IT-Mit­tel­stand bleibt auf Wachs­tums­kurs: Chan­ce für Startups

Der IT-Mit­tel­stand treibt das Wachs­tum der Digi­tal­wirt­schaft vor­an. In Zukunft sol­len Digi­ta­le Hubs Start­ups mit Mit­tel­ständ­lern, Groß­un­ter­neh­men sowie For­schung und Inves­to­ren zusammenbringen.

Der IT-Mit­tel­stand bleibt Wachs­tums­trei­ber der digi­ta­len Wirt­schaft. Inner­halb eines Jah­res konn­ten die mit­tel­stän­di­schen Itun­ter­neh­men ihren Umsatz in Deutsch­land um acht Pro­zent auf 62 Mil­li­ar­den Euro stei­gern. Ein ent­schei­den­der Fak­tor für de Erfolg in den nächs­ten Jah­ren sei­en Digi­ta­le Hubs, die Start­ups mit dem Mit­tel­stand und mit Groß­un­ter­neh­men ver­net­zen. Das geht aus dem neu­en IT-Mit­tel­stands­be­richt vom Digi­tal­ver­band Bit­kom hervor.

 

Die über­durch­schnitt­li­chen Wachs­tums­zah­len im IT-Mit­tel­stand unter­strei­chen die bedeu­ten­de Rol­le, die mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men für die Bit­kom-Bran­che und die deut­sche Wirt­schaft ins­ge­samt spie­len“, sag­te Bit­kom-Prä­si­di­ums­mit­glied Dirk Röhr­born. „Im IT-Mit­tel­stand wirkt sich Umsatz­wachs­tum unmit­tel­bar auf Beschäf­ti­gung aus und hilft somit auch den Regio­nen, in denen die mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men fest ver­wur­zelt sind.“ Dem Bericht zufol­ge ste­hen die Mit­tel­ständ­ler für 33 Pro­zent des Umsat­zes und 54 Pro­zent der sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten in der Digitalwirtschaft.

Dabei blei­ben die Kon­junk­tur­aus­sich­ten für die mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men gut. Acht von zehn Unter­neh­men (84 Pro­zent) gin­gen von stei­gen­den Umsät­zen im zwei­ten Halb­jahr 2016 aus. 60 Pro­zent woll­ten zusätz­li­che Arbeits­plät­ze schaf­fen, 35 Pro­zent die Beschäf­tig­ten­zahl kon­stant hal­ten. „Ange­sichts von aktu­ell 51.000 offe­nen Stel­len für IT-Exper­ten in der deut­schen Wirt­schaft haben es aber gera­de auch mit­tel­stän­di­sche Itun­ter­neh­men zuneh­mend schwer, geeig­ne­tes Per­so­nal zu fin­den“, sag­te Röhrborn.

Um den Fach­kräf­te­man­gel zu besei­ti­gen, müs­se zum einen das Digi­ta­le in die Schu­le gebracht wer­den und müss­ten mehr Jun­gen und vor allem Mäd­chen ermu­tigt wer­den, sich für die Infor­ma­tik oder einen ande­ren tech­ni­schen Beruf zu ent­schei­den. Zum ande­ren sei es not­wen­dig, in der kom­men­den Legis­la­tur­pe­ri­ode Zuwan­de­rung aktiv zu gestal­ten und ein Zuwan­de­rungs­ge­setz zu ver­ab­schie­den. „Ein moder­nes Zuwan­de­rungs­ge­setz muss tat­säch­li­che Kom­pe­tenz statt for­ma­ler Qua­li­fi­ka­ti­on in den Mit­tel­punkt rücken“, erklär­te Röhrborn.

Mit Blick auf die Bun­des­tags­wahl im Herbst sieht der Bit­kom die The­men Digi­ta­li­sie­rung von Bil­dung und Arbeits­welt sowie den Aus­bau von Giga­bit-Infra­struk­tu­ren als zen­tra­le The­men, von denen beson­ders der Mit­tel­stand pro­fi­tie­ren könn­te. Auch die Ein­füh­rung einer steu­er­li­chen For­schungs­för­de­rung ist zu emp­feh­len. „Von her­aus­ra­gen­der Bedeu­tung für das Gelin­gen der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on in Deutsch­land sind zudem digi­ta­le Hubs, die der­zeit rund um unse­re Leit­in­dus­tri­en ent­ste­hen“, beton­te Röhrborn.

Auf dem IT-Gip­fel 2016 wur­den bereits die ers­ten fünf Hubs prä­sen­tiert. Ziel der bun­des­weit maxi­mal zwölf digi­ta­len Hubs ist es, jeweils ein offe­nes, digi­ta­les Öko­sys­tem rund um eine bestehen­de Leit­in­dus­trie wie Mobi­li­tät, Logis­tik oder Gesund­heit zu bil­den. „In die­sen phy­si­schen Orten kom­men füh­ren­de Groß­un­ter­neh­men, Start­ups und nicht zuletzt Mit­tel­ständ­ler zusam­men. Sie trei­ben dort gemein­sam mit Hoch­schu­len, For­schungs­ein­rich­tun­gen und Kapi­tal­ge­bern die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on Deutsch­lands vor­an“, sag­te Röhr­born. „Wich­tig dabei ist: Es geht nicht län­ger ums Reden, son­dern ums Aus­pro­bie­ren und ums Machen.“

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