Bis zu 325.000 Euro Finanzierung: Startup Challenge Schwedt sucht Lösungen für den grünen Wandel
Mit bis zu 325.000 Euro Finanzierung, Zugang zu lokaler Infrastruktur und Partnerschaften mit Unternehmen haben Startups bei der Startup Challenge Schwedt die Möglichkeit, Technologien praxisnah zu testen und in die industrielle Anwendung zu bringen.
Das Startup-Labor Schwedt, ein EXIST-Modellprojekt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), hat die erste „Startup Challenge Schwedt“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, innovative technologische Ansätze von Startups zu fördern, die die Energie- und Ressourceneffizienz am Industriestandort Schwedt steigern können.
Mit dieser Initiative soll der Wandel hin zu einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft beschleunigt und Schwedt als Vorreiter der industriellen Transformation gestärkt werden.
Als Standort bedeutender Industrien wie Mineralölverarbeitung und Papierherstellung steht Schwedt vor besonderen Herausforderungen. Der Wegfall russischer Öllieferungen über die Druschba-Pipeline und die Ziele des europäischen „Green Deal“ erfordern innovative Lösungen, um die Zukunftsfähigkeit des Standorts zu sichern. Das Startup-Labor Schwedt bietet Gründenden die Möglichkeit, ihreTechnologien direkt in die industrielle Praxis zu überführen und so einen echten Beitrag zur Transformation zu leisten.
Die Startup Challenge Schwedt ist in zwei Phasen gegliedert. In der Bewerbungsphase (bis 24.02.2025) reichen Startups ihre Ideen ein. Eine Jury wählt bis zu zehn Teams aus, die ihre Konzepte für Pilotprojekte mit Unterstützung von Industriepartnern ausarbeiten. Jedes Team erhält bis zu 25.000 Euro Fördermittel.
In der Pilotphase setzen die fünf besten Teams ihre Projekte in Schwedt um. Pro
Team stehen hierfür bis zu 300.000 Euro zur Verfügung.
Themen für mögliche Pilotprojekte
• Effizienzsteigerung industrieller Technologien, auch durch digitale Tools
• Intelligente Steuerung von Stoffkreisläufen mit Künstlicher Intelligenz
• Nutzung industrieller Nebenströme, Rest- und Rohstoffe (z. B. aus
Altpapierrecycling oder Ethanolproduktion)
• CO2-Nutzung in industriellen Prozessen
• Nachhaltige CO2-Quellen (z. B. aus Oxyfuel-Prozessen mit Biomasse oder
Direct-Air-Capture)
• Nutzung von überschüssiger elektrischer Energie
Das Startup-Labor Schwedt wird im Rahmen des Förderprogramms „Existenzgründungen aus der Wissenschaft – EXIST“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unterstützt und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg kofinanziert. Die Challenge wird in Zusammenarbeit mit den Schwedter Industriepartnern PCKRaffinerie GmbH und LEIPA Group GmbH sowie den Unternehmen ENERTRAG SE und Verbio SE durchgeführt.