Digital City Award 2026: Diese vier Projekte zeigen die Stadt der Zukunft
SuperApp, Social Media, regionale Plattform und KI im Einzelhandel: Der Digital City Award 2026 zeichnet vier Projekte aus, die digitale Stadtentwicklung bereits in die Praxis bringen.
Digitalisierung in Städten muss nicht bei WLAN, Apps und digitalen Behördengängen enden. Die Gewinner des Digital City Award 2026 zeigen, wie Technologie auch Handel, Stadtmarketing und regionale Wirtschaft stärken kann. Vier Projekte aus Ahaus, Marburg, der Europa-Park-Region und dem Einzelhandel wurden aus 15 Einreichungen ausgezeichnet.
Ahaus bündelt die Stadt in einer SuperApp
Die Ahaus SuperApp von Tobit.Software Laboratories verbindet mehr als 400 lokale Anwendungen und Partner aus Handel, Gastronomie und Freizeit mit kommunalen Angeboten. Payment, Stadtgutschein, Gamification und Smart-City-Services laufen über eine zentrale Plattform. Mehr als 10.000 Menschen nutzen die App bereits. Allein der digitale Stadtgutschein erzielte zuletzt rund eine Million Euro Umsatz. Das Konzept wird inzwischen auch auf andere Städte übertragen.
Marburg macht Social Media zum Stadtmarketing
Mit #marburgliebe setzt Marburg auf Instagram und TikTok, um Stadtleben und lokale Akteure sichtbar zu machen und eine Community aufzubauen. Mehr als 53.000 Menschen folgen dem Projekt auf Instagram, über 10.000 auf TikTok. 2025 erreichten die Beiträge mehr als 36 Millionen Aufrufe. Digitale Formate werden dabei gezielt mit Veranstaltungen vor Ort verknüpft.
Europa-Park-Besucher für die Region gewinnen
Sieben Gemeinden rund um den Europa-Park haben mit trolleymaker eine gemeinsame digitale Plattform aufgebaut. Die Erlebnisregion Europa-Park CARD & App verbindet Tourismus, Handel, Gastronomie und Freizeit über Karte, App, Gutscheine, Cashback und weitere Angebote. Mehr als 8.000 Nutzer und über 60 Betriebe sind bereits dabei.
KI hilft beim Aufbau einer Eigenmarke
Dass digitale Innovation nicht nur etwas für große Unternehmen ist, zeigt Schuh-Beck aus Römerstein-Böhringen. Der Einzelhändler entwickelte mithilfe von KI eine eigene Markenlinie und vermarktet sie stationär und digital. Das Projekt demonstriert, wie kleinere Händler KI auch mit begrenzten Ressourcen für Markenaufbau und Marketing einsetzen können.
Bewertet wurden die Projekte nach Innovation, Mehrwert und messbarer Wirkung sowie Praxisrelevanz, Skalierbarkeit und Zukunftspotenzial.