So geht: Frei­wil­li­ge Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung – von Antrag & Anspruch bis Kündigung

Die 5 wich­tigs­ten Fak­ten zur Frei­wil­li­gen Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung: wer hat Anspruch auf die Frei­wil­li­ge Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung , Antrag auf ALV, Kos­ten und Vor­aus­set­zun­gen (Stand 2017), sowie das Kün­di­gen der ALV gibt´s hier für euch als Übersicht!

4.69/5 (16)

Auch Selb­stän­di­ge haben einen Anspruch auf Arbeits­lo­sen­geld, vor­aus­ge­setzt, sie haben sich frei­wil­lig ver­si­chert. Hier die wich­tigs­ten Infos zur Frei­wil­li­gen Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung ALV für Selbst­stän­di­ge im Über­blick (Stand 2017).

5 wich­ti­ge Fak­ten zur Frei­wil­li­gen Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung: Anspruch, Antrag, Kos­ten und Vor­aus­set­zun­gen, sowie das Kün­di­gen der ALV

1. Der Betrag für die Frei­wil­li­ge Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung – die Kosten:

Pau­schal zah­len die Ver­si­cher­ten monat­lich in West­deutsch­land 82,95 Euro und in Ost­deutsch­land 70,35 Euro. Eine gute Nach­richt für alle Neu-Grün­der (Exis­tenz­grün­der): In den ers­ten zwei Jah­ren ist ledig­lich die Hälf­te die­ser Sum­me fällig.

2. Arbeits­lo­sen­geld für Selb­stän­di­ge – Höhe: Soviel bringt es

Je nach Qua­li­fi­ka­ti­on und Regi­on (Ost- oder West­deutsch­land) beträgt das Arbeits­lo­sen­geld für (ehe­ma­li­ge) Selbständige/Existenzgründer zwi­schen 636,90 und 1.322,70 Euro.

3. Antrag auf ALV: Das sind die Vor­aus­set­zun­gen für die Frei­wil­li­ge Arbeits­lo­sen­ve­ri­che­rung (2017)

Wol­len Exis­tenz­grün­der das „Ver­si­che­rungs­pflicht­ver­hält­nis auf Antrag“ – so der büro­kra­ti­sche Name der Frei­wil­li­gen Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung der Bun­des­agen­tur für Arbeit – nut­zen, müs­sen sie inner­halb der zwei Jah­re vor Auf­nah­me ihre selbst­stän­di­gen Tätig­keit zwölf Mona­te pflicht­ver­si­chert gewe­sen sein. Oder aber sie haben unmit­tel­bar vor ihrer Exis­tenz­grün­dung Arbeits­lo­sen­geld bezo­gen. Die selbst­stän­di­ge Tätig­keit muss haupt­be­ruf­lich aus­ge­übt wer­den – hier heisst das min­des­tens 15 Stun­den wöchentlich.

Der Antrag auf Frei­wil­li­ge Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung muss inner­halb der ers­ten drei Mona­te der Selb­stän­dig­keit gestellt wer­den, und zwar bei der am Wohn­ort zustän­di­gen Arbeits­agen­tur („Arbeits­amt“), spä­ter ist eine Antrag­stel­lung nicht mehr möglich.

4. Anspruch auf ALV – Das sind die Konsequenzen

Kein Preis ohne Fol­gen: Wer sei­ne Selbst­stän­dig­keit auf­gibt und die frei­wil­li­ge Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung in Anspruch nimmt, muss sich nach­weis­lich dar­um bemü­hen, sei­ne Arbeits­lo­sig­keit so schnell wie mög­lich zu been­den. Ehe­mals Selb­stän­di­ge müs­sen also eben­so wie jeder ande­re bereit sein, eine abhän­gi­ge Beschäf­ti­gung auf­zu­neh­men (im Klar­text: einen Job zu finden).

5. Vor­aus­set­zun­gen für die Frei­wil­li­ge Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung: So fliegt man raus, bzw. kommt gar nicht erst rein

Wer seit 2011 zwei­mal als Selb­stän­di­ger Arbeits­lo­sen­geld bezo­gen hat, kann sich nicht als Selb­stän­di­ger in der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung frei­wil­lig ver­si­chern. Es sei denn, man hat bereits wie­der min­des­tens zwölf Mona­te in einem Ver­si­che­rungs­pflicht­ver­hält­nis oder auch frei­wil­li­gen wei­ter­ver­si­chert eingezahlt.

Die Frei­wil­li­ge Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung kündigen:

Auch wenn das wohl eher sel­ten vor­kommt: JA,man kann die Frei­wil­li­ge Arbeits­lo­sen-Ver­si­che­rung auch kün­di­gen, und zwar nach fünf Jah­ren und dann jeweils mit einer drei­mo­na­ti­gen Frist.

Das Ver­si­che­rungs­ver­hält­nis endet aller­dings auch dann, wenn die selbst­stän­di­ge Tätig­keit auf­ge­ge­ben wird oder unter 15 Stun­den die Woche für die Selbst­stän­dig­keit auf­ge­wen­det wer­den. Wich­tig: Außer­dem endet das Ver­si­che­rungs­ver­hält­nis der Frei­wil­li­gen Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung wenn die Bei­trä­ge mehr als 3 Mona­te nicht bezahlt werden. 

Zitat aus Wiki­pe­dia: Das Ver­si­che­rungs­pflicht­ver­hält­nis endet aber gem. §28a (5) SGB III (3. Sozi­al­ge­setz­buch) auch, wenn die ver­si­cher­te Per­son per Ver­än­de­rungs­an­zei­ge mit­teilt, dass sie die Vor­aus­set­zun­gen nach §28a (1) SGB III nicht mehr erfüllt (z.B. wenn die selb­stän­di­ge Tätig­keit auf­ge­ge­ben wird oder regel­mä­ßig weni­ger als 15 Stun­den in der Woche umfasst) oder wenn die Ver­si­che­rungs­bei­trä­ge mehr als drei Mona­te nicht bezahlt wer­den. Quel­le (Janu­ar 2017) Wiki­pe­dia – den gan­zen Arti­kel auf Wiki­pe­dia nachlesen

Bit­te bewer­te die­sen Artikel:

Das könnte dir auch gefallen Mehr vom Autor

Kommentare

X