Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Grün­der­sto­ry Reis­hun­ger: Die­ses Start­up setzt Deutsch­land den Reiss­tem­pel auf

Es gibt Reis, Baby! Und zwar jeden Tag und nur das. Wie zwei Bre­mer ein Start­up nur rund um das gesun­de Korn gegrün­det haben und wie ihnen doch nicht lang­wei­lig wird, erfahrt ihr in unse­rem neu­en Por­trait aus unse­rer Rei­he von Gründerstories.

5/5 (2)

Es gibt Reis, Baby! Und zwar jeden Tag und nur das. Wie zwei Bre­mer ein Start­up nur rund um das gesun­de Korn gegrün­det haben und wie ihnen doch nicht lang­wei­lig wird, erfahrt ihr in unse­rem neu­en Por­trait aus unse­rer Rei­he von Grün­der­sto­ries.

Name: Reis­hun­ger GmbH Start­up aus: Bre­men Gegrün­det: 2011 Web­sei­te: www​.reis​hun​ger​.de

Das ist Reishunger:

reishunger-startup-packshot

Bei uns dreht sich alles ums Reiskorn.

Der Pitch

Reis ist das belieb­tes­te und sor­ten­reichs­te Grund­nah­rungs­mit­tel der Welt. Es gibt ihn in allen Far­ben, For­men und Geschmä­ckern – von weiß, lang und süß bis schwarz, rund und herb. Und weil das so ist, haben wir von Reis­hun­ger uns gedacht: Uns kommt nichts außer die gesam­te Reis­viel­falt aus den bes­ten Anbau­ge­bie­ten der Welt in die Tüte!

Wir impor­tie­ren unse­ren Reis direkt von Bau­ern und Reis­müh­len aus der gan­zen Welt zu uns nach Bre­men, ver­pa­cken ihn in unse­rer Manu­fak­tur und bie­ten die rie­si­ge Reis­viel­falt auf unse­rem Online­shop an. Durch den direk­ten Han­del wis­sen wir immer woher unser Reis stammt und kön­nen unse­re hohe Reis­qua­li­tät zu einem fai­ren Preis anbieten.

Das sind unse­re Kunden…

Pri­va­te Küchen­haus­hal­te, Deli­ka­tes­sen­lä­den, Gastronomen

Das sind unse­re Konkurrenten…

kei­ne

Unser USPs / Das unter­schei­det uns von unse­ren Konkurrenten …

Wir sind Deutsch­lands größ­ter Rei­son­line­shop und bie­ten so vie­le und exklsui­ve Reis­sor­ten an wie kein ande­rer. Beson­ders macht uns:

  • die bes­te Sen­so­rik unse­rer Reis­kör­ner: Aro­ma, Geschmack und Optik vor und nach der Zubereitung
  • unse­re direk­ten Han­dels­we­ge: Wir ver­mei­den unnö­ti­gen Zwi­schen­han­del und bie­ten daher höchs­te Qua­li­tät zu einem fai­ren Preis
  • die Sor­ten­rein­heit unse­rer Pro­duk­te: Wenn Bas­ma­ti drauf steht, ist auch nur Bas­ma­ti drin – kein Frem­dreis, kei­ne Nudeln, kei­ne Kartoffeln!
  • die authen­ti­sche Her­kunft unse­rer Pro­duk­te: Unse­re Reis­sor­ten kom­men immer aus dem Anbau­ge­biet mit den opti­mals­ten Anbau­be­din­gun­gen für jede Sorte
  • der bio­lo­gi­sche Anbau unse­res Reis

Des­halb sind wir Grün­der / Unternehmer …

… um unse­re Ide­en zu ver­wirk­li­chen, Deutsch­land einen Reiss­tem­pel auf­zu­set­zen und nicht jeden Tag einen Anzug tra­gen zu müssen.

So kam uns die Idee zu Reishunger …

reishunger-startup-produkt1

Wir (Tor­ben und Sohr­ab) haben zusam­men Wirt­schafts­in­ge­nieur­we­sen stu­diert. Im Som­mer 2010 saßen wir an der Uni Men­sa vor unse­ren Tel­lern und dach­ten uns: Wie­so schmeckt so ein natür­li­ches Lebens­mit­tel wie Reis hier bei uns in Deutsch­land immer nach Pap­pe mit Salz? Weil gera­de kein Reis­bau­er in der Nähe war, der uns die­se Fra­ge beant­wor­ten konn­te, mach­ten wir uns sel­ber auf die Suche nach Ant­wor­ten. Wir ent­deck­ten dut­zen­de Reis­sor­ten, die nur eines gemein­sam hat­ten: Sie schmeck­ten alle total unpap­pig! Ansons­ten unter­schie­den sich die Reis­kör­ner kom­plett in Far­be, Form und Geschmack. Wir fan­den ech­ten Bas­ma­ti­reis aus dem indi­schen Hima­la­ya, roten Reis aus der fran­zö­si­schen Camar­gue, schwar­zen Reis aus dem ita­lie­ni­schen Pie­mont und den cre­mig wei­ßen Sadri Reis aus dem Iran, der als bes­te Reis­sor­te der Welt gilt.

