Business Development Day: Unternehmen müssen neue Wege beschreiten

Viele Märkte sind heute gesättigt, die Unternehmen benötigen aber Wachstum. Wer sein Unternehmen für die Zukunft rüsten will, investiert daher in Business Development. So lautet das Ergebnis einer Befragung des Lehrstuhls Marketing I der Universität Hohenheim.

Viele Märkte sind heute gesättigt, die Unternehmen benötigen aber Wachstum. Wer sein Unternehmen für die Zukunft rüsten will, investiert daher in Business Development. So lautet das Ergebnis einer Befragung des Lehrstuhls Marketing I der Universität Hohenheim von rund 350 deutschen Unternehmen aller Branchen. „Business Development ist das Zukunftsthema in vielen Unternehmen. Noch werden aber nicht alle Potenziale genutzt, die ein systematisches Business Development bietet“, sagt Prof. Dr. Markus Voeth, Leiter der Studie zum Business Development in der Praxis. Laut der Befragung haben viele Firmen in den vergangenen Jahren in Business Development investiert und planen dies auch weiter zu tun. Die Studie wurde anlässlich des Business Development Days an der Universität Hohenheim veröffentlicht.

„Viele Unternehmen stellen sich derzeit die Frage, ob das Geschäftsmodell, mit dem sie auf ihren Märkten lange Zeit erfolgreich waren, noch zeitgemäß ist und wie zukünftig Marktaktivitäten gestaltet werden müssen“, sagt Prof. Dr. Voeth, Leiter des Lehrstuhls Marketing I an der Universität Hohenheim.

Laut der Studie haben die Branchen Automobil, Telekommunikation, Konsumgüter und High Technology einen besonders hohen Bedarf an Business Development: Diese Unternehmen verfügen laut der Studie überdurchschnittlich häufig über eine eigenständige Business Development-Abteilung. Seltener dagegen findet man diese in der Dienstleistungsbranche sowie im öffentlichen Sektor.

Die Aufgaben der Business Development-Abteilungen sind nach der Studie vor allem die Suche nach neuen Wachstumspotenzialen, das Erkennen von Markttrends sowie die Erschließung neuer Marktsegmente und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Für ihre Analysen interpretieren die Unternehmen vor allem die Business Pläne, den Key Performance Indicator (KPI) sowie die Kosten-Nutzen-Analysen.

Business Development immer bedeutender für Unternehmen

Die Bedeutung von Business Development für die Unternehmen nimmt derzeit rasant zu. Individuelle Kundenanforderungen, neue Technologien oder veränderte rechtliche Rahmenbedingungen erfordern heute ein professionelles Business Development, um das Überleben von Unternehmen langfristig zu sichern. Das lässt sich unter anderem daran ablesen, dass die Zahl der Business Development-Abteilungen in den Unternehmen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist, so das Ergebnis der Befragung.

Seit 2005 ist die Zahl der Abteilungen um mehr als die Hälfte gestiegen. Im Zeitraum zwischen 1995 und 2004 war es eine Steigerung um lediglich 32 Prozent. Und vor 1985 interessierte sich noch kaum ein Unternehmen für Business Development. Daneben zeigt sich die Bedeutung auch daran, dass in den meisten Unternehmen das Business Development direkt an die Geschäftsführung bzw. den Vorstand berichtet.

Auch auf dem Stellenmarkt ist Business Development ein hoch aktuelles Thema. Mitarbeiter, die im Business Development arbeiten, kommen laut Studie vor allem aus dem Vertrieb und dem Marketing. In Bezug auf Qualifikationen werden vor allem unternehmerisches Denken, Kommunikationsfähigkeit sowie analytische und methodische Kenntnisse als die wichtigsten Voraussetzungen für einen Einstieg in das Business Development genannt.

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