Logo Design leicht gemacht: Wie Sie am besten ein Logo für Ihr Startup erstellen lassen

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Ein gutes Logo ist wichtig für den geschäftlichen Erfolg und begleitet Sie ein Firmenleben lang, die Investition in ein gutes und professionell erstelltes Logo lohnt sich. In diesem Beitrag soll es um verschiedene Möglichkeiten gehen, wie jeder zu einem professionellen Logo kommt, egal ob dafür ein großes oder kleines Budget zur Verfügung steht.

Voraussetzungen für ein gelungenes Logo-Design

Bevor es um die verschiedenen Möglichkeiten geht, ein professionelles Logo-Design zu bekommen, sollten Sie einige Grundlagen kennen, um die Qualität der Designvorschläge beurteilen zu können.

Geben Sie Ihrem Unique Selling Point ein einzigartiges Gesicht

Wichtig ist natürlich ein einzigartiges, unverwechselbares und zeitloses Logo zu haben. Folgen Sie nicht zu sehr den gerade aktuellen Trends, denn diese vergehen schnell wieder. Ihr Logo haben Sie für lange Zeit.

Ihr Erfolgslogo: Einfach, verständlich, nicht bunt und doch besonders

  • Sie sollten auch auf zu viele und zu komplizierte Formen verzichten. Natürlich zeigt man gerne, was man alles hat und kann, aber beim Logo-Design gilt: weniger ist mehr. Je einfacher und schlichter das Design ist, umso einprägsamer ist es. Konzentrieren Sie sich also auf das Wichtige und erhöhen Sie dadurch den Wiedererkennungswert.
  • Überlassen Sie die Farbwahl nicht dem Zufall, denn jede Farbe hat ihre Wirkung. Nutzen Sie die Farbe, die am besten zu Ihrer Firmenphilosophie passt. Zu empfehlen ist die Verwendung von nur einer Farbe, maximal sollten es drei sein.
  • Auch die Schrift sollte passen zur Branche gewählt werden. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Schrift gut lesbar ist.

Kennen Sie Ihre Zielgruppe, dann kennen Sie auch Ihren Stil

Jedes Logo vermittelt eine Botschaft an den Betrachter. Machen Sie sich daher Gedanken, was Sie mir Ihrem Logo aussagen möchten. Berücksichtigen Sie auch Ihre Zielgruppe. Je genauer diese eingegrenzt ist, umso zielgerichteter kann das Design gestaltet werden.

Das Briefing: Fragen, die Sie dem Logodesigner beantworten können sollten

Damit die Agentur oder der Designer, die/den Sie mit dem Erstellen Ihres Logos beauftragen wollen, weiss, was Sie wollen, sollten Sie es wissen. Diese Fragen helfen Ihnen, sich über Ihre Wünsche und Vorstellungen zum eigenen Firmenlogo klar zu werden. Kleine Checkliste:

  1. Welche Logos anderer Firmen (am besten aus Ihrem Marktsegment) gefallen Ihnen persönlich und warum?
  2. Was sind die Kerneigenschaften und Kompetenzen Ihrer Firma?
  3. Beschreiben Sie Ihr angestrebtes Unternehmensimage?
  4. Was ist Ihr USP und was davon soll ein Logo transportieren?
  5. Wer ist Ihre zu erreichende Zielgruppe?
  6. Gibt es einen Unternehmensslogan oder soll es ihn geben?
  7. Welche Erwartungen an die Entwicklung des Marktes haben Sie und wie wollen Sie sich positionieren?
  8. Wie planen Sie die zukünftige Entwicklung der Firma, stehen Fusion oder die Erweiterung der Produktpalette an?
  9. Mit welchen Werbemitteln wollen Sie arbeiten?
  10. Gibt es bereits Firmenfarben oder eine Hausschrift?
  11. Welche Begriffe oder Marken dürfen nicht verwendet werden?

Weitere Infos bekommen Sie in unserem Fachartikel „5 Tipps für eine gutes Logo“. Eine ausführliche Anleitung, was ein gutes Logo ausmacht, lesen Sie hier: „Prägnantes Logo-Design: 5-Punkte-Plan zum Erfolg“.

Der Weg zu Ihrem professionellen Logo

Ihre Kernkompetenz liegt logischerweise in dem, was Sie mit Ihrer Firma anbieten. Das ist auch gut so. Vermutlich gehört Logo-Design nicht dazu und das muss es auch nicht. Selbst wenn Sie mit einem Grafikprogramm umgehen können, ist es oft besser das eigene Logo von einer außenstehenden Person entwerfen zu lassen. Dafür haben Sie verschiedene Möglichkeiten.