Stich­wort Lean Start­up: So haben wir unse­re Zielgruppe/unser Pro­dukt erst ein­mal vor­ab getestet …

Durch Sohr­abs ira­ni­sche Her­kunft und Tor­bens Aus­lands­auf­ent­halt wuss­ten wir, was guter Reis ist und dass er in Deutsch­land so gut wie kaum zu fin­den ist. Das war Beweis genug für uns, dass unser Kon­zept funk­tio­nie­ren wird.

So wur­de aus der Geschäfts­idee ein ech­tes Unternehmen …

Begeis­tert von der Ent­de­ckung der vie­len ver­schie­de­nen Reis­sor­ten, die es auf der Welt gibt, bau­ten wir 2011 unse­ren ers­ten klei­nen Online­shop, boten den Reis in hand­ab­ge­füll­ten Tüten an und gaben Koch­tipps zur rich­ti­gen Zube­rei­tung. Zum Glück waren wir nicht die ein­zi­gen da draus­sen, die satt waren vom Ein­heits­brei, so dass aus unse­rer klei­nen Reis-Online­bu­de inzwi­schen eine gro­ße gewor­den ist. Hin­ter den Kulis­sen ste­cken heu­te über 50 Hob­by­kö­che, Ein­kaufs­kön­ner, Pro­dukt­ex­per­ten, Logis­tik­spe­zia­lis­ten und Ver­pa­ckungs­künst­ler, die alle ein gemein­sa­mes Ziel ver­fol­gen: Deutsch­lands Küchen mit dem bes­ten Reis der Welt versorgen!

Jede Fir­ma braucht einen Namen – unse­ren fan­den wir so …

Wir haben uns eigent­lich nur gefragt, was unse­re Begeis­te­rung für Reis aus­macht. Und im Grun­de hat­ten wir ein­fach einen gro­ßen unge­still­ten Heiß­hun­ger auf Reis – so ist der Name Reis­hun­ger entstanden.

Das Start­ka­pi­tal haben wir erwirtschaftet/eingeworben, indem …

Unser Start­ka­pi­tal haben wir von der Wirt­schafts­för­de­rung Bre­men bekom­men, die von Anfang an an unse­re Idee geglaubt haben.

Das sind unse­re wich­tigs­ten erreich­ten Meilensteine/Erfolge …

reishunger-startup-lecker-essen

  • im März 2011 hiel­ten wir die ers­te selbst­ab­ge­füll­te Reis­hun­ger-Tüte in den Händen
  • im April 2011 ging unser ers­ter Online­shop online

Das ist unse­re Visi­on… und das die nächsten wich­ti­gen Meilensteine …

Wir möch­ten unse­ren Reis über den Online­be­reich hin­aus auch in ande­ren Kanä­len anbie­ten. Wir arbei­ten hier an eini­gen inter­es­san­ten Kon­zep­ten, die in den nächs­ten Mona­ten aus­ge­rollt werden.

Die­se Per­so­nen / Insti­tu­tio­nen haben uns beson­ders geholfen …

Wirt­schafts­för­de­rung Bre­men, Bre­mer Aufbaubank

Wie groß war das Team beim Start? Und jetzt?

reishunger-startup-gruender

Beim Start waren wir zu zweit. Heu­te sind wir ein Team von knapp 50 Mit­ar­bei­tern in Lager und Office.

Von allen Mar­ke­ting- & PR-Aktio­nen, die wir durchgeführt haben, waren die besten/wichtigsten …

Im Grun­de besteht der Trick dar­in, ein­fach den Hörer in die Hand zu neh­men und einer Mil­lio­nen Leu­ten da draus­sen zu erzäh­len, was man macht. Frü­her oder spä­ter spricht man mit Leu­ten, die das inter­es­sant fin­den und einem hel­fen kön­nen, das Pro­dukt wei­ter hin­aus zu tragen.

Kun­den­ser­vice: So bau­en wir an unse­rer Kundenzufriedenheit …

Das ist ein kon­ti­nu­ier­li­cher Job: Als wir unse­ren Kun­den­sup­port noch selbst gemacht haben, haben wir sehr viel aus dem Gefühl agiert. Seit­dem wir mit einem Ser­vice­team arbei­ten, besteht die Her­aus­for­de­rung dar­in, Regeln und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men zu fin­den, die einer­seits effi­zi­ent und ande­rer­seits indi­vi­du­ell sind. Das ist eine gro­ße Aufgabe.

Das wür­den wir nicht wie­der tun, bzw. die­sen Feh­ler wür­den wir beim nächs­ten Mal vermeiden …

Es ist bes­ser, mit Feh­lern zu begin­nen, als immer per­fekt zu ver­schie­ben. Daher wür­den wir wohl alles wie­der genau­so wie­der­ho­len – auch wenn wir beson­ders am Anfang z.B. auf Pro­zess- und Pro­dukt­ebe­ne nicht immer per­fekt waren. Das ste­ti­ge Feed­back unse­rer Kun­den hat viel mehr zur Ver­bes­se­rung unse­res Pro­dukts bei­ge­tra­gen, als wir es uns im stil­len Käm­mer­lein selbst erar­bei­tet hät­ten können.

