Gründerstory Africa Greentec: Social Entrepreneur unter Strom

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Africa GreenTec liefert und betreibt mobile Plug and Play-Solarkraftwerke mit Speicher für ländliche Gemeinden Afrikas, die keinen Anschluss an das Stromnetz besitzen. Ziel des Unternehmens ist die gleichzeitige Bekämpfung von Armut, Ungerechtigkeit und Umweltproblemen. Wie das ganz ohne Subventionen funktioniert, erfahrt ihr in unserem neuen Portrait unserer Reihe von Gründerstories.

Name: Africa GreenTec Startup aus: Frankfurt Gegründet: Juli 2014 Webseite: www.solarcontainer.de

Africa GreenTec: Das ist unser Produkt


Ein mobiles Solarkraftwerk mit Speicher in einem Standardcontainer – der Africa GreenTec Solarcontainer. Standardisiert in eigener Serie hergestellt, einfach transportiert und in der Lage flexibel mehrere hundert Haushalte zu versorgen.

Unsere USP: Das unterscheidet uns von unseren Konkurrenten…

  • Erschwinglichkeit
  • Modularität
  • Mobilität

Wir verkaufen und vermieten den Solarcontainer mit deutscher Herstellergarantie an ländliche Gemeinden, landwirtschaftliche Betriebe oder NGO´s in Afrika. Diese profitieren dadurch direkt nach dem Aufbau und ohne intensive Investitionen von günstigem Solarstrom, der inklusive der Finanzierungskosten pro Kilowattstunde halb so viel kostet wie Dieselstrom. Durch das Zusammenschalten mehrerer Container können wir schnell und flexibel auf steigende Nachfrage reagieren. Die Standardmaße der Container ermöglichen uns einen unkomplizierten weltweiten Transport und anschließend einen nur wenige Stunden dauernden Aufbau.

Das sind unsere Kunden…

Gemeinden in ländlichen Gebieten ohne Stromnetz und oft schmutzigen sowie teuren Dieselaggregaten, Farmer und landwirtschaftliche Betriebe, Hilfsorganisationen

So kam uns die Idee…

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Unser Gründer Torsten Schreiber ist familiär mit Mali verbunden. Bei einem seiner Besuche in 2014 besichtigte er ein großes Dieselkraftwerk, bei dem bis zu 90 Prozent der eingesetzten Primärenergie einfach verloren gingen und das obwohl der Diesel über große Entfernungen importiert werden muss.

Auch deshalb kostet eine Kilowattstunde Strom in Mali und anderen afrikanischen Ländern umgerechnet 60 Cent (Zum Vergleich: in Deutschland sind es dagegen gerade einmal 28 Cent). Große, neue Kraftwerksprojekte sind zudem korruptionsanfällig und zur weiten Elektrifizierung des Landes ohne Übertragungsleitungen nicht geeignet.

Das Startkapital haben wir erwirtschaftet/eingeworben, indem wir …

…unseren ersten Container innerhalb von nur drei Tagen erfolgreich bei bettervest gecrowdfunded haben, das fehlende Kapital ist Eigenkapital aus dem friends & family Netzwerk.

Das waren unsere bisher wichtigsten Meilensteine…

Dass das oben bereits erwähnte Crowdfunding so schnell ging, hätten wir nie erwartet. Das Interesse und der Zuspruch der Menschen sind für uns ein großer Ansporn.
Der großartigste Erfolg war dann natürlich im Februar 2016 die erfolgreiche “Übergabe” des ersten Pilotcontainers im malischen Dorf Mourdiah an den ehemaligen Präsidenten Dioncounda Traoré. Das Gefühl was man hat, wenn ein so lange und intensiv erarbeitetes Konzept endlich funktioniert und den Menschen vor-Ort sichtbar durch den Alltag hilft, ist unbeschreiblich.

Das ist unsere Vision…

Afrika erleuchten und den Menschen eine Chance auf Frieden und Wohlstand in ihrer Heimat geben, mit einem fairen Geschäft auf Augenhöhe.

Diese Personen / Institutionen haben uns besonders geholfen…

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Dioncounda Traoré, der ehemalige Präsident von Mali, Frankaly Keita, der Energieminister von Mali, das Team von bettervest, das Team und alle Menschen die an uns geglaubt haben.

So groß war das Team zum Start…

Zu Beginn waren wir zwanzig Freunde und Geschäftspartner.

Deshalb bin ich Gründer / Unternehmer …

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Wir sind Social Entrepreneurs, weil wir glauben, dass viele wichtige und große Themen unternehmerisch gelöst werden können und sollten.

Diesen Fehler würden wir beim nächsten Mal vermeiden …

Eine schwierige Frage: Wenn man etwas komplett Neues probiert, sind Fehler Teil der Innovation. Wichtig ist, die richtigen Schlüsse aus Fehlern zu ziehen. Menschen nicht zu früh zu vertrauen, ist sicher ein wichtiger Fehler, den man vermeiden kann. Etwa in dem man sich mehr Zeit fürs Kennenlernen lässt.

Krisen? Wir haben sie gemeistert durch …

… im Wesentlichen durch Beharrlichkeit und den Wunsch zu beweisen, dass es funktioniert.

So sieht unser Büro heute aus. So wünschen wir uns das zukünftig …

Wie sich das für ein Startup gehört, noch etwas improvisiert in einem alten Gewächshaus. In Mali wird gerade ein neues Büro eingerichtet, wir sind schon sehr gespannt.

Bücher, Musik, Filme, Videospiele, Ausstellungen, Vorträge – das inspiriert uns …

Insbesondere die Gespräche mit den Menschen vor Ort inspirieren uns. Die möglichen Synergien und den Bedarf findet man nur hier und nur auf diese Weise heraus.

Helden & Vorbilder – Das wäre unsere perfekte Werbefigur …

Jeder einzelne der Menschen, die wir mit erneuerbarer Energie erreichen, ist eine perfekte Werbefigur. Menschen, die sich trotz unvorstellbarer und härtester Gegebenheiten durch das Leben kämpfen und nun durch unsere Elektrifizierung erheblich entlastet und zum eigenen Unternehmensstart befähigt werden. Es sind unbekannte Gesichter wie der 8-jährige Abdoul Aziz, der durch unsere Elektrifizierung nun wieder zur Schule gehen kann. Sie sind unsere Helden der Zukunft.

3 Leute, denen wir regelmäßig auf Twitter/LinkedIn/Facebook folgen

Ehrlich gesagt keinem, ich mag keinen Personenkult und habe auch keine Vorbilder. Es gibt aber Nachrichten- und Branchennewsletter, die ich regelmäßig lese, um auf dem aktuellsten Stand zu bleiben.

3 Internetseiten, ohne die wir nicht Leben & Arbeiten können…

  • Google
  • Facebook
  • Wikipedia

3 Mobile Apps, ohne die wir nicht mehr Leben & Arbeiten können …

  • Bitrix24
  • Skype

3 Leute, denen wir regelmäßig folgen …

Wie kann man euer Projekt unterstützen oder partzipieren?

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Mitte April 2016 startet eine große, neue Crowdfunding-Kampagne auf www.bettervest.de
Da kann man sich dann schon ab 50 Euro an einem Solarcontainer in Afrika persönlich beteiligen.

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