Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Grün­der­sto­ry Chan­gers: Fahr Rad mit der CO2 App & Ret­te spie­le­risch die Welt

Der Name unse­res Start­ups der Woche ist pro­gram­ma­tisch: Chan­gers. Die Welt ret­ten mit Spaß und Spiel, wie das funk­tio­niert, erfahrt ihr in unse­rem neu­en Por­trait aus unse­rer Rei­he von Gründerstories.

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Es kann wohl kein Zufall sein, dass die­ses Start­up in Pots­dam sitzt. Schließ­lich forscht hier das Pots­da­mer Insti­tut für Kli­ma­fol­gen­for­schung (PIK) seit Jah­ren und mit welt­wei­tem Ruf, was die Ver­än­de­run­gen des Kli­mas für Fol­gen auf der Welt haben wer­den. Aber viel­leicht ist es doch Zufall und in der klei­nen Stadt im Süden von Ber­lin, die von viel Natur geprägt ist, ist der Geist des Welt­ret­ter ein­fach weit ver­brei­tet. In jedem Fal­le ist der Name unse­res Start­ups der Woche pro­gram­ma­tisch: Chan­gers. Die Welt ret­ten mit Spaß und Spiel, wie das funk­tio­niert, erfahrt ihr in unse­rem neu­en Por­trait aus unse­rer Rei­he von Grün­der­sto­ries.

Name: Chan­gers by Blacksqua­red GmbH Start­up aus: Pots­dam Gegrün­det: 2012 Web­sei­te: www​.chan​gers​.com

Das ist Changers:

Wir haben drei:

  1. Fol­ge dem ein­zi­gen Impe­ra­tiv, der im Deut­schen Sprach­raum einen Gegen­stand beschreibt. Fahrrad!
  2. Wir stel­len so lan­ge nicht-ein­tre­ten­de CO2 Ereig­nis­se her, bis wir die seit Adam und Eva erzeug­ten CO2 Emis­sio­nen gänz­lich neu­tra­li­siert haben und uns somit fol­ge­rich­tig wie­der im Para­dies befinden.
  3. Lau­fen, Rad­fah­ren, Bäu­me pflanzen!

Der Pitch

Wir moti­vie­ren Mit­ar­bei­ter, öfter das Rad zu nut­zen, zu lau­fen und sich gesün­der zu ernäh­ren. Unse­re Chan­gers CO2 fit App misst die zurück­ge­leg­ten Weg­stre­cken, errech­net die CO2 Ein­spa­rung und ver­gibt dafür Bonus­punk­te, die in der Kan­ti­ne gegen einen Fit­nesstel­ler oder ande­re betrieb­li­che Leis­tun­gen ein­ge­tauscht wer­den. Zudem kön­nen die Leis­tun­gen mit betrieb­li­chen Spen­den- und Baum­pflanz­ak­tio­nen ver­bun­den wer­den. Zusätz­li­che Moti­va­ti­on mit­zu­ma­chen und auch dran­zu­blei­ben sind die spie­le­ri­schen Team-Wett­be­wer­be bei­spiels­wei­se unter Nie­der­las­sun­gen oder Abteilungen.

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Das sind unse­re Kunden…

EY, H&M, IKEA, N1, Natur­ener­gie+, ALCOA, Ing-DiBa, Pfi­zer, DKB, Uni­ver­si­tät Bay­reuth, DB Schen­ker, BKK advita

Das sind unse­re Konkurrenten…

Der inne­re Schwei­ne­hund. Die über­al­ter­te Gesell­schaft – “Ich benut­ze nur Mail”. “Weil die Poli­ti­ker ver­sagt haben, soll der Bür­ger es richten?”

Unser USPs / Das unter­schei­det uns von unse­ren Konkurrenten …

Wir ver­bin­den die spie­le­ri­sche Bewe­gungs­mo­ti­va­ti­on mit der Bewusst­seins­bil­dung für die Aus­wir­kun­gen von eige­nem Ver­hal­ten auf die Gesund­heit und den Klimawandel.

Des­halb sind wir Grün­der / Unternehmer …

Weil wir zutiefst besorgt sind über eine “Wei­ter so”-Mentalität der inter­na­tio­na­len Eli­ten im Ange­sicht der immensen Bedro­hung durch den Klimawandel.

