Onlineshop aufbauen: So könnt ihr preisgünstig im E-Commerce starten

Mit dem Onlineshp durchstarten, dass muss nicht unbedingt mit hohen Anfangsinvestitionen verbunden sein. Welche Möglichkeiten ihr habt, zeigen wir euch hier.

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Auch wenn das Umsatzwachstum des Online-Geschäftes nach aktuellen Studien etwas kleiner im Vergleich zu den Vorjahren ausfällt: Das ibi-Institut in Regensburg prognostiziert immer noch ein durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 6,6 Prozent. Gleichzeitig werden Shops immer spezifischer und auf der anderen Seite immer größer, denkt man nur an Amazon, AliExpress usw.

Doch wer heute ein Produkt entwickelt, kommt in den seltensten Fällen um den Vertrieb auch online herum. Wir zeigen euch, wie ihr euch mit einem Onlineshop selbstständig machen könnt – und wie das kostengünstig mit einem Mietshop funktioniert.

Onlineshop aufbauen – die Vorbereitungen

Gründer eines E-Commerce-Startups wollen sicher erstmal mit geringem Aufwand ihre starten und testen. Bootstrapping ist die Lösung.

Bevor ihr euch als E-Commerce-Gründer selbstständig macht und euch für die passende Software-Lösung entscheidet, solltet ihr über folgende Fragen nachdenken:

  • Welche Produkte wollt ihr verkaufen? (Digitale Produkte wie PDFs haben andere Ansprüche als handfeste Dinge.)
  • Wie flexibel muss der Onlineshop in Technik und Design sein?
  • Braucht ihr A/B-Tests, um die effektivere Präsentation zu testen?
  • Welche Analysefunktionen bietet der Onlineshop?
  • Lässt sich der Shop durch Funktionen und Apps erweitern, etwa Gutschein- und Rabatt-Funktionen oder Versand-Tracking?
  • Wie funktioniert das CRM – versendet das System automatische Status-E-Mails an Kunden, könnt ihr einen Newsletter integrieren, können Bewertungen und Rezensionen integriert werden?
  • Wie wichtig sind Social-Media-Tools für euren Shop?
  • Welche Zahlungssysteme wollt ihr anbieten: Paypal, Kreditkarte, Lastschrift …?
  • Heute werden zum Teil über 50% aller Angebote mobil aufgerufen – ist euer Shopsystem also responsive?
  • Braucht ihr die Anbindung an Marktplätze wie Amazon, Ebay oder Etsy und wenn ja, hat das System die nötigen Schnittstellen dazu?
  • Benötigt ihr eine Mehrsprachen-Fähigkeit des eingesetzten Systems? 

Anbindung an Unternehmensverwaltung – ERP Systeme

Gründer, die mit ihrem Shop mit einer großen Zahl an Kunden und Interessenten rechnen und die viele Transaktionen verwalten wollen, sollten sich Gedanken über die Anbindung eines ERP-Systems machen. 

ERP (Enterprise Resource Planning)-Systeme verwalten materielle und immaterielle Vermögensgegenstände, Geld, Forderungen, Menschen, Informationen, Daten, Dokumente, Kunden, Zeit, das Wissen in den Köpfen, das Ranking bei Google – quasi also alle Daten eures Unternehmens.

Typische Module einer ERP Software sind:

  • Finanzbuchhaltung
  • Anlagenbuchhaltung
  • Lohnbuchhaltung
  • Abrechnung (Faktura)
  • Projektmanagement
  • eCommerce
  • Warenwirtschaft
  • Produktionsplanung und -steuerung
  • Lagerverwaltung und Logistik
  • Dokumentenmanagement.

Solltet ihr euch für eine ERP-Lösung entscheiden wollen, dann könnt ihr auf
erp-system.kaufen, einer reinen Informationswebseite über ERP-Systeme, genauer prüfen, welche für euch in Frage kommt.

