kel von HELPSTER. Der Rat­ge­ber-Redak­ti­on.

Optisch anspre­chen­des Auf­tre­ten in Business-Netzwerken

Im digi­ta­len Zeit­al­ter ist es immer wich­ti­ger, sich zu ver­net­zen und Kon­tak­te inner­halb der eige­nen Bran­che zu knüp­fen. Häu­fig genutzt wer­den dafür Xing oder Lin­kedln. Um die vir­tu­el­le Visi­ten­kar­te anspre­chend zu gestal­ten, benö­tigt ihr ein adäqua­tes Pro­fil­bild. Auch hier soll­tet ihr dar­auf ach­ten, kei­ne Frei­zeit­klei­dung zu tra­gen. Wenn ihr ein Unter­neh­men gegrün­det habt, seid ihr das Aus­hän­ge­schild. Die fal­sche Klei­der­wahl hin­ter­lässt einen schlech­ten Ein­druck, der auch mit eurem Unter­neh­men asso­zi­iert wird. Obwohl sich der Dress­code stän­dig ändert und immer mehr Wert auf Indi­vi­dua­li­tät gelegt wird, denkt ein Groß­teil der Geschäfts­welt noch immer kon­ser­va­tiv. Ihr dürft ruhig etwas ver­spiel­ter sein, einen klei­nen Farb­tup­fer tra­gen – im Gro­ßen und Gan­zen müsst ihr euch aber trotz­dem eurer Bran­che anpas­sen, um auf dem Markt bestehen zu können.

 

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