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So kam uns die Idee zu Changers …

Die Idee von Chan­gers gibt es bereits seit 2011. Damals haben wir aller­dings einen smar­ten Solar-Akku ent­wi­ckelt, der nicht nur die Ener­gie für die Ver­sor­gung mobi­ler Klein­ge­rä­te pro­du­ziert und gespei­chert hat, son­dern auch die Infor­ma­tio­nen über die eige­nen grü­ne Ener­gie­nut­zung. Die­se Daten konn­ten hoch­ge­la­den wer­den in eine Online-Com­mu­ni­ty und für jede Watt­stun­de selbst erzeug­ten Stroms erhielt man einen Bonus­punkt, den wir ReCoin nen­nen, der Kurz­form von Rene­wa­ble Ener­gy Coin. Die Reco­ins konn­ten dann gegen Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen unse­rer Part­ner ein­ge­tauscht werden.

In 2015 haben wir ein­fach nur die Idee erwei­tert um die The­men Mobi­li­tät und Gesund­heit. Dafür haben wir dann die Chan­gers App entwickelt.

Stich­wort Lean Start­up: So haben wir unse­re Zielgruppe/unser Pro­dukt erst ein­mal vor­ab getestet …

Wir haben meh­re­re Pivots in unse­rem Busi­ness Modell hin­ter uns gebracht, die immer in enger Abstim­mung mit den Usern und Kun­den stattfanden.

So wur­de aus der Geschäfts­idee ein ech­tes Unternehmen …

Das ers­te Jahr haben wir mit eige­nem Geld gear­bei­tet und Paten­te geschrie­ben. Erst als der Busi­ness Plan stand und das Unter­neh­men Form anzu­neh­men begann, beka­men wir die Zusa­ge von einem Investor.

Jede Fir­ma braucht einen Namen – Chan­gers fan­den wir so …

Im Namen kris­tal­li­siert sich die Posi­tio­nie­rung. Wo wol­len wir hin, wer wol­len wir sein, wie wol­len wir wahr­ge­nom­men wer­den? Was passt zu uns, etc? Das sind alles Fra­gen, auf die man eine Ant­wort sucht, wenn es um die Namens­ge­bung geht.

Dies war ein lang­wie­ri­ger Pro­zess mit vie­len Mee­tings, Piz­za und Rot­wein. Erschwert wur­de der Pro­zess aller­dings auch durch den Anspruch eine pas­sen­den URL zum Namen zu finden.

Das Start­ka­pi­tal haben wir erwirtschaftet/eingeworben, indem …

Zuerst aus eige­ner Kraft, mit eige­nen Mit­teln, bis wir Anfang 2013 eine Crowd-Inves­ting Run­de bei Seed­match durch­ge­führt haben und Ende 2013 eine Finan­zie­rungs­run­de mit dem BFB Früh­pha­sen­fonds durch­ge­führt haben.

Ven­ture Finan­zie­rung: Das war unser Weg …

Wir haben uns bei der bmp vor­ge­stellt, die den BFB Früh­pha­sen­fonds mana­ged und haben nach Zusa­ge dann mit dem Terms­heet noch wei­te­re Busi­ness Angels aus unse­rem und dem Netz­werk der bmp von unse­rer Idee über­zeu­gen können.

Das sind unse­re wich­tigs­ten erreich­ten Meilensteine/Erfolge …

Klar, wir haben sicher­lich eini­ge Prei­se und Aus­zeich­nun­gen erhal­ten; haben auch meh­re­re Finan­zie­rungrun­den abge­schlos­sen, aber unser schöns­ter Erfolg war der Moment, als wir merk­ten, wir haben ein Pro­dukt, das am Markt ange­nom­men wird und für das Unter­neh­men bereit sind, Geld zu bezahlen.

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Das ist unse­re Visi­on… und das die nächs­ten wich­ti­gen Meilensteine …

Unse­re Visi­on ist ganz klar eine Wäh­rung zu eta­blie­ren gegen den Kli­ma­wan­del. Eine Wäh­rung basie­rend auf einer CO2 Ein­spa­rung, die von allen Men­schen auf der Welt in einem defi­nier­ten Pro­zess selbst her­ge­stellt wer­den kann. Einen Kilo­me­ter Lau­fen oder Rad­fah­ren erzeugt einen ReCoin. Damit haben wir nicht nur eine Maß­ein­heit, um ande­re gesun­de und umwelt­freund­li­che Akti­vi­tä­ten zu bewer­ten und zu beloh­nen, son­dern auch einen Geld­schöp­fungs­pro­zess, bei dem Gesund­heit und Kli­ma­schutz gleich­falls wie die Säge­spä­ne beim Schrei­nern abfallen.

