Gründerstory XP Lingo: Spielend Sprachen lernen

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Spaß und Neugier beim Sprachenlernen – das ist der Ansatz von XPLingo. Das Startup mit Sitz in München startet gerade in der Beta-Phase durch. Vorher mussten die Gründer Ingo und José aber erst einmal kleinbeigeben. Warum, erfahrt ihr in unserem neuen Portrait unserer Reihe von Gründerstories.

Name: XPLINGO UG (haftungsbeschränkt) Startup aus: München Gegründet: 2014 Webseite: xplingo.com/de/

XPLingo: Das ist unser Produkt

XPLingo – Play your Language! ist eine neue Art und Weise, Fremdsprachen auf einem Computer oder Tablet zu lernen. Anstatt auf Wiederholung von Vokabeln und Grammatik setzen wir auf Spaß und Neugier: Der Lernende wird bei uns in eine interaktive und virtuelle Abenteuergeschichte versetzt, die in dem Land spielt, dessen Sprache man lernen möchte. Dadurch wird man aktiv am Geschehen beteiligt und findet sich in Momenten wieder, wie man sie sonst eigentlich nur vor Ort erleben könnte.

Das sind unsere USPs

Menschen, die Fremdsprachen lernen, sind oft an einer persönlichen Erfahrung interessiert. Das ist auch der Grund, warum Menschen so gerne ins Ausland gehen, um eine Sprache zu lernen. Gleichzeitig ist das Lernen auf vielen Internetportalen eher eintönig und nicht sonderlich spannend. Viele Sprachkurse erfüllen damit die Erwartungen der Nutzer nicht.

Mit XPLingo – Play your Language! verwickeln wir den Lernenden in eine spannende Geschichte, die im Land der Sprache spielt. Selbst aktiv werden und das Erlebnis stehen also im Vordergrund. Übrigens: In einer Umfrage unter XPLingo-Testern gaben kürzlich 80 Prozent der Befragten an, dass sie sich mit unserem Konzept deutlich besser zum Lernen motivieren können.

Das sind unsere Kunden …

Prinzipiell glauben wir, dass unser Angebot viele Zielgruppen anspricht. Schulkinder, Jugendliche, junge Berufstätige bis hin zu Senioren sind an Geschichten und persönlichen Erfahrungen interessiert.

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Unsere erstes Produkt zum Spanischlernen „Las Tres Puertas“ (Die Drei Türen) richtet sich aufgrund der zugrunde liegenden Geschichte an die Zielgruppe 18 bis 35 Jahre: In Barcelona fällt dem Nutzer dabei eine mysteriöse Spieluhr mit drei versiegelten Türen in die Hände, die ihn auf den Jakobsweg bis nach Santiago de Compostela führt. Man steuert abwechselnd die beiden Hauptdarsteller des Abenteuers, Ana und Peter. Was man anfangs nicht weiß: Sowohl Ana als auch Peter verbergen eine außergewöhnliche Vergangenheit, welche die Gegenwart entscheidend beeinflusst. Schritt für Schritt kommt man dem Geheimnis um „Las Tres Puertas“ auf die Spur und lernt nebenbei noch Spanisch.

So kam uns die Idee…

Sowohl José als auch ich haben einige Jahre in Barcelona gelebt und gearbeitet. In diesen Jahren wurde uns bewusst, wie wichtig die persönliche Motivation beim Erlernen von Fremdsprachen ist. Geschichten kommen dabei sehr nah an das persönliche Erlebnis heran. Das ist vor allem dann der Fall, wenn es sich um interaktives Geschehen handelt, bei dem vom Nutzer also verlangt wird, dass er sich aktiv beteiligt. Schnell wurde uns bewusst, welches Potential in der Kombination zwischen virtueller Abenteuergeschichte und Sprachenlernen steckt.

So wurde aus der Idee ein Unternehmen…

Nachdem wir uns über das Konzept ausgetauscht hatten, entwickelte José einen ersten Prototyp, den wir im Anschluss an echten Nutzern testeten. Das Feedback war dabei nicht nur sehr wertvoll für die weitere Produktentwicklung, sondern hat uns auch die nötige Motivation gegeben, um unsere Startup tatsächlich zu gründen und das Projekt konsequent zu verfolgen.

Jede Firma braucht einen Namen – XPLingo fanden wir so …

Die Namensgebung ist in unserer bisherigen Startup-Geschichte ein eher trauriger Teil. Wir hatten uns zunächst sehr schnell auf einen tollen Namen geeinigt und diesen auch für Firma und Produkt verwendet. Was wir vergessen hatten, war das Beauftragen einer ausgiebigen Markenrecherche. Das können wir neuen Gründern an dieser Stelle nur empfehlen. Nach einigen Monaten erhielten wir nämlich Post von einem Anwalt, der die Interessen einer ähnlich klingenden Firma vertrat. Wir mussten klein beigeben und schnellstens unseren Namen ändern. Im Nachhinein muss man sagen, dass wir mehrere Fehler im Vorfeld gemacht hatten. Zudem hatten wir noch Pech mit einem aggressiven Gegner, der nicht mit sich reden lies. Heute heißen wir XPLingo. „XP“ steht dabei für Experience, also die Erfahrung beim Sprachenlernen.

Das Startkapital haben wir erwirtschaftet, indem wir…

Wir haben bisher die komplette Beta-Phase aus unserer eigenen Tasche finanziert. Sicherlich kein einfacher Weg. José und ich hielten uns in dieser Zeit mit anderen Jobs über Wasser, und investierten jede freie Minute in unser Startup.

Das waren unsere bisher wichtigsten Meilensteine …

Nachdem wir im letzten Jahr einen lokalen Gründerpreis mit kostenlosen Büroräumen für ein Jahr gewonnen hatten, stellten wir im Sommer diesen Jahres das erste Kapitel der spanischen Lernserie „Las Tres Puertas“ fertig.

„Las Tres Puertas“ befindet sich seit September in der Beta-Phase und kann kostenlos von unserer Web-Page www.xplingo.com heruntergeladen werden. In den ersten acht Wochen verbuchten wir bereits mehr als 1.000 Downloads und bekamen viel tolles Feedback. Wir freuen uns übrigens noch immer über Beta-Tester. Je mehr Rückmeldungen wir bekommen, umso besser können wir unsere Produkte auf die echte Nachfrage am Markt anpassen.

Das sind unsere Vision und die nächsten wichtigen Meilensteine …

Langfristig möchten wir mit unseren Produkten die Art und Weise verbessern, wie Menschen Fremdsprachen lernen. Dabei ist Game-based Learning eventuell auch nur der erste Schritt hin zur Verwendung von Virtual Reality beim Lernen. In jedem Fall ist das nächstes Ziel die Finanzierung unseres Unternehmens, um Produkte für mehrere Lernsprachen anzubieten.

Ein spezielles Vorhaben könnte dabei ein Produkt zum Deutschlernen für Flüchtlinge sein. Da wir mit XPLingo – Play your Language! auch kulturelle Aspekte vermitteln, wäre ein solches Produkt ein toller erster Schritt zur Integration für Flüchtlinge in Deutschland.

Diese Menschen und Unternehmen haben uns wesentlich unterstützt…

Vor allem waren das die Testpersonen, die mit glänzenden Augen vor unserem Produkt saßen. Zu sehen, wie Menschen unsere Produkte mit Freude verwenden, das ist die größte Motivation für uns.

So groß war das Team zum Start…

Am Anfang waren es nur José und ich.

Stichwort Lean Startup: So haben wir unsere Zielgruppe/unser Produkt erstmal getestet …

Wir haben gleich unseren ersten Prototypen mit Menschen getestet, die Spanisch lernen wollten. So erhielten wir wertvolles Feedback, welches uns in der weiteren Produktentwicklung geholfen hat.

Deshalb sind wir Gründer / Unternehmer …

xplingo-gruenderteam

Sowohl José als auch ich haben Freude am Erschaffen. Wir möchten, dass die Menschen Spaß an unseren Produkten haben. Gründer zu sein, gibt uns die dafür notwendige Freiheit.

Fehler: Das würden wir beim nächsten Mal anders machen …

Wie schon oben beschrieben – wir mussten mitten im Unternehmensaufbau unseren früheren Namen ändern, weil wir uns nicht ausreichend über Namensrechte informiert hatten. Deshalb würden wir uns intensiver mit einigen formalen Dingen beim Gründen beschäftigen, wie z.B. dem Markenrecht in Deutschland.

So sieht unser Büro heute aus. So wünschen wir uns das zukünftig …

Als Team arbeiten wir bei XPLingo virtuell und connecten uns über Hangout oder Skype.

Überblick Unternehmensdaten XPLingo:

Name: XPLINGO UG (haftungsbeschränkt)
Logo:  xplingo-logo
Gründungsdatum: 22. Mai 2014
Gründungsphase: Beta-Phase
Gesellschaftsform (heute/angestrebt): Unternehmergesellschaft (UG)
Gründer: Ingo Ehrle (CEO), José Rodolfo Freitas (CTO).
Team: Rafael Chiamenti (Artist), Manuel Steffan (Artist)
Website:  xplingo.com
Firmensitz: München
Social Media: facebooktwitter

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