Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Gefähr­li­cher Trend: Arbeit wird zeit­lich entgrenzt

Arbei­ten wann und wo man möch­te: Das ist dank Digi­ta­li­sie­rung mög­lich, im All­tag deut­scher Unter­neh­men aber noch nicht angekommen. 

Wir haben knapp 570 Fach- und Füh­rungs­kräf­te um ihre Ein­schät­zung zu den The­men Erreich­bar­keit und Nut­zung mobi­ler End­ge­rä­te gebe­ten“, sagt Prof. Dr. Ulri­ke Hel­lert. „Nur 14,2 Pro­zent arbei­ten mehr als 20 Pro­zent oder 10 Stun­den pro Woche an ande­ren Orten als an ihrem übli­chen Arbeits­platz – sei es im Außen­dienst (57 Pro­zent), im Home Office (43 Pro­zent) oder in Ver­kehrs­mit­teln (19 Pro­zent)“, so die Direk­to­rin des iap Insti­tut für Arbeit & Per­so­nal der FOM Hoch­schu­le für Öko­no­mie. Das sei über­ra­schend, weil immer­hin fast 39 Pro­zent der Befrag­ten im Zuge ihrer Arbeit mobi­le End­ge­rä­te nutzen.

 

Wäh­rend die Nut­zung mobi­ler End­ge­rä­te fast ohne Fol­gen für die räum­li­che Fle­xi­bi­li­tät deut­scher Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer bleibt, hat sie extre­me Aus­wir­kun­gen auf die zeit­li­che Fle­xi­bi­li­tät. „Sind im Rah­men der Arbeit Lap­top, Smart­pho­ne & Co. im Ein­satz, kommt das vor allem vor Arbeits­be­ginn oder nach Fei­er­abend (59,9 Pro­zent), auf Dienst­we­gen (59,4 Pro­zent), an frei­en Wochen­en­den (38,6 Pro­zent) oder im Urlaub (35 Pro­zent) zum Tra­gen“, erklärt Prof. Dr. Hel­lert. „Das geht ein­her mit einer star­ken zeit­li­chen Ent­gren­zung: Bei fast 47 Pro­zent der Befrag­ten mischen sich Arbeits- und Pri­vat­le­ben zeit­lich sehr oft oder eher oft, bei 16,2 Pro­zent ist eine Erreich­bar­keit sogar rund um die Uhr gegeben.“

Um den gesund­heit­li­chen und psy­chi­schen Fol­gen die­ser Ent­wick­lung ent­ge­gen­zu­wir­ken, emp­fiehlt die iap Direk­to­rin Unter­neh­men, ver­bind­li­che Regeln zu schaf­fen. „Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter brau­chen auf der einen Sei­te Trans­pa­renz: Wann muss ich erreich­bar sein, wann habe ich Fei­er­abend? Auf der ande­ren Sei­ten brau­chen sie die Ver­läss­lich­keit, dass die­se Rege­lun­gen auch wirk­lich ein­ge­hal­ten werden.“

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