Die­se Per­so­nen / Insti­tu­tio­nen haben uns beson­ders geholfen …

Das ist schwie­rig zu redu­zie­ren auf eini­ge weni­ge und wir möch­ten hier nie­man­dem Unrecht tun. Auf dem Weg eines Grün­ders gibt es die unter­schied­lichs­ten Per­so­nen und auch Insti­tu­tio­nen, die einen beglei­ten und die zu bestimm­ten Zeit­punk­ten wich­tig sind.

Es geht dar­um, ein gutes Netz­werk auf­zu­bau­en von Gleich­ge­sinn­ten aber auch von Per­so­nen, die viel­leicht schon etwas mehr Erfah­rung haben und die einen bei bestimm­ten Fra­gen ein­fach schnell und unkom­pli­ziert Rat geben können.
Und, nicht zu unter­schät­zen, auch gute Freun­de sind gera­de in den har­ten Zei­ten eine wich­ti­ge Stüt­ze und Unterstützung.

Wie groß war das Team beim Start? Und jetzt?

Beim Start waren wir zu Dritt. Heu­te haben wir 10 Mitarbeiter.

Von allen Mar­ke­ting- & PR-Aktio­nen, die wir durch­ge­führt haben, waren die besten/wichtigsten …

Zum Hörer zu grei­fen und die Ziel­kun­den anru­fen. Fra­gen stel­len, mit­ein­an­der reden.

Kun­den­ser­vice: So bau­en wir an unse­rer Kundenzufriedenheit …

Das A und O von Kun­den­zu­frie­den­heit ist, dass du ein Pro­dukt hast, das funk­tio­niert und Spaß macht. Den Rest kann man dann mit guter, schnel­ler und ver­bind­li­cher Kom­mu­ni­ka­ti­on erledigen.

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Das wür­den wir nicht wie­der tun, bzw. die­sen Feh­ler wür­den wir beim nächs­ten Mal vermeiden …

Etwas das man schnell ler­nen soll­te, ist zu unter­schei­den zwi­schen den­je­ni­gen, die dir hel­fen wol­len und den­je­ni­gen, die dir hel­fen können.

Kri­sen? Wir haben sie gemeis­tert durch …

Viel Jog­gen und grü­nen Tee trinken. ;-)
Ich glau­be, wir waren eigent­lich immer ganz gut dar­in, aus Situa­tio­nen, die schwie­rig sind, das bes­te zu machen. Und oft blickt man dann zurück und merkt, dass die­se eine Absa­ge oder das eine Pro­blem im End­ef­fekt zu einer bes­se­ren Lösung und einem bes­se­ren Pro­dukt geführt haben. Es geht eher dar­um, dass man den glei­chen Feh­ler nicht zwei­mal macht.

So sieht unser Büro heu­te aus. So wün­schen wir uns das zukünftig …

Zur Zeit nicht wichtig

Das wäre ein Vor­bild oder eine gute Wer­be­fi­gur für uns …

Die Zukunft braucht weni­ger Hel­den und mehr Eige­n­en­ga­ge­ment. Auto ste­hen las­sen, rauf aufs Fahr­rad und CO2 einsparen.

Work-Life-Balan­ce: So hal­ten wir uns fit und motiviert …

Chan­gers CO2 fit App benut­zen und tes­ten tes­ten testen

3 Inter­net­sei­ten, ohne die wir nicht Leben & Arbei­ten können …

  • Goog­le Docs
  • Pipe­d­ri­ve
  • Slack

3 Mobi­le Apps, ohne die wir nicht mehr Leben & Arbei­ten können …

  • Goog­le Maps
  • Goog­le docs
  • Slack

3 Bücher, die man als Grün­der unbe­dingt gele­sen haben sollte …

The hard things about hard things“ von Ben Horowitz

Über­blick Unter­neh­mens­da­ten intuMIND:

Name:Blacksqua­red GmbH
Logo: changers-logo
Grün­dungs­da­tum:2012
Gesell­schafts­form (heute/angestrebt):GmbH
Grün­der:Mar­kus Schulz (CEO), Danie­la Schif­fer (COO)
Invol­vier­te Busi­ness Angels & Finanzierer:BFB Früh­pha­sen­fonds, Helio­cen­tris AG und 3 Busi­ness Angels
Koope­ra­tio­nen:BKK advi­ta und preventon
Web­site:www​.Chan​gers​.com
Fir­men­sitz:Rudolf-Breit­scheid-Str. 34 * 14482 Pots­dam, Babelsberg

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