Ihr Logo direkt vom Designer

Erste Anlaufstelle ist vermutlich der ortsansässige Grafikdesigner. Der klare Vorteil, Sie können einen persönlichen Termin vereinbaren, um alle Einzelheiten zu besprechen. Sie erhalten nach einiger Zeit ein paar Vorschläge zur Auswahl. Der Designer finalisiert dann nach Rücksprache Ihren Favoriten. Preislich liegt ein Logo mit sämtlichen Nutzungsrechten hier oft im niedrigen vierstelligen Bereich. Die größte Herausforderung: Wie finden Sie einen guten Designer. Referenzen sind wichtig, können Ihnen aber nicht garantieren, dass der Designer Ihren Geschmack oder Ihre Vorstellungen trifft. Übrigens: Wenn Sie das zugegeben oft wirre dafür aber kreative Hirn eines Designers verstehen wollen, sollten Sie sich diese Anleitung anschauen: 8 Wege, einen Grafikdesigner in den Irrsinn zu treiben.

Ihr Logo von einer Grafikagentur

Eine weitere Möglichkeit ist die Beauftragung einer Agentur. Hier haben Sie ebenfalls einen festen Ansprechpartner, der alle Details mit Ihnen persönlich und vor Ort bespricht. Zusätzlich zum Logo-Design bekommen Sie meist gleich eine komplette Marketingkampagne angeboten, sozusagen ein Rundum-Sorglos-Paket. Mit dem Designer selbst werden Sie wohl keinen Kontakt haben, die Kommunikation verläuft also über Umwege. Sie werden von Ihrem Ansprechpartner einige Vorschläge zur Auswahl vorgelegt bekommen und daraus Ihren Favoriten auswählen und natürlich noch finale Änderungswünsche anbringen. Die Kosten sind schon deutlich höher anzusetzen, eher im hohen vierstelligen bis fünfstelligen Bereich. Und damit ist es die teuerste aller Varianten.

Ihr Logo von der Crowd: Designwettbewerbe

Für den etwas kleineren Geldbeutel gibt es aber auch eine Lösung. Seit einigen Jahren gibt es online Designwettbewerbe. Dabei schreibt man ein Projekt nicht nur an einen Grafikdesigner, sondern an eine ganze Community aus kreativen Köpfen aus. Wer Interesse hat nimmt teil und reicht Vorschläge ein. Sie stehen die ganze Zeit mit den einzelnen Designern in Kontakt und können zu allen Vorschlägen Feedback geben und Änderungswünsche äußern. Am Ende entscheiden Sie sich für das Design, das Ihnen am besten gefällt. Die Auswahl ist hier dank Crowdsourcing viel größer. In der Regel steht Ihnen bereits nach wenigen Tagen Ihr fertiges Logo in allen nötigen Formaten zum Download bereit. Den Preis bestimmen Sie selbst. Es gibt ein Minimum-Preis im niedrigen dreistelligen Bereich, der geboten werden muss, dieser sollte selbst für Startups zu stemmen sein. Ein Beispielprojekt dazu finden Sie hier.

Das Logo-Design als Grundlage des gesamten Corporate Designs

Das Logo selbst hat einen erheblichen Einfluss auf das gesamte Corporate Design. Egal ob Formen oder Farben, überall muss man den roten Faden erkennen und die genutzten Medien Ihrer Firma zuordnen können.

Denken Sie daher bereits bei der Logogestaltung einen Schritt weiter. Ihr Logo wird im Laufe der Zeit auf verschiedenste Weise eingesetzt werden. Dafür muss es geeignet sein, die Reproduzierbarkeit muss also gewährleistet sein, um immer die gewünschte Botschaft zu vermitteln. Sei es auf der Website, der Visitenkarte, einem Flyer, dem Firmenwagen oder aber auf einem Plakat.

Egal wie groß oder klein die Abbildung Ihres Logo-Designs ist, es muss immer eine gute Figur machen. Wichtig ist dafür, dass das Logo skalierbar ist, nur so kann es verlustfrei vergrößert und verkleinert werden.

designlassen-logo-formate

Achten Sie auch darauf, dass Sie alle nötigen Datenformate erhalten, auch wenn Sie diese nicht sofort benötigen. Ein Logo-Design sollte Ihnen immer als EPS oder AI Datei vorliegen. Dies ist die Vektordatei, die später auch noch bearbeitet werden kann. Zudem benötigen Sie JPG- und eventuell PDF-Dateien, die für den Druck geeignet sind. Ebenso wichtig ist eine PNG-Datei: Diese ist für den Einsatz im Web besser geeignet, denn dort ist das Logo freistehend, also ohne Hintergrund.

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