Ende der Bannerwerbung?

Der Streit über geblockte Werbebanner im Internet ist neu entfacht. Dabei sind Kompromisse möglich.

Werbung im Internet: Das ist für Unternehmer der regelmäßige Versuch, ihre kostenlosen Webangebote wenigstens ein bisschen zu refinanzieren. Doch für User ist es nicht selten ein Graus. Da poppt es aus allen Ecken, riesige Felder legen sich über die Website oder ein marktschreierischer Videoclip erschreckt einem beim Emaillesen. Die User reagieren nicht nur entnervt: Sie greifen vermehrt nach so genannten Adblockern, also kleinen Browser-Plugins, die solche Werbeeinblendungen unterbinden. Etwa zehn Millionen User vermeldet beispielsweise Adblock.

Mit fatalen Folgen: Denn wird der Adblocker nicht genau eingestellt, sind plötzlich alle Anzeigen weg. Und das schadet wiederrum allen Internetseitenanbietern. Insbesondere Verlage, die schon lange mit dem defizitären weil kostenlosen Onlineangeboten hadern, haben jetzt reagiert. In einer Kampagne machen große Nachrichten-Websites wie Spiegel Online, ZEIT, RP
Online und FAZ.NET auf das Thema aufmerksam.

Doch auch Adblock reagiert auf die Kampagne: Sie nennen Online-Werbung eben selten innovationsfreundlich. Im Internet ziehe das Konzept der TV-Werbung – maximale Aufmerksamkeit erzeugen – nicht. Nutzer lassen sich hier nichts aufzwingen und können mit Hilfe von Tools wie Adblock Plus selbst entscheiden, wann und welche Art von Werbung sie bereit sind, zu akzeptieren.

Doch gleichzeitig bietet das Unternehmen den Verlagen eine helfende Hand: Man sei sich vollkommen bewusst, dass Qualitätsjournalismus durch Werbung finanziert wird. Daher gäbe es seit 2011 die Acceptable-Ads-Initiative, bei der Internetnutzer  Werbung, die sie als unaufdringlich empfinden als „akzeptabel“ zertifizieren können. Diese würde dann in den Standard-Einstellungen des Werbeblockers nicht blockiert.

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20. Mai 2013

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