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Check­lis­te: Was muss in ein Impressum?

Impres­sums­pflicht, Anbie­ter­kenn­zeich­nung oder Dienst­leis­tungs-Infor­ma­ti­ons­pflicht – egal wie man es nennt, eine Inter­net­sei­te muss deut­lich zu erken­nen geben, wer hin­ter dem Ange­bot steht. Doch was genau gehört in ein Impressum?

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Die Impres­sums­pflicht trifft nicht nur gewerb­li­che Sei­ten – schon ein Affi­lia­te-Link oder ein Wer­be­ban­ner rei­chen aus, damit auch ansons­ten pri­va­te Sei­ten ein Impres­sum haben müssen.

Hier kön­nen Sie nun Schritt für Schritt die Inhal­te Ihres Impres­s­ums durchgehen.

Was muss in ein Impressum?

  1. Name und Anschrift des Diens­te­an­bie­ters (Web­site-Betrei­bers)
    bei Per­so­nen min­des­tens ein aus­ge­schrie­be­ner Vor­na­me sowie der Nachname
    bei juris­ti­schen Per­so­nen wie GmbH oder AG und Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten wie GbR oder OHG die Fir­men­be­zeich­nung, die Rechts­form­be­zeich­nung sowie min­des­tens ein aus­ge­schrie­be­ner Vor­na­me sowie der Nach­na­me des Vertretungsberechtigten
  2. Stra­ße, Haus­num­mer, Post­leit­zahl und Ort
    Bei juris­ti­schen Per­so­nen oder Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten ist als Adres­se der Sitz zu nen­nen, ein Post­fach genügt nicht, da dies kei­ne ladungs­fä­hi­ge Anschrift darstellt.
  3. Anga­be der Rechtsform
    Juris­ti­schen Per­so­nen müs­sen die Rechts­form ange­ge­ben, also die Zusät­ze wie „GmbH“ oder „AG“. Neu ist, dass auch die Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts (GbR) auf ihre Rechts­form hin­wei­sen muss, eben­so wie Anstal­ten, Kör­per­schaf­ten oder Stif­tun­gen des öffent­li­chen Rechts.
  4. Anga­ben zur schnel­len Kontaktaufnahme
    In jedem Fal­le muss eine E-Mail­adres­se ange­ge­ben wer­den, doch die allein reicht nicht aus: Die Anga­be einer Tele­fon­num­mer im Impres­sum ist umstrit­ten, laut einer Ent­schei­dung des Euro­päi­schen Gerichts­hofs kann auf eine Tele­fon­num­mer ver­zich­tet wer­den, wenn statt­des­sen ein Kon­takt­for­mu­lar inte­griert wird, auf des­sen Anfra­gen inner­halb von 60 Minu­ten geant­wor­tet wird. Tat­säch­lich ist es aber vor allem Unter­neh­men zu emp­feh­len, gene­rell eine Tele­fon­num­mer anzu­ge­ben: Dies sorgt auch für einen seri­ös nach außen wir­ken­den Kundenservice.
  5. Regis­ter und Registernummer
    ist Ihr Unter­neh­men in ein öffent­li­ches Regis­ter wie das Han­dels­re­gis­ter, das Ver­eins­re­gis­ter, Part­ner­schafts­re­gis­ter oder Genos­sen­schafts­re­gis­ter ein­ge­tra­gen, dann müs­sen Sie den Ort des Regis­ters und die Regis­ter­num­mer im Impres­sum angeben.
  6. Umsatz­steu­er-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer und Wirtschafts-Identifikationsnummer
    Besit­zen Sie eine Umsatz­steu­er­iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer oder eine Wirt­schafts-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer, dann muss auch die­se ins Impres­sum. Die Steu­er­num­mer hin­ge­gen müs­sen Sie nicht veröffentlichen.
  7. Berufs­spe­zi­fi­sche Angaben
    Frei­be­ruf­ler, deren Berufs­aus­übung und –bezeich­nung beson­ders gere­gelt sind, etwa Rechts­an­wäl­te, Wirt­schafts­be­ra­ter und Steu­er­be­ra­ter müs­sen außer­dem Anga­ben über die Kam­mer, die gesetz­li­che Berufs­be­zeich­nung und den Staat, in dem die Berufs­be­zeich­nung ver­lie­hen wor­den ist, ange­ben. Wenn Sie sich hier nicht sicher sind, soll­ten Sie sich bei Ihrer zustän­di­ge Kam­mer zum Impres­sum für Ihren Beruf bera­ten lassen.
  8. Anga­ben zur Aufsichtsbehörde
    Bei bestimm­ten Unter­neh­mun­gen wie Wach- und Schließ­un­ter­neh­men, Mak­lern und Spiel­hal­len­be­trei­bern bedarf es einer behörd­li­chen Zulas­sung des Betrie­bes, die­se müs­sen die zustän­di­ge Auf­sichts­be­hör­de angeben.
  9. Beson­de­re Anga­ben bei AGs, KGaA und GmbHs
    Soll­te sich Ihre Akti­en­ge­sell­schaf­ten, Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten auf Akti­en oder Ihre Gesell­schaf­ten mit beschränk­ter Haf­tung in Abwick­lung oder Liqui­da­ti­on befin­den, müs­sen Sie dies eben­falls im Impres­sum zeigen.
  10. Anga­ben bei jour­na­lis­tisch-redak­tio­nell gestal­te­ten Angeboten
    Anbie­ter von Tele­me­di­en mit jour­na­lis­tisch-redak­tio­nell gestal­te­ten Ange­bo­ten, in denen ins­be­son­de­re voll­stän­dig oder teil­wei­se Inhal­te peri­odi­scher Druckerzeug­nis­se in Text oder Bild wie­der­ge­ge­ben wer­den, haben zusätz­lich einen Ver­ant­wort­li­chen mit Anga­be des Namens und der Anschrift zu benen­nen. Das ist der so genann­te Ver­ant­wort­li­che im Rah­men des Pres­se­rechts. Als Ver­ant­wort­li­cher darf nur benannt wer­den, wer sei­nen stän­di­gen Auf­ent­halt im Inland hat, nicht infol­ge Rich­ter­spruchs die Fähig­keit zur Beklei­dung öffent­li­cher Ämter ver­lo­ren hat, voll geschäfts­fä­hig ist und unbe­schränkt straf­recht­lich ver­folgt wer­den kann.

Falls Sie es sich etwas ein­fa­cher machen wol­len, dann nut­zen Sie doch für die Erstel­lung Ihres Impres­s­ums einen so genann­ten Impress­um­ge­ne­ra­tor. In unse­rem Fach­text „Unse­re Top 5: Der Impres­s­ums­ge­ne­ra­tor für Ihre Web­site” fin­den Sie eine Zusam­men­stel­lung guter Impressumsgeneratoren.

 

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