Europäische Startup-Verbände gründen das European Startup Network (ESN)

Vereintes Europa: 16 demokratisch organisierte, nicht profit-orientierte und unabhängige Startup-Verbände aus Europa sind Gründungsmitglieder des European Startup Network (ESN), das jetzt offiziell in Brüssel vorgestellt wurde. Ziel des Dachverbands ist die Harmonisierung des europäischen Startup-Ökosystems im Hinblick auf rechtliche Rahmenbedingungen und Marktzugang sowie die Förderung einer Gründerkultur in Europa. Das ESN agiert momentan unter der Leitung von Karen Boers und Lisa Schreier aus Brüssel und Berlin.

 

Um seine Ziele zu erreichen, entwickelt das ESN einen Aktionsplan mit drei Arbeitsfeldern. So soll wissenschaftliche Forschung über das europäische Startup-Ökosystem Transparenz schaffen und politische Entscheidungsprozesse auf europäischer Ebene faktenbasiert unterstützen. Das ESN ist deswegen Herausgeber des European Startup Monitors (ESM), einer jährlich erscheinenden Studie zu Startups und gründerfreundlichen Rahmenbedingungen in Europa.

European Startup Network vertritt 25.000 Startups

Des Weiteren unterstützt das ESN die Internationalisierung von Startups und erarbeitet hierzu ein europäisches Soft-Landing Programm, das Startups den Markteintritt in anderen Ländern erleichtern soll. Eine weitere Aufgabe sieht der ESN in der Förderung des Aufbaus und Ausbaus von nationalen Startup-Ökosystemen.

Nils-Erik Jansson, Vorsitzender des ESN, sagt dazu: „Startups sind in ihrer Mitarbeiterstruktur international und agieren auf internationalen Märkten. Die Gründung des ESN ist der folgerichtige Schritt diese Internationalität auch in der Interessensvertretung der Startups zu spiegeln. Das ESN ist der erste Zusammenschluss von nationalen Startup Verbänden und repräsentative Vereinigung von mehr als 25.000 Startups in allen Sektoren und Entwicklungsstufen auf europäischer Ebene.“

Mehr Einfluss auf Startup-Gesetze

Es sei sehr wichtig diesen Schritt zu gehen und Startups auf einem supranationalen Level zu bündeln. Schon lange seien viele Gesetze in Brüssel erarbeitet und verabschiedet worden, die direkten Einfluss auf alle europäischen Startups haben, ohne die betreffenden Startup-Verbände einzubeziehen.

Um Mitglied des ESN zu werden, müssen nationale Startup-Verbände drei Eigenschaften erfüllen. Erstens müssen die Bewerber eine große Zahl der Startups ihres Landes repräsentieren und dies zum Beispiel über eine hohe Mitgliederzahl oder ein Startup-Manifesto nachweisen können. Zweitens müssen alle Mitglieder des ESN unabhängig sein und neben einer diversifizierten und transparenten Finanzierung auch eine demokratische Organisation aufweisen. Drittens müssen die nationalen Startup-Verbände gemeinnützig sein und dürfen keine wirtschaftlichen Gewinnziele verfolgen.

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9. September 2016

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