Rechtliche Voraussetzungen für euren Onlineshop

Als Onlineshop-Betreiber solltet ihr folgende rechtliche Vorlagen geklärt und juristisch richtig abgebildet haben:

  • Impressum eures Shops
  • Datenschutzerklärung (Achtung DSGVO)
  • AGBs – Allgemeine Geschäftsbedingungen
  • Widerrufsbelehrung

Mietshop-Systeme im Überblick

Mietshops als SaaS-Lösungen sind recht kostengünstig zu haben und bieten in der Regel automatische Anpassung an neue rechtliche und gesetzliche Vorgaben. Je besser der Shop desto aktueller auch Services wie Versand und Bezahlmethoden. Hier ein paar SAAS-Shop-Lösungen im Überblick:

Versacommerce

Recht professioneles Shopangebot mit fertigen Themes, aktuellen Einstellungen zu Sicherheit und Apps. Alles auch responsive.

Preise: ab ca. 25 Euro pro Monat, auch für Einsteiger geeignet

Web: https://www.versacommerce.de

Ewoolution

Einfache Shops für Einsteiger, der auf WooCommerce basiert – der weltweit beliebtesten Shopsoftware. Der Vorteil: gigantischen Anzahl an Plugin-Lösungen für alle Anforderungen.

Preise: ab 100 Euro pro Monat, 1 Monat Demo

Web: https://ewoolution.de/

ePages

Anfänger-Baukastenshop, der auch von 1&1 und Strato verwendet und angeboten wird. Inklusive passender Zahlungsmethoden und beliebter Versanddienstleister, mit Statistik-Apps und hilfreichen Verkaufs- und Marketing-Tools, die ihr entweder nativ in eurem Shop integriert sind oder sich über den ePages App Store installieren lassen .

Preise: ab 14,99 Euro pro Monat

Web: https://epages.com/de/

Shopify

Leistungsstarkes und skalierbares Cloud-Shopsystem mit responsive Designs.

Preise: ab 29 Dollar pro Monat, 14 Tage Test

Web: https://www.shopify.de

Plentymarkets

Verkaufen – Versenden – Verbinden: Plentymarkets bietet alle notwendigen Shopversionen in einem leicht zugänglichen und für Einsteiger geeigneten Cloud-Agebote. Besonders spannend: Sehr viele Payment- und Marktplätze integriert.

Preise: 0 Euro pro Monat, ab 0,10 Euro pro Auftrag

Web: https://www.plentymarkets.eu

Lightspeed

Professionelle Designs, einfache Lösungen können ohne Expertenhilfe eingerichtet werden, Rabatt- und Retourensystem – hier ist viel drin.

Preise: ab 49 Euro pro Monat

Web: https://www.lightspeedhq.de

Open-Source-Lösungen für den Online-Shop

Neben den SAAS-Mietshops kann der Gründer eines Online-Shops auch auf Open-Source-Software setzen. Tatsache ist: Hier steigt der Online-Shop-Gründer in eine andere Preisklasse als beim Mietshop ein.

Magento Shop – die professionelle und teurere Lösung

Am meisten verbreitet ist das E-Commerce-System Magento. Für eine Umsetzung des Shops sollte man zwischen 6.000 bis 10.000 Euro kalkulieren, kommen Extras dazu, die ein Programmierer umsetzen muss, hat man schnell 5stellige Entwicklungskosten.

Weitere Shop Lösungen:

  • gambio
  • orocommerce
  • oxid eShop
  • xt:commerce shopware
  • prestashop

amazon & ebay Shops als Alternative

Euer E-Commerce-Angebot könnt ihr natürlich auch über Marktplätze wie Amazon oder Ebay abwickeln. Damit spart ihr euch die Einrichtung eines eigenen Online-Shops und ihr müsst euch weniger um Technik, rechtliche Voraussetzungen oder Payment Gedanken machen. Doch der Nachteil ist recht konkret: Neben einer Grundgebühr verlangt Amazon einen relativ hohen Prozentsatz pro Verkauf. Bei Ebay ist es nicht viel anders.

Wie das genau funktioniert, könnt ihr am Beispiel Amazon in unserem Fachartikel Amazon-Shop eröffnen: In wenigen Schritten Produkte weltweit über Amazon verkaufen nachlesen.

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