Return on Investment (ROI)

Für Unternehmer, so sagt man häufig scherzhaft, ist Geld ausgeben schmerzhaft und verursacht fast körperliche Beschwerden. Tatsächlich sollte das investierte Geld am Ende auch dazu führen, dass das Vermögen gewachsen ist, und mehr Geld hereinkommt. Ein Investment lohnt sich nur dann, wenn es tatsächlich zu nachfolgenden Gewinnen führt. Um das zu ermitteln, und auch beziffern zu können, gibt es den Return on Investment (ROI).

Definition des ROI

Was man gewöhnlich als ROI bezeichnet, heißt in der deutschen Wirtschaftssprache üblicherweise Kapitalrendite oder richtiger Kapitalrentabilität. In unseren Breiten gilt der ROI als betriebswirtschaftliche Kennzahl, ähnlich wie die Eigenkapitalrendite (ROE).

Die komplizierteren Definitionen, wie das „Produkt aus Umsatzrentabilität und Kapitalumschlagshäufigkeit“ wollen wir hier erst einmal außer Acht lassen, da sie wirklich schwierig und aufwändig zu erklären sind.

Der einfache Berechnungsweg lautet: Gewinnanteil / Kapitaleinsatz = ROI

Wo macht der ROI Sinn?

Nun, grundsätzlich ist die Berechnung des ROI nur dann sinnvoll, wenn überhaupt ein Beitrag zum Unternehmenserfolg möglich ist. Das erscheint aber logisch – Investitionen, die überhaupt kein Gewinnpotenzial bergen, haben natürlich auch einen ROI von genau Null.

Ein weiterer Punkt ist die Amortisationsdauer. Die Investition sollte sich innerhalb der Nutzungsdauer einer Anschaffung amortisieren. Auch das scheint logisch – wird aber oft übersehen. Wenn man Anschaffungen (Einzelinvestitionen) tätigt, etwa eine bestimmte Software, dann liegt eine Nutzungsdauer oft viel kürzer als angenommen – bei Softwareprodukten aber auch bei Hardware in der Regel unter drei Jahren. Hier kann der ROI oft sehr niedrig ausfallen.

Budgetneutrale Investitionen

Eine sogenannte budgetneutrale Investition liegt dann vor, wenn die Amortisationsdauer weniger als 12 Monate beträgt. Dann hat man zumindest innerhalb eines Geschäftsjahres so viel Gewinn gemacht, dass sich die Investition gelohnt hat. Wie weit man dann über der Gewinnschwelle liegt, verrät einem der ROI (den zu berechnen in diesem Fall natürlich sehr viel Sinn macht!).

Abweichende Berechnungen

Die Berechnungswege und die verwendeten Zahlen für die Berechnung können je nach Situation und erforderlichem Ergebnis leicht unterschiedlich sein. So können in manchen Fällen auch die gesamten Investitionskosten in Betracht gezogen werden, und mit dem sogenannten Totalerfolg (dem Kapitalwert der Investition) in Beziehung gesetzt werden. Beim sogenannten primären ROI werden dagegen normalerweise die Investitionskosten in Beziehung zu den verursachten Einsparungen während eines Jahres betrachtet.

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Kategorie: Finanzen

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