Kri­sen? Wir haben sie gemeis­tert durch …

… zusam­men­hal­ten und das gro­ße Ziel nicht aus den Augen ver­lie­ren. Wir haben schon ein paar Kri­sen durch­lebt und haben uns immer vor Augen gehal­ten, was wir eigent­lich im Gro­ßen anstre­ben. Dadurch wer­den klei­ne und auch grö­ße­re Stol­per­stei­ne relativiert.

So sieht unser Büro heu­te aus. So wün­schen wir uns das zukünftig …

Wir sind vor kur­zem 5 Jah­re alt gewor­den. Unse­re tol­len Mit­ar­bei­ter sind in den letz­ten Jah­ren mit uns durch dick und dünn und von Con­tai­ner­häus­chen bis Mini 70er Jah­re Plat­ten­bau­bü­ro gegan­gen. Die­ses Jahr sind wir dann end­lich in unser Traum­bü­ro gezo­gen: Ein gro­ßes Loft­bü­ro in einem his­to­ri­schen Speicher­ge­bäu­de im alten Hafen Bre­mens. Es ist etwas sehr Beson­de­res zu wis­sen, dass genau da, wo wir heu­te vor unse­ren Rech­nern sit­zen, vor nicht ein­mal 100 Jah­ren noch Reis-, Getrei­de- und Gewürz­sä­cke aus der gan­zen Welt lager­ten. Das gibt dem Ort – beson­ders für uns als Händ­ler der neu­en Gene­ra­ti­on – einen beson­de­res Flair.

Das wäre ein Vor­bild oder eine gute Wer­be­fi­gur für uns …

Es gibt vie­le Men­schen, die für uns als Vor­bild und/oder Wer­be­bot­schaf­ter gel­ten. Aber am meis­ten wohl Hel­ge Schnei­der, der es wie kein ande­rer am tref­fends­ten auf den Punkt gebracht hat: Es gibt Reis, Baby!

Work-Life-Balan­ce: So hal­ten wir uns fit und motiviert …

Pri­vat viel Sport und gesun­des Essen. Inner­halb der Fir­ma ver­su­chen wir in der Kern­ar­beits­zeit so viel zu schaf­fen wie mög­lich und mög­lichst kei­ne Über­stun­den auf­zu­er­le­gen. Außer­dem machen wir in regel­mäs­si­gen Abstän­den coo­le Team-Events, wie kürz­lich unser Som­mer­fest oder ein halb­tä­gig ange­leg­tes Cross­fit Trai­ning mit abschlies­sen­dem Team-Pick­nick, bei dem jeder eine eige­ne Reis- oder Getrei­de­krea­ti­on mit­brin­gen sollte.

3 Inter­net­sei­ten, ohne die wir nicht Leben & Arbei­ten können …

  • face­book
  • schle­cky
  • und natür­lich reis​hun​ger​.de

3 Mobi­le Apps, ohne die wir nicht mehr Leben & Arbei­ten können …

  • todoist
  • noti­zen
  • und spo­ti­fy

3 Leu­te, denen wir regel­mä­ßig auf Twitter/ Lin­kedIn / Face­book folgen …

Drei regel­mäs­si­ge krie­gen wir nicht zusam­men. Dafür set­zen wir uns wahr­schein­lich zu wenig mit Ein­zel­per­so­nen aus­ein­an­der – eher mit Kon­zep­ten. Aber eine Per­son auf jeden Fall: Hel­ge Schneider!

3 Bücher, die man als Grün­der unbe­dingt gele­sen haben sollte …

Das ist sehr indi­vi­du­ell – je nach­dem was einen moti­viert und inspi­riert. Bio­gra­phi­en sind für vie­le eine Inspi­ra­ti­ons­quel­le. Für mich sind es eher Sach­bü­cher, und am bes­ten the­men­fremd, um auf völ­lig neue Ide­en und Ansät­ze zu kom­men. Ich habe z.B. als letz­tes gele­sen: Das ele­gan­te Uni­ver­sum von Bri­an Gree­ne. Wie uns ein Buch über die Unver­ein­bar­keit von Rela­ti­vi­täts­theo­rie und Quan­ten­phy­sik beim Reis­han­del hel­fen soll, habe ich aller­dings noch nicht herausgefunden.

Über­blick Unter­neh­mens­da­ten Reishunger:

Name:Reis­hun­ger GmbH
Logo:reishunger-logo
Grün­dungs­da­tum:2011
Gesell­schafts­form (heute/angestrebt):GmbH
Grün­der und Geschäftsführer:Sohr­ab Moham­mad und Tor­ben Butt­jer (bei­de Geschäftsführer)
Web­site:www​.reis​hun​ger​.de
Fir­men­sitz:Am Wal­ler Frei­ha­fen 1 * 28217 Bremen
Soci­al Media:facebookInstagram_Icon_Large

Bit­te bewer­te die­sen Artikel:

Kommentare
X