Black Friday – nicht alle sind auf Schnäppchenjagd

Im Schnitt werden am und um den Black Friday herum 312 Euro ausgegeben – rund 11 Prozent mehr als im Vorjahr. 4 von 10 Jüngeren würden die KI allein auf Einkaufsbummel schicken.

Wenn mit dem Black Friday und der darauffolgenden Cyber Week die Rabattschlacht im Handel ihren Höhepunkt erreicht, gehen Millionen Menschen in Deutschland auf Schnäppchenjagd. Viele wollen dabei noch einmal mehr ausgeben als im Vorjahr. Rund jede und jeder Zweite (52 Prozent) will die reduzierten Preise nutzen.

Die Mehrheit (61 Prozent, 2024: 53 Prozent) hat zudem schon eine klare Vorstellung, wie viel sie ausgeben will: 312 Euro sind es im Durchschnitt und damit rund 11 Prozent mehr als noch 2024 mit 280 Euro. Männer planen dabei in diesem Jahr höhere Ausgaben (363 Euro) als Frauen (251 Euro). Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.120 Internetnutzerinnen und -nutzern ab 16 Jahren in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Die meisten derjenigen, die am Black Friday oder während der Cyber Week einkaufen wollen, gehen nach eigener Einschätzung geplant vor. Auf die Frage nach ihrem Einkaufsverhalten (Mehrfachnennungen möglich) sehen sich 45 Prozent als „Wunscherfüller/innen“: Sie gönnen sich Dinge, die sie sich schon länger wünschen, aber nicht zum vollen Preis kaufen wollen.

Ebenso viele (45 Prozent) sind „Kopf-Käufer/innen“, die ganz gezielt Dinge des täglichen Bedarfs kaufen oder größere Anschaffungen machen, wenn diese im Angebot sind. Demgegenüber geben nur 28 Prozent an, zu den „Impulskäufer/innen“ zu gehören, die sich bei einem digitalen Schaufensterbummel zu Spontankäufen verleiten lassen. Und 22 Prozent bezeichnen sich als klassische „Schnäppchenjäger/innen“.

„Die Menschen nutzen Rabatt-Aktionen gezielt, lassen sich oft aber von guten Angeboten zu spontanen Käufen verleiten“, so Rohleder. „Wer ungeplant auf ein Schnäppchen stößt, tut aber gut daran, den Preis noch einmal zu vergleichen – online ist eine Übersicht nur ein paar Klicks entfernt.“

Wie KI das Online-Shopping verändert

Durch Künstliche Intelligenz könnte sich das Online-Shopping grundsätzlich verändern, etwa durch KI-basierte Browser, die selbsttätig Shopping-Aufträge ausführen und dazu zuvor Preisvergleiche durchführen oder Produkttests analysieren. 21 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer wären grundsätzlich bereit, eine KI für sich einkaufen zu lassen.

Von den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren würden sogar 43 Prozent einen KI-Shopping-Assistenten nutzen. „Viele Menschen werden künftig mit Hilfe von KI-Assistenten einkaufen. Der Handel muss sich jetzt auf das KI-Zeitalter einstellen, sonst besteht die Gefahr, dass das eigene Angebot seltener gefunden wird“, so Rohleder.

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