Green Alley Award - Gründerpreis für Pioniere der Circular Economy

Reduce, Reuse, Recycle – diesem Motto haben sich nicht nur ambitionierte Umweltschützer verschrieben. Die drei Wörter beschreiben auch sehr gut, worauf es in einer Circular Economy ankommt: Der Green Alley Award 2016, Europas einziger Award für Startups in der Kreislaufwirtschaft, sucht Gründer mit Ideen, die Ressourcen schonen und für umweltfreundliche Alternativen. In einer Circular Economy gibt es Abfall im klassischen Sinne eigentlich gar nicht mehr.

 

Unser bisheriges Konzept „Herstellen, Nutzen, Wegwerfen“ ist überholt. In Zukunft kommt es mehr denn je darauf an, die Ressourcen, die wir nutzen, in einem ständigen Kreislauf zu halten. Bis zum 27. Juli können Gründer ihre innovativen Geschäftsmodelle beim Green Alley Award einreichen.

Die Bewerbung erfolgt online mit nur wenigen Klicks unter www.green-alley-award.com.

Welche Startups braucht die Kreislaufwirtschaft?

Die Circular Economy bietet viel Platz für neue Ideen. Die Gewinner des Green Alley Awards der letzten drei Jahre setzen die unterschiedlichsten Ideen um, um die Ressource „Abfall“ neu zu erfinden.

  • Der Brite Tom Robinson möchte mit seinem Startup Adaptavate die europäische Baubranche revolutionieren. Dafür hat er „Breathaboard“ entwickelt, eine zu 100 Prozent recycelbare Wandverkleidung, die zu größten Teilen aus Abfällen der Getreidemittelproduktion hergestellt wird. Mit dieser ökologischen Alternative kämpft er gegen herkömmliche Gipsplatten an, die nicht nur umwelt- sondern auch gesundheitsschädlich sind.
  • Das Team von RePack aus Finnland verfolgt das Ziel, der Ressourcenverschwendung im Onlinehandel ein Ende zu bereiten. RePack arbeitet daran, eine bis zu 20 Mal wiederverwendbare Versandtasche am Markt zu etablieren. Bislang fallen durch unser Online-Shopping pro Kopf und Jahr durchschnittlich mehr als 200 Kilogramm Verpackungsmüll an – Tendenz steigend.
  • Ein weiteres Feld ist die Verschwendung von Lebensmitteln. Wie viele Produkte werfen wir weg, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde? Und was passiert mit solchen Lebensmitteln in Supermärkten? Diese Frage hat FoodLoop aus Köln zu seiner Mission erhoben: Mit seiner App macht es das Startup Verbrauchern einfacher, Produkte mit näher rückendem Mindesthaltbarkeitsdatum in Supermärkten zu finden und damit der Lebensmittelverschwendung Einhalt zu bieten.

Preispaket im Wert von bis zu 30.000 Euro gewinnen

Der Green Alley Award wurde 2014 vom Berliner Circular Economy Investor Green Alley initiiert und wird seitdem jährlich verliehen. Ziel ist es, Gründer mit neuen Geschäftsmodellen in der Circular Economy zu fördern und ihnen ein Netzwerk von erfahrenen Experten an die Seite zu stellen.

Ende Oktober 2016 werden die überzeugendsten Bewerber zum Finale nach Berlin eingeladen. In individuellen Workshops mit Experten der Circular Economy- und Startup Szene erhalten die Gründer wertvolle Tipps rund um Finanzierung, Geschäftsfeldentwicklung und Kreislaufwirtschaft.

In einem Live-Pitch vor Publikum müssen die Gründer schließlich die Fachexperten überzeugen. Der Gewinner des Green Alley Awards 2016 wird mit einem Paket aus Geld- und Sachleistungen im Wert von bis zu 30.000 Euro belohnt und erhält unter anderem die Chance auf eine Finanzierung durch Investment.

Warum sich gründen in der Kreislaufwirtschaft lohnt

Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist nicht nur zentral für Umwelt- und Klimaschutz. Auch die wirtschaftlichen Gründe liegen auf der Hand. Da Rohstoffe weltweit knapp sind und immer teurer werden, haben Unternehmen, die heute schon Ressourcen sparen oder schonend produzieren, einen echten Wettbewerbsvorteil. Durch die Zusammenarbeit mit Start-ups können hier Synergien entstehen.

Allein in Deutschland erzielt die Entsorgungs- und Recyclingbranche schon heute einen jährlichen Umsatz von etwa 50 Milliarden Euro und beschäftigt bis zu 500.000 Menschen, wie offizielle Zahlen belegen. Die Circular Economy hat also jede Menge Potential!

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