Tel Aviv und Rhein-Main haben zwei Gewinner: Startups aus FinTech und Cybersecurity gewinnen Pitch beim Tech Ecosystems Dialogue 2015

Bild zur Bewerbungsfrist für den Startup Pitch auf der Tech Ecosystems in Frankfurt

Vor den Augen vieler prominenter Gäste aus Politik, Industrie und Wissenschaft präsentierten sich am 27. Oktober 2015 bei dem ersten „Tech Ecosystems Dialogue“ (#techeco15) an der Goethe-Universität Frankfurt zehn vielversprechende Startups aus Tel Aviv und dem Rhein-Main-Gebiet. Zwei gehen als Sieger aus dem Abend.

Wissenschaftler, Führungskräfte, Investoren und Unternehmer präsentierten internationale Keynotes und diskutierten auf Panels, welche Voraussetzungen für erfolgreiche Gründer-Ökosysteme gelten. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Grußworte der Uni-Präsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff, des hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir, dem Kämmerer der Stadt Frankfurt Uwe Becker und als besonderer Gast von Dr. Dan Shaham, dem israelischen Generalkonsul.

Durch den Konferenztag führten der Moderator Daniel Cronin und der Leiter des Goethe Unibators Dr. Sebastian Schäfer.

Die Keynotes von Dr. Haya Shulman (Fraunhofer Institut), Dr. Thomas Funke (RKW) und Elena Donets (StarTAU) wurden jeweils von Diskussionspanels gefolgt, in denen prominente Gäste aus Wirtschaft und Wissenschaft die Voraussetzungen erfolgreicher Startup Ökosysteme und der Notwendigkeit von Entrepreneurial Education diskutierten.

Einweihung des Unibator FinTech im Westend

Gleichzeitig wurden die neuen Räumlichkeiten des Unibator FinTech im Westend eingeweiht: Damit startet die „Brutstätte“ der Goethe-Universität ein neues maßgeschneidertes Programm für FinTechs. Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir würdigte den Unibator FinTech als weiteren wichtigen Beitrag zur Stärkung des Finanzplatzes Frankfurt. „Die Bedeutung von Technologie-Startups wächst auch auf dem Gebiet der Finanzdienstleistungen. Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet haben mit ihren Finanz- und IT-Unternehmen, mit ihren exzellenten Hochschulen und Forschungseinrichtungen alle Voraussetzungen, auch hier eine führende Position einzunehmen und damit Zukunftstrends aktiv zu gestalten.“

„Der Goethe-Unibator hat es sich auf die Fahne geschrieben, ein zentraler Anlaufpunkt für Gründer aus der gesamten Rhein-Main-Region zu sein. Mit der neuen Initiative wachsen wir weiter und wollen uns als eine der europäischen Top-Adressen für FinTechs positionieren“, so Dr. Sebastian Schäfer vom Unibator.

Einen weiteren wichtigen Schritt zur globalen Innovation in der Region ging der Unibator mit dem Pitch Contest, für den sich allein aus Israel über 50 Startups beworben haben: Fünf ausgewählte Startups aus Tel Aviv und fünf aus Frankfurt Rhein-Main präsentierten ihre Unternehmen und Ideen. Die zwei besten Startups, jeweils aus Tel Aviv und Frankfurt, wurden auf der Konferenzparty gekürt. Und die Gewinner sind:

L7 Defense (Tel Aviv)

Das Startup L7 Defense entwickelt eine bahnbrechende Technologie, die automatisch so genannte DDoS-Attacken identifiziert und abwehrt. Diese Attacken, in deutsch etwa „Verweigerung des Dienstes“, greifen Computer mit dem Ziel an, deren Verfügbarkeit außer Kraft zu setzen.
L7 Defense hat diesen Schutz automatisiert und vor allem in Echtzeit umgesetzt.

Fino (RHEIN-MAIN)

Fino bietet den ersten Konto-Vermittlungsdienst in Deutschland. Bankkunden können in nur wenigen Schritten ihr Bankkonto innerhalb von nur acht Minuten wechseln – und das 24/7. Fino automatisiert die Verwaltung: Dieser Service öffnet den Markt für eine ganz neue Art des Bankkonto-Wechsels in Deutschland.

Andreas Torner, Vorsitzender der Regionalen Geschäftsleitung Mitte Deutsche Bank und Mitglied der Jury beim Pitch Contest, begründete die Wahl der Gewinner wie folgt:
„Die Entscheidung war nicht einfach. Alle Teilnehmer des Pitch Contest überzeugten mit ihren Ideen und schlüssigen Präsentationen.“

Die Jury entschied sich für das Start-up „L7 Defense“ als den israelischen Gewinner. „Ausschlaggebend war das zu erwartende große Marktpotential der Cyber-Security-Firma, die mit ihrem Angebot eines der brennendsten Themen unserer vernetzten Welt sowohl im privaten als auch im Unternehmensumfeld adressieren“, so Torner.

Das FinTech-Unternehmen „Fino“ ist der deutsche Sieger des Pitch Contests. „Der Kontowechselservice überzeugte mit einem klaren Alleinstellungsmerkmal auf der B2B Seite und bietet Verbrauchern eine unkomplizierte Dienstleistung und hat als junger Start-up bereits eine ‚hohe traction'“, so Torner.

„Wir wünschen den Gewinnern viel Erfolg für die Zukunft und sind uns sicher, dass wir noch viel von ihnen hören werden.“

Beide Startups gewinnen einen einwöchigen Aufenthalt im Unibator FinTech in Frankfurt bzw. dem Tel Aviv University Entrepreneurship Center StarTau und können so wichtige Kontakte und Erfahrungen im Partnerland machen.

Das Event war ein voller Erfolg und eine einzigartige Gelegenheit die Internationalisierung des Unibators voranzutreiben. Tech-Ecosystems Dialogue 2016 ist deshalb schon fest eingeplant.

Weitere Infos und einen ausführlichen Rückblick auf „Tech Ecosystems Dialogue 2015“ finden Sie